Via Podiensis Figeac-Moissac

Pilgerwege in Frankreich
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Moselcamino
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Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Moselcamino » 5. Feb 2020, 23:14

Hallo allerseits!

Wir möchten an Ostern unsere nächste Etappe auf der Via Podiensis angehen.
Ich überlege in folgenden Orten zu übernachten:
Figeac, Carjac, Varaire, Cahors, Lascabanes, Lauzerte, Moissac.

Kann jemand Gîtes empfehlen? Gerne auch Gîtes Communals, wenn sie gut sind.

Was sollten wir auf diesen Etappen auf keinen Fall verpassen?

Kann mir jemand genauere Auskunft über die Beschaffenheit der Wege auf dieser Strecke geben?
Sind das Waldwege, Feldwege, befestigt, unbefestigt, steinig mit Geröll oder eher glatt?
Ich frage, weil meine Tochter teilweise ihr Kinderfahrrad benutzen möchte.

Viele Grüße
Anne
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Camineiro
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Camineiro » 6. Feb 2020, 01:12

Moselcamino hat geschrieben:
5. Feb 2020, 23:14
Hallo allerseits!

Wir möchten an Ostern unsere nächste Etappe auf der Via Podiensis angehen.
Ich überlege in folgenden Orten zu übernachten:
Figeac, Carjac, Varaire, Cahors, Lascabanes, Lauzerte, Moissac.

Kann jemand Gîtes empfehlen? Gerne auch Gîtes Communals, wenn sie gut sind.

Was sollten wir auf diesen Etappen auf keinen Fall verpassen?

Kann mir jemand genauere Auskunft über die Beschaffenheit der Wege auf dieser Strecke geben?
Sind das Waldwege, Feldwege, befestigt, unbefestigt, steinig mit Geröll oder eher glatt?
Ich frage, weil meine Tochter teilweise ihr Kinderfahrrad benutzen möchte.

Viele Grüße
Anne


Hallo Anne,

wenn sich die Wegbeschaffenheit seit März 2014 nicht grundlegend geändert hat, findest Du alles was Du aufgezählt hast so auf diesem Streckenabschnitt vor.

Bisweilen geht es munter bergauf und bergab.

Bonne route
Uwe
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Moselcamino » 6. Feb 2020, 07:24

Hi Uwe,

Danke für Deine Antwort!
Kannst Du Dich erinnern auf welchen Streckenabschnitten/Etappen Geröll war?

Deine Bemerkung zum bergauf/bergab wundert mich.
Im Verhältnis zu dem was wir bisher ab Le Puy gelaufen sind sieht das Höhenprofil eher flach aus.
Das muss ich mir dann nochmal genauer angucken.

Viele Grüße
Anne
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von beliperegrina » 6. Feb 2020, 11:22

Hallo Anne,

ich war 2017/2018 auf der Via Podiensis unterwegs. Hier einige Kommentare:
Figeac: Ich war in der Gîte Chemin des Anges. Der Herbergsvater schien zunächst etwas knurrig, war aber ganz in Ordnung. Gute Zimmer, "normales" französisches Frühstück, leider keine besondere Pilgeratmosphäre. Wir konnten unser Gepäck am nächsten Tag dort noch deponieren. In Figeac ist das Museum von Champollion, der die Hieroglyphen entziffert hat.
Cajarc: gîte communal: eher bescheidene Sanitäranlagen, ansonsten insgesamt ok. Direkt neben dem Touristenbüro.
Cahors: ich war dort in der Jugendherberge, die direkt neben dem Pont de Valentré liegt. Neues Haus erst 2016 oder 2017 eröffnet, schmucklose aber saubere, funktionale 2-Bett-Zimmer mit Bad, Kochmöglichkeit, schöne Dachterrasse, freundliches Personal. Rabatt für Pilger. Die JH liegt nicht weit vom Bahnhof. Nach dem Aufstieg am nächsten Tag (steil!) empfehle ich unbedingt den kleinen Abstecher zum Aussichtspunk über die Stadt im Bogen des Flusses.
Lascabanes: Gîte d'étape Le Bouy: liegt etwas vor dem Ortskern, großer Garten, etwas enge Zimmer, aber gutes Abendessen.
Lauzerte: Gîte communal: seeehr nette Hospitalera, die schnell die gesamte Pilgerrunde beim Vornamen nennen konnte, große helle Zimmer, gutes Abendessen, gutes Frühstück, sehr zu empfehlen.
Moissac: gîte ancien Carmel: in einem alten Kloster, ordentliches Abendessen mit gemeinsamem Singen des "Ultreia", schöner ehemaliger Kreuzgang. Liegt etwas oberhalb der Kathedrale und unterhalb der Marienstatue, von der aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat.

