Deutschland-Camino 2. Streich: Moselcamino

Pilgerwege in Deutschland, Österreich und der Schweiz
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Camineiro
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Deutschland-Camino 2. Streich: Moselcamino

Beitrag von Camineiro »

Nach dem Eifelcamino ist vor dem Camino ...

Vom Eifelcamino angefixt habe ich mich kurze Zeit später auf den Moselcamino von Koblenz-Stolzenfels nach Trier gewagt.
Am 11. September ging es morgens von KO-Stolzenfels los.
Am Nachmittag zuvor hatte ich mich in ein Hotel in der Nähe des Busbahnhofs einquartiert und noch ein kurzes Sightseeing in Koblenz absolviert:
Altstadt, mit Seilbahn zur Feste Ehrenbreitstein, Deutsches Eck mit Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmal etc.

Vom Busbahnhof bringt einen die Buslinie 670 in ca. 15-20 Minuten direkt zum Startpunkt in KO-Stolzenfels.
Wer noch einen Pilgerpass braucht, kann sich diesen bei der Ortsverwaltung Stolzenfels im Büro des Ortsvorstehers (Rhenser Straße 54) abholen.
Dort gibt es auch den 1. Stempel. (Ergänzende Info siehe unten Edit II)
Die Büroöffnungszeiten sind sehr beschränkt: Mo-Fr 09:00 - 10:00 Uhr.

Wer noch das Schloss Stolzenfels besichtigen will ... das Schloss öffnet erst um 10:30 Uhr seine Pforten.
Gegenwärtig sind Bau- und Restaurierungsarbeiten im Gange. Mglw sind nicht alle Räumlichkeiten zugänglich.
Das Schloss war zT eingerüstet.


Folgende Etappen bin ich gelaufen:

1. KO-Stolzenfels - Alken, ca. 18km
2. Alken - Treis-Karden, ca. 18km
3. Treis-Karden - Beilstein (Bullay), ca. 15km (28km), (den Abschnitt Beilstein-Bullay habe ich mit dem Schiff zurückgelegt)
4. Bullay - Traben-Trarbach, ca. 24km
5. Traben-Trarbach - Klausen, ca. 25km
6. Klausen - Schweich, ca. 22,5km
7. Schweich - Trier (Matthias-Basilika), ca. 20,5km (die km-Angaben sind dem outdoor-Führer entnommen)

Offiziell ist der Moselcamino - ähnlich wie der Eifelcamino - ca. 160km lang und lässt sich gut in 7-9 Tagen bewältigen.
Durch Wegalternativen kann die Weglänge leicht variieren.
Allerdings ist der Moselcamino im Vergleich zum Eifelcamino durch das mehrfache Auf und Ab über die Weinberge deutlich anstrengender.
Mitunter steile Auf- und Abstiege verlangten mir physisch einiges ab und brachten mich an körperliche Grenzen
(zB Aufstieg zum Moselhöhenpfad hinter Enkirch).
Dazu trug u.a. die wahnsinnige Hitze an manchen Tagen bei (> 30°C).
Das Schiefergestein der Weinberge strahlt die Sonneneinstrahlung unglaublich wieder zurück.
Mosel- und Eifelcamino sind auf den beiden letzten Etappen von Klausen bis Trier identisch.

Ähnlich wie beim Eifelcamino hatte ich (ausser der 1. Unterkunft in Koblenz) nichts vorgebucht.
Das war zur besten Pilgerzeit und beginnenden Traubenlese mglw etwas blauäugig.
Die Unterkunftssuche gestaltete sich mitunter schwierig.
In Alken bekam ich durch Glück ein letztes Zimmer im Gasthaus Rebstock.

Weil sich im Laufe des Abends meine Bemühungen, für den nächsten Tag eine Unterkunft in Treis-Karden bzw. Kloster Engelport zu bekommen, erfolglos zeigten, buchte ich das Zimmer im Rebstock für eine zweite Nacht.

Am nächsten Tag pilgerte ich dann von Alken über Burg Eltz nach Treis-Karden und fuhr von dort mit dem Zug nach Löf zurück. Von da ging es nochmal 2,5km zu Fuss zurück nach Alken.
Am 3. Tag dann lief ich wieder 2,5km zu Fuss zum Bahnhof Löf und fuhr mit der Bahn nach Treis-Karden, von wo ich den Weg in Richtung Kloster Engelport fortsetzte.

Kloster Engelport ist unterkunftstechnisch an Wochenenden kritisch, da dort dann häufig Gruppenseminare, Exerzitien o.ä. stattfinden.
Wer dort übernachten möchte, sollte seinen Weg so planen, dass man unter der Woche dort vorbei kommt bzw. langfristig vorbuchen.

