::: al-andalus_zwanzigzwanzig :::

sowie der Camino Mozárabe und der Camino Sanabrès
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 20. Dez 2019, 18:02

Am Anfang war das Wort Rota Vicentina. Dann kam während des Pilgertreffens in Buchholz der Camino Mozárabe dazu und eine Zeit lang hab' ich beides getrennt entwickelt. Das wurde aber immer umständlicher und auch verwirrender.

Jetzt sind es noch drei Monate bevor es losgeht und es waren 54 Tage und drei Begleitpersonen einzuplanen. Besonders schön finde ich da übrigens, dass wir das zweitägige Eseltrekking in Andalusien jetzt zu sechst genießen werden!!! Zwei Esel, Maria, unser Guide und wir drei Pilger :-)

Jetzt stehen nur noch praktische Punkte im Vordergrund und deswegen hab' ich die beiden Touren, Caminho Histórico Rota Vicentina und Ruta Jacobea Mozárabe im Internet jetzt komplett zusammengeführt...

Ab sofort läuft jetzt alles unter: https://sutterer.eu/2020/al-andalus_zwanzigzwanzig/index.html

Bild

Mario
Zuletzt geändert von M@rio d'Abruzzo am 7. Jan 2020, 23:37, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: al-andalus_zwanzigzwanzig

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 23. Dez 2019, 11:30

Die Alhambra in Granada...

Am Samstag, dem 25. April 2020, ist in Granada ein Aufenthaltstag geplant. Klar, dass wir da die Alhambra besuchen wollen. Nur mit welchem Ticket?

Die Führungen sind meist nur in Spanisch und Englisch, dauern außerdem 2-3 Stunden und kosten auch ganz ordentlich. Eine deutschsprachige Kleingruppenführung war schon ausgebucht.

Das 'normale' Ticket kostet knapp 15 € und ist für 65+ auf knapp 10 € reduziert. Daneben gäbe es noch ein Garten- und ein Nachtticket..

Was sollen wir wählen und gibt es zusätzliche Tipps? Generell muss man wohl jetzt schon buchen bzw. so bald es für Ende April möglich ist.

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Re: al-andalus_zwanzigzwanzig

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 31. Dez 2019, 10:55

Buchung des Trenhotel 313 Hendaye-Lisboa

Die Angaben, ab wann dieser Zug für den 28. März gebucht werden kann waren bei trainline.com und SNCF etwas widersprüchlich bzw. gar nicht vorhanden. Ich möchte natürlich sehr früh buchen, um den günstigen Preis von 28 € gegenüber den bei der SNCF angezeigten 70 € zu bekommen. Jetzt hab' ich's endlich geschafft, mich bei Renfe.es anzumelden und dort wurde mir jetzt mitgeteilt, dass eine Buchung nur im Zeitraum von 62 Tagen vor der Fahrt möglich ist.

Also hoffe ich auf ein 28-Euroticket am 28. Januar für den 28. März...

Ich freue mich auf zwanzigzwanzig, feiert schön heute Nacht...

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Re: al-andalus_zwanzigzwanzig

Beitrag von Hobbypilger » 31. Dez 2019, 12:03

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Wenn man etwas Zeit hat lohnt sich ein Spaziergang zu einem Platz bei "San Nicolás Church".
Bei Dunkelheit ist der Blick auf die Alhambra besonders reizvoll. Der Platz liegt auf einem Hügel und man kommt durch die Altstadt.

Auf einer Fahrradreise 2010 durch Andalusien und Gibraltar erlebte ich die wunderbare Gegend.

Ciao
Detlef
Sept. 2018 Camino Francés (SJPdP - Santiago)
März 2020 Camino del Norte (Bilbao - Santander, Abbruch wegen fehlender Übernachtungsmöglichkeiten bis Santiago)

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Re: al-andalus_zwanzigzwanzig

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 31. Dez 2019, 12:16

Danke Detlef. Tolles Foto!