Was den Weg betrifft, erinnere ich mich, dass die Strecke deutlich flacher und landschaftlich weniger spektakulär ist als der erste Teil der Via P. Ob die Wege tauglich für ein Kinderfahrrad sind, mag ich nicht entscheiden; ich gehe lieber zu Fuß und bin meistens froh darüber, kein Fahrrad schieben zu müssen.

Euch einen guten Weg und herzliche Grüße
Beliperegrina

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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Camineiro » 6. Feb 2020, 12:26

Moselcamino hat geschrieben:
6. Feb 2020, 07:24
Hi Uwe,

Danke für Deine Antwort!
Kannst Du Dich erinnern auf welchen Streckenabschnitten/Etappen Geröll war?

Deine Bemerkung zum bergauf/bergab wundert mich.
Im Verhältnis zu dem was wir bisher ab Le Puy gelaufen sind sieht das Höhenprofil eher flach aus.
Das muss ich mir dann nochmal genauer angucken.

Viele Grüße
Anne


Hallo Anne,

berg-(auf/ab) ist vielleicht der falsche Ausdruck.
Hügelig trifft es besser. Es sind immer wieder kleine Steigungen und Abstiege.
Bspw direkt hinter Brücke in Cahors geht es kurz einen steilen Pfad hinauf.
Da wäre mir das Fahrrad eine unnötige Last.

Aus Figeac heraus steigt der Weg an.

Oder vor Lauzerté: man kommt aus einem Waldstück einen Hügel herunter und in Lauzerté muss man wieder hoch (der Ort liegt auf einer Anhöhe).

Das ist als Fußgänger alles kein Problem. Aber mit Fahrrad ... ? Wo man ggf. länger schieben muss? 🤷🏻‍♂️
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Moselcamino » 6. Feb 2020, 13:06

beliperegrina hat geschrieben:
6. Feb 2020, 11:22
Hallo Anne,

ich war 2017/2018 auf der Via Podiensis unterwegs. Hier einige Kommentare:
Figeac: Ich war in der Gîte Chemin des Anges. Der Herbergsvater schien zunächst etwas knurrig, war aber ganz in Ordnung. Gute Zimmer, "normales" französisches Frühstück, leider keine besondere Pilgeratmosphäre. Wir konnten unser Gepäck am nächsten Tag dort noch deponieren. In Figeac ist das Museum von Champollion, der die Hieroglyphen entziffert hat.
Cajarc: gîte communal: eher bescheidene Sanitäranlagen, ansonsten insgesamt ok. Direkt neben dem Touristenbüro.
Cahors: ich war dort in der Jugendherberge, die direkt neben dem Pont de Valentré liegt. Neues Haus erst 2016 oder 2017 eröffnet, schmucklose aber saubere, funktionale 2-Bett-Zimmer mit Bad, Kochmöglichkeit, schöne Dachterrasse, freundliches Personal. Rabatt für Pilger. Die JH liegt nicht weit vom Bahnhof. Nach dem Aufstieg am nächsten Tag (steil!) empfehle ich unbedingt den kleinen Abstecher zum Aussichtspunk über die Stadt im Bogen des Flusses.
Lascabanes: Gîte d'étape Le Bouy: liegt etwas vor dem Ortskern, großer Garten, etwas enge Zimmer, aber gutes Abendessen.
Lauzerte: Gîte communal: seeehr nette Hospitalera, die schnell die gesamte Pilgerrunde beim Vornamen nennen konnte, große helle Zimmer, gutes Abendessen, gutes Frühstück, sehr zu empfehlen.
Moissac: gîte ancien Carmel: in einem alten Kloster, ordentliches Abendessen mit gemeinsamem Singen des "Ultreia", schöner ehemaliger Kreuzgang. Liegt etwas oberhalb der Kathedrale und unterhalb der Marienstatue, von der aus man einen tollen Blick auf die Stadt hat.