An der Burg Eltz stiess ich auf eine wahre Völkerwanderung. Es war samstags.
Normalerweise kann man den Burghof, den Souvenirladen und das Burgcafé ohne Weiteres durch das Burgtor betreten.
Zu Coronazeiten ist alles anders. Die Besucher werden jetzt bereits am Tor abgefangen und müssen in langen Schlangen auf Einlass warten.
Als ich dort vorbei kam, betrug die Wartezeit rund 1 Stunde.
Unter der Woche ist es mglw ruhiger.


Auf dem Moselcamino gibt es mWn 3 klassische Pilgerherbergen:

- Kloster Engelport
- Alte Lateinschule (Traben-Trarbach), 27,00€ ÜF (tolles Frühstück !)
- Eberhardsklause (Klausen), 18,00€ Ü (+ 7,00€ F, falls gewünscht)

In letzteren beiden konnte ich dieses Mal nächtigen (Bettzeug wurde in beiden Herbergen gestellt, im Ü-Preis inkl. Kein Schlafsack nötig).

Die Alte Lateinschule ist toll. Echtes Pilgerfeeling.
Übernachtung im Gemeinschaftsraum, gemeinsames Frühstück am Morgen.
Obwohl selbst noch nicht gepilgert, versteht es Fr. Böcking eine klassische Pilgeratmosphäre zu erzeugen.

In der Eberhardsklause war ich dieses Mal der einzige Gast.
Leider waren an diesem Tag auch der Gasthof gegenüber und die Pizzeria im Ort geschlossen.
Lediglich der Dorfgasthof Marmanns an der Kreuzung hatte geöffnet und hielt eine stark eingeschränkte Speisekarte vor.

Die nächste Etappe von führte mich von Klausen über Klüsserath nach Schweich.
Im outdoorführer ist kurz vor Klüsserath eine Wegvariante für den Abstieg nach Klüsserath beschrieben
(gestrichelte rote Linie in der Karte).
Kurz nach dem grossen Grillplatz im Wald nimmt man nicht den ausgewiesenen Moselcamino nach links,
sondern geht ca. 100m weiter geradeaus, bis man auf einen Querweg stösst.
Von dort folgt man dem Weg nach links bis zum Rastplatz/Schutzhütte "Zur dicken Eiche" mit Wassertretbecken,
wo man in die Weinberge oberhalb Klüsserath aus dem Wald heraustritt.

Nach Kenntnis beider Wegalternativen würde ich die gestrichelte Wegvariante bevorzugen.
Irgendwie fand ich sie schöner und der Abstieg durch den Weinberg hinunter nach Klüsserath lief sich irgendwie angenehmer als der offizielle Weg 10 Tage zuvor auf dem Eifelcamino.
Und die Variante ist auch als Jakobsweg markiert.

In Schweich ereignete sich die Unterkunftssuche wieder erfolglos.
Zunächst überlegte ich noch bis TR-Quint weiterzulaufen, um von da mit dem Zug nach Trier vorzufahren.
Der mir in Schweich entgegenkommende Bus mit Ziel Trier Hbf und ein sich ankündigendes Gewitter nahmen mir die Entscheidung jedoch ab.
In Trier buchte ich mich für zwei Nächte in ein Hotel ein und am nächsten Tag ging es dann mit leichtem Tagesgepäck zunächst mit dem Zug wieder zurück nach Schweich (Fahrzeit 10-15 Minuten je nach gewählter Zugart RE/RB) und von dort auf die letzte Etappe von Schweich nach Trier.

Diese letzte Etappe hat es an- und abstiegsmässig nochmal in sich. 3x geht es rauf und runter.
Kurz hinter dem Bahnhof TR-Quint geht es kurz, aber knackig den Hang hinauf.
Oben angekommen läuft man auf einem Höhenweg oberhalb der Mosel weitestgehend flach bis zum Treppenabstieg bei St. Peter in TR-Ehrang.
Auf diesem Abschnitt kommt man an einem grossen Eisenkreuz vorbei, das an einem schönen Aussichtspunkt aufgestellt wurde.

In TR-Ehrang zweigt der Jakobsweg unmittelbar vor der ev. Kirche nach rechts ab und führte mich in einem grossen Bogen in einer langen Steigung um TR-Ehrang herum "Auf der Bausch" bis nach TR-Biewer, wo es in einem mMn kriminellen Abstieg wieder hinunter ging.
Ich bin hier zweimal bei trockenem Wetter abgestiegen und einmal bin ich im oberen Teil weggerutscht.
Die Stufen der Treppe sind ungleich hoch und relativ glatt.
An dieser Stelle sollte man sehr vorsichtig hinabgehen und ggf. Stöcke zum Abstützen benutzen.
Bei feuchter oder nasser Witterung halte ich den Abstieg für schwierig bis gefährlich.