Edit: Hier das 360°-Foto vom Mirador San Nicolás mit Blick auf die Alhambra: https://goo.gl/maps/xjPmYHjE6WAd79578

Dann scheint es noch einen weiteren hoteltren (Talgo Hotel Train T4) zu geben. Danke Peter!

Hier kann man einen 360°-Foto eines 4-Bett-Abteils anschauen. Also die 38 € für über 1.000 km sind gut angelegt:

https://www.360cities.net/image/talgo-4-cama-tourist-class-sleeper-train-hotel-renfe-cp-spain-portugal#146.94,21.53,85.0

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Re: ::: al-andalus_zwanzigzwanzig :::

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 14. Jan 2020, 00:06

Gerade im SPIEGEL+ (leider nur für Abonenten) gelesen...

Rekonstruktion einer Heldentat
Die unglaubliche Geschichte des Mannes, der Salvador Dalí vor den Nazis rettete


Am 19. Mai 2020 möchte ich in der Pilgerherberge von Bordeaux übernachten. Das ist während der Rückfahrt von Mérida/Lisboa mit dem Nachtzug VON Lissabon :-) Normalerweise hätte ich auch über Paris gleich nach Hause weiterfahren können, aber das war mir zu hektisch.

Der Nachtzug nach Lissabon, da geht es um die Zeit der Diktatur unter Salazar in Portugal (1933–1974). Dazu passt ein Artikel über den portugiesischen Generalkonsul in Bordeaux 1940, Aristides de Sousa Mendes.

Zitat aus einer Buchbesprechung: »Aristides de Sousa Mendes, geboren 1885, war 1940 portugiesischer Generalkonsul in Bordeaux.
Flüchtlingsströme aus Deutschland, den besetzten Teilen Frankreichs und des restlichen Europas strömen zu dieser Zeit gen Süden, um über die noch nicht besetzten französischen Teile und via Spanien nach Portugal zu gelangen, von wo aus man sich die Flucht weg vom europäischen Kontinent erhofft.
Doch nach Spanien gelangt nur der, der ein Visum hat …

Der portugiesische Diktator António de Oliveira Salazar, von de Sousa Mendes gerne auch als „der portugiesische Stalin“ bezeichnet, hatte ein Jahr zuvor im Rundbrief „Circular 14“ erlassen, dass für „Ausländer, deren Nationalität unbekannt, verworfen oder rechtsstreitig ist; Staatenlose; Juden, die aus ihrem Herkunftsland oder wo sie untergekommen waren, vertrieben wurden…“ keine Visa auszustellen seien.
Aristides de Sousa Mendes stürzt dieses Rundschreiben in einen schweren Gewissenskonflikt und in eine schlimme seelische Verfassung. Er sieht täglich die Flüchtlingsströme, er erkennt, was mit ihnen geschehen wird, wenn niemand hilft. Besonders die wachsende Freundschaft mit Rabbi Chaim Krüger lässt ihn mehr und mehr erkennen, was falsch und was richtig ist.
Am 16. Juni, nach drei Tagen Isolation und innerer Einkehr, steht Aristides auf, rasiert sich, kleidet sich an und beginnt, was der Historiker Yehuda Bauer später als „die größte Rettungsaktion, die während des Holocaust von einem einzelnen Menschen durchgeführt wurde“ bezeichnen wird.
«

Entgegen der unmissverständlichen Anordnung des portugiesischen Staatschefs werden nun Visa am Fließband ausgestellt. Dadurch rettete de Sousa Mendes geschätzten 30.000 Menschen das Leben. Zurück in Portugal wird ihm dann der Prozess gemacht...

In Bordeaux habe ich den gesamten Nachmittag Zeit und so hab' ich mir vorgenommen, wenigstens mal dieses Gebäude am Quai Louis XVIII, 14 anzuschauen, im dem sich das portugiesische Generalkonsulat 1940 befand. Es ist nur 1,1 km von der Pilgerherberge entfernt.

Bild

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 14. Jan 2020, 18:35

Vilar Formoso

Bild

Vilar Formoso - für mich eine Station meines Trenhotels HOT313 von Hendaye nach Lisboa. Für die Flüchtlinge vor den deutschen Faschisten 1940 ein wichtiger Bahnhof, direkt nach der Grenze Spanien/Portugal. In Portugal bot sich die Chance Europa zu verlassen.