Was den Weg betrifft, erinnere ich mich, dass die Strecke deutlich flacher und landschaftlich weniger spektakulär ist als der erste Teil der Via P. Ob die Wege tauglich für ein Kinderfahrrad sind, mag ich nicht entscheiden; ich gehe lieber zu Fuß und bin meistens froh darüber, kein Fahrrad schieben zu müssen.

Euch einen guten Weg und herzliche Grüße
Beliperegrina
Tolle Tipps, Danke! Die arbeite ich am WE mal ab.

Das Kinderfahrrad soll nur zur Abwechslung dienen. Es wird nicht geschoben, sondern auf dem Wagen gefahren, wenn meine Tochter keine Lust hat.
Falls eine ganze Etappe schwierig wäre, würde ich es an dem Tag eventuell mit dem Gepäcktransport schicken. Daher meine Frage. Wenn ich beispielsweise an den Abstieg nach Conques denke, da hätte ich es nicht dabei haben wollen.
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Moselcamino » 6. Feb 2020, 13:11

[/quote]



Hallo Anne,

berg-(auf/ab) ist vielleicht der falsche Ausdruck.
Hügelig trifft es besser. Es sind immer wieder kleine Steigungen und Abstiege.
Bspw direkt hinter Brücke in Cahors geht es kurz einen steilen Pfad hinauf.
Da wäre mir das Fahrrad eine unnötige Last.

Aus Figeac heraus steigt der Weg an.

Oder vor Lauzerté: man kommt aus einem Waldstück einen Hügel herunter und in Lauzerté muss man wieder hoch (der Ort liegt auf einer Anhöhe).

Das ist als Fußgänger alles kein Problem. Aber mit Fahrrad ... ? Wo man ggf. länger schieben muss? 🤷🏻‍♂️
[/quote]

Danke, genau solche Hinweise suche ich, damit ich mir die Streckenabschnitte genauer angucken kann.
Manchmal finde ich so Alternativen.

Das Fahrrad wird nicht geschoben, sondern gefahren. Wir haben zwei Wagen dabei.
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Camineiro » 6. Feb 2020, 14:37

Kennst Du den Planificador von Godesalco?
Da kann man sich einzelne Abschnitte der Via Podiensis heraussuchen und Etappenlängen planen und detaillierte Höhenprofile darstellen.

Den Startort (Figeac) links markieren und den Zielort (Moissac) rechts ( bzw. jede Tagesetappe entsprechend).

Ich fand das damals sehr hilfreich.

In den üblichen Pilgerführern sind Höhenprofile häufig glattgezogen.
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Pooh_der_baer » 8. Feb 2020, 14:07

Hallo,

ich habe mal meinen alten Rother hervorgekramt.
Beim Durchlesen der Wegstrecke bin ich der Meinung, dass die Strecke auf dem GR65 auch für Erwachsene mit dem Fahrrad sehr schwierig ist.
Ggf. müßte mal ein Fahrradführer für die Strecke gesucht werden. In Nl gab es so etwas vor Jahren.
Wer sich nicht erinnert, den bestraft die Zukunft.

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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Moselcamino » 8. Feb 2020, 22:04

Pooh_der_baer hat geschrieben:
8. Feb 2020, 14:07
Hallo,

ich habe mal meinen alten Rother hervorgekramt.
Beim Durchlesen der Wegstrecke bin ich der Meinung, dass die Strecke auf dem GR65 auch für Erwachsene mit dem Fahrrad sehr schwierig ist.
Ggf. müßte mal ein Fahrradführer für die Strecke gesucht werden. In Nl gab es so etwas vor Jahren.
Danke für Deine Antwort!
Ein Radführer bringt uns leider nix. Die Strecken sind zu weit für Fußgänger.