In dem o.a. Artikel über den portugisischen Generalkonsul in Bordeaux Aristides de Sousa Mendes wird ein Überlebender zitiert, der sich noch an den Bahnhof erinnert, den er als Dreijähriger wahrgenommen hat, auch weil er die Erleichterung seiner Eltern gespürt hatte. Der SPIEGEL-Artikel beschreibt eine elftägige Erinnerungstour von Bordeaux nach Lisboa. Henri Dyner ist der Name des ehemals Dreijährigen; »"Ich weiß noch, dieses Blau", sagt er, auf Deutsch. Das Blau, das sind die Kacheln oben am Bahnhofsgebäude: "Vilar Formoso".«

Der Bahnhof und die blauen Kacheln als 360°-Foto...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jan 2020, 16:03

Webseite zu einer Sendung in Radio NDR vom 04. August 2019

Der "Schindler" aus Portugal: de Sousa Mendes
Auf den Spuren eines Unbeugsamen durchs portugiesische Hinterland
Folge deinem Herzen!


Die Sendung als Audiomitschnitt 30:07
Fünf Fotos zum Thema...
Ein bisschen Text...

Falls sich sein Grab in Lissabon befindet, werde ich es besuchen. Die Grabinschrift lautet in der deutschen Übersetzung »Wer ein Leben rettet, rettet die Welt«.

Außerdem:
Aristides de Sousa Mendes Der Schindler von Portugal: https://www.juedische-allgemeine.de/allgemein/der-schindler-von-portugal/

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jan 2020, 18:05

Aristides de Sousa Mendes ist in Cabanas de Viriato begraben und nicht in Lisboa. Der Ort liegt fast direkt an 'meiner' Bahnlinie Lisboa → Vilar-Formoso. Natürlich hält dort der Nachtzug nicht. Aber in der Nähe im 19 km entfernten Santa Comba Dão.

Nun plane ich den früheren Bus von Mérida nach Lisboa zu nehmen. Na ja, der fährt 'morgens' kurz nach 3 Uhr ab, statt erst um 14 Uhr. Dann bin ich halt auch mal so ein Mondscheinstarter, wie die, die mich auf dem Camino Francés immer so mit ihren Knistertüten gefreut haben...

Um 6 Uhr morgens bin ich dann zum Frühstück in Lisboa Oriente und nehme anschließend den ersten Zug nach Santa Comba Dão oder eine Station weiter, dann vielleicht noch 8 km laufen oder trampen. Nachts um 00:15 Uhr hält dann mein Nachtzug nach Hause in Santa Comba Dão. Das passt ganz gut...

Bild

Hier das wieder restaurierte Hause der Familie als 360°-Bild: https://goo.gl/maps/tKFf2gXH6HqDN4is5

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jan 2020, 22:42

Aristides de Sousa Mendes sind in Portugal mehrere Websites, viele Bücher und Filme gewidmet. Und es gibt eine Stiftung.

Inzwischen hab ich eine Menge an Links, auch zu YouTube-Filmen, vielen Dank Peter!. Den Besuch in Cabanas de Viriato konnte ich gut in meine Heimfahrt am 18./19. Juni 2020 integrieren.

Die SUOSA MENDES FOUNDATION veranstaltet auch in diesem Jahr wieder eine 'Journey on the Road to Freedom' über 10 Tage Ende Juli/Anfang Mai von Bordeaux bis Lisboa. Das muss eine dieser Gruppenreisen für Überlebende oder deren Nachkommen sein, von der der SPIEGEL-Artikel handelte.

Bild
Quelle: http://sousamendesfoundation.org/journey-on-the-road-to-freedom/

Aus diesem Programm kann ich jetzt einiges für meinen Besuch übernehmen. Genau 80 Jahre danach...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jan 2020, 23:20

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 16. Jan 2020, 12:34

Bild

Da gibt's echte Knochen. Lach...