Vielleicht nochmal zum Hintergrund: Wir pilgern zu Fuß und schieben zwei Wagen (Thule CX1), weil wir mit 2 Kindern unterwegs sind. Meine Vierjährige ist eigentlich zu alt den ganzen Tag im Wagen zu sitzen, geht aber auch noch keine 30km zu Fuß. Und wenn sie zu Fuß geht, bleib sie bei jedem 2. Stein und jedem 3. Grashalm stehen. Und wenn sie ein Pferd sieht, biegt sie ab, weil sie es unbedingt in ihre Zirkusshow einplanen muss...

Sie möchte (da wo es geht) ein bisschen Radfahren zwischendurch. Ich versuche rauszufinden wo das möglich ist. Im Burgund wäre das zum Beispiel supergut gegangen und im extremen Teil des Zentralmassivs überhaupt nicht.
Überall sonst war es irgendwas dazwischen.

Wenn sie das Rad nicht benutzt, lege ich es auf den Wagen.
Der Wagen schiebt sich wie nix, und das Rad wiegt nur 5kg.

Wir sind sehr erfahrene Pilger, die alle Wetterverhältnisse schon hatten, Top ausgerüstet sind und fließend Französisch sprechen. Rother, Outdoor & Miam Miam Dodo haben wir immer im Gepäck (wobei ich jedes Mal überlege letzteren daheim zu lassen). Über einen Esel habe ich schon nachgedacht und mich dagegen entschieden. Ach ja, beim Jugendamt sind wir auch schon bekannt;-)

Spass beiseite:
Im alten Forum hatte mir mal jemand namens ‘Sancho’ (oder so) sehr gut Auskunft geben können für einen Streckenabschnitt im Nordburgund (hinter Langres).
Auf sowas hatte ich gehofft.

Leider gibt es das alte Forum nicht mehr, und ich weiß auch nicht, ob der Herr den GR65 genommen hat.

Wir haben noch ein paar Wochen Zeit, vielleicht kommen nich ein paar Tipps . Ich recherchiere selbst auch noch weiter.

Die Unterkunftsbeschreibungen weiter oben waren sehr schon mal sehr hilfreich!

Viele Grüße
Anne
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Camineiro » 8. Feb 2020, 23:00

Moselcamino hat geschrieben:
8. Feb 2020, 22:04

Im alten Forum hatte mir mal jemand namens ‘Sancho’ (oder so) sehr gut Auskunft geben können für einen Streckenabschnitt im Nordburgund (hinter Langres).
Auf sowas hatte ich gehofft.

Leider gibt es das alte Forum nicht mehr, und ich weiß auch nicht, ob der Herr den GR65 genommen hat.
Frag‘ ihn doch einfach ... 😉

SanchoPansa
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Re: Via Podiensis Figeac-Moissac

Beitrag von Wanderoma » 9. Feb 2020, 23:37

Hi, Moselcamino, also, wenn es in die Bourgogne gehen soll:
der Weg zwischen Langres und Chagny ist mit Wagen und Kinderrad gut zu machen. Es geht durch Wald und Flur, in der Cote d’Or über Asphalt. Wenn man Glück hat, trifft man einen Schwarzen Moderkäfer, Dunklen Raubkäfer oder eine Gottesanbeterin. Teilweise kommt man sogar an Spielplätzen vorbei (manchmal mit Toilette). Ab Chagny würde ich bis Cluny auf die Voie verte ausweichen, spätestens ab St-Martin-sous-Montaignu. Die Strecke des Jakobsweges über die Hügel kann ich nicht empfehlen, da kommt man schon zu Fuß kaum durch: zugewucherte Grünwege vor allem nach St-Gengoux-le-National. Südlich von Cluny wird der Jakobsweg über Altstraßen geführt, die mehr Ähnlichkeit mit wilden Bachbetten haben.
LG
Wanderoma

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