:-)

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 16. Jan 2020, 20:58

So, jetzt hab' ich eine Lösung gefunden, die mich in Mérida ausschlafen und in Ruhe Abschied nehmen lässt und auch noch das wunderbar eindrucksvolle Museum der Friedensgrenze in Vilar Formoso ohne Zeitdruck anzuschauen ermöglicht. Dazu gibt es zwei zusätzliche Übernachtungen in Carregal do Sal.

https://www.centerofportugal.com/de/entity/vilar-formoso-die-friedensgrenze-memorial-der-fluchtlinge-und-des-konsuls-aristides-de-sousa-mendes/

Bild

Vilar Formoso_Fronteira da Paz VIMEO-Video_Link 02:00

Zitat (Quelle): »Dieses Museum wird den Flüchtlingen, die Portugal im Zweiten Weltkrieg überquert haben, gewidmet.

Das Museum wird neben dem Bahnhof von Vilar Formoso in 2 ehemaligen Lagerhäusern beherbergt. Es besteht aus 6 Ausstellungen: „Menschen wie wir“, „Der Anfang des Alptraums“, „Die Reise“, „Vilar Formoso – Die Friedensgrenze“, „Durch Portugal“ und „Die Abreise“.

Vilar Formoso war der Eingang nach Portugal, berühmt für seine Gastfreundschaft. Es gibt mehrere Zeugnisse von Flüchtlingen, die besagen, dass es sich um einen freundlichen Ort handelt, wo Flüchtlinge mit riesigen Töpfen Suppe, Brot und Unterschlupf willkommen geheißen wurden.

Portugal war ein neutrales Land auf dem Zweiten Weltkrieg und daher hat das Land eine entscheidende Rolle gespielt als ein Wegpunkt für die Flüchtlinge, die das Horror des Nazismus flohen. Die meisten Flüchtlinge waren anonyme Menschen, aber unter ihnen gab es auch renommierte Schriftsteller, Regisseure, Künstler, Schauspieler, Intellektuelle, Politiker, Königsfamilien, Geheimagenten, unter anderen.

Einige der Flüchtlinge, die in Portugal auf diesem Zeitraum kamen, berichteten diese Erfahrung in ihren Memoiren, wie z.B. Arthur Koestler, Alfred Döblin, Heinrich Mann, Antoine de Saint–Exupéry, Erika Mann, George Rony und Peggy Guggenheim.«

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 16. Jan 2020, 22:19

Gestern lief im Ersten 'Das Geheimnis der Freiheit', ein Film über Berthold Beitz, den Ziehsohn von Alfried Krupp, dem letzten Stahlkönig. Der Film ist angeblich umstritten; das kann ich aber nicht beurteilen. Was mich, unabhängig vom Wahrheitsgehalt, total fasziniert und gleichzeitig betroffen gemacht hat, war diese Schilderung, wie jemand, der wie in diesem Fall hunderten von Juden das Leben gerettet hat, indem er sie als kriegswichtige Arbeitskräfte erklärte, wie also so ein Mensch Jahrzehnte später immer noch darunter leidet, dass er nicht alle vor der Ermordung in den Gaskammern retten konnte. Wie Sousa Mendes kann man Beitz als weiteren 'Schindler' sehen. Alle drei haben auch Listen gemacht, von erteilten Visen oder Unabkömmlichkeits-Erklärungen. Wie Sousa Mendes erhielt auch Beitz die Ehrung 'Gerechter unter den Völkern'.

'Das Geheimnis der Freiheit' in der ARD-Mediathek (verfügbar bis zum 14.02.2020)

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 16. Jan 2020, 23:08

Der für die Krupp-Monographie in 'Das Geheimnis der Freiheit' engagierte Schriftsteller Golo Mann wurde vom Schauspieler Edgar Selge dargestellt. Heute gab es im Radiosender SWR3 ein interessantes Interview mit ihm.

https://www.swr3.de/podcasts/Promi-Talk-mit-Thees/-/id=279178/did=3018386/c9kaiu/index.html 35:33

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