Unten in Biewer angekommen, führen einen die Wegmarkierungen nach rechts.
Wenn man jedoch ca. 50-100m nach links geht, kommt man zur ev. Jakobuskirche.
Leider war sie geschlossen.

Kurz hinter dem Jakobusbrunnen steigt der Weg wieder steil an und führt zum letzten Mal auf die Höhe über der Mosel zum Weisshaus.
Das Restaurant wird gerade renoviert und war bei meinem Vorbeipilgern noch geschlossen.
Ein Mitarbeiter des Restaurants, den ich zufällig traf, meinte auf Nachfrage, dass man am 5. Oktober bzw. ein paar Tage später öffnen wolle.
Vom Weg oben hat man tolle Ausblicke auf die Mosel und die Stadt Trier.
Hinter dem Weisshaus führt der Weg dann abwärts zur Kaiser-Wilhelm-Brücke über die Mosel in die Stadt.

Ab hier kann man entweder direkt in die Stadt gehen oder man folgt dem Moseluferweg bis zur Konrad-Adenauer-Brücke, wo man links zur Matthias-Basilika abbiegt.

Der Moselcamino ist deutlich belebter als der Eifelcamino.
Dies ist sicher dem Weintourismus geschuldet. In fast jedem Ort kann man sich mit Proviant eindecken, Mittagspause oder Brotzeit machen.
Man trifft sogar Pilger. Am wahrscheinlichsten in der Pilgerherberge Alte Lateinschule in Traben-Trarbach.
Aber auch unterwegs stehen die Chancen nicht schlecht.
Einen wahren Pilger-Rush erlebte ich kurz vor Trier, als ich plötzlich auf mehrere Pilgergruppen auf dem Höhenweg bei Weisshaus stiess (ausnahmslos Pilgerinnen).

Einen Schlafsack braucht man übrigens nicht mitzuschleppen, sofern man nicht unterwegs zelten möchte.
In den Gasthöfen braucht man ihn naturgemäss nicht.
Und auch die Pilgerherbergen Alte Lateinschule sowie die Eberhardsklause boten Bettwäsche inklusive.
Wie es im Kloster Engelport gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen.

Pilgerstempel waren wieder in ausreichender Zahl vorhanden.
Die meisten TouriInfos in den Orten sowie viele Cafés/Restaurants haben einen.
Auf der 1. Etappe kommt man auf der Rückseite der Autobahnraststätte "Mosel West" an der A61 vorbei ... -> Pilgerstempel :!:
Liste der Pilgerstempelstellen auf dem Moselcamino.

Updates zum outdoor-Pilgerführer.

Persönlich fand ich den Moselcamino sehr schön und in Coronazeiten eine empfehlenswerte Alternative zu den sonstigen Caminos in Europa.
Immerhin pilgert man auch hier zu einem Apostelgrab (Matthias-Basilika) und kann sich eine Pilgerurkunde am Ziel abholen (Trier Dominformation).

Viel Spass beim Pilgern ... bleibt gesund.
Ultreia
Uwe

Edit: in den updates steht, dass die Pension Hildegard Lex in Klüsserath und das Weingut Schiff in Schweich geschlossen seien.
Das stimmt zum aktuellen Zeitpunkt nicht. In der Pension H. Lex hatte ich vor zwei Wochen selbst übernachtet.
Mit dem Weingut Schiff hatte ich wg. Übernachtung telefoniert. Am betreffenden Tag waren sie leider vollständig belegt.

Edit II.: Am Zugang des Moselcaminos in KO-Stolzenfels unterhalb der Burg soll es jetzt eine öffentliche Stempelstelle geben (Holzkasten mit Stempel und Stempelkissen).

Neue 24/7 Stempelstelle am Beginn des Moselcaminos bei Burg Stolzenfels (Rhenser Str. 46)

Man muss dann also nicht mehr zu einer bestimmten Zeit das Büro des Ortsvorstehers aufsuchen.
Zuletzt geändert von Camineiro am 27. Jan 2023, 10:54, insgesamt 7-mal geändert.
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Matten
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Re: Deutschland-Camino 2. Streich: Moselcamino

Beitrag von Matten »

Hallo Uwe

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Er ist sehr informativ. Auch Deinen Eifelcamino habe ich gelesen.
Mir haben beide Berichte gefallen. Danke 😊

Buen Camino
Martin
Niemand weiß was in ihm steckt, bevor er nicht versucht hat es herauszuholen.
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Camineiro
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Re: Deutschland-Camino 2. Streich: Moselcamino

Beitrag von Camineiro »

Noch ein Nachtrag zum Moselcamino ...

Es wurde irgendwo die Frage gestellt, wie es sich mit coronabedingten Einschränkungen und Maskenpflicht verhält.

Maskenpflicht grundsätzlich, wo man die Mindestabstände nicht einhalten kann sowie in öffentlich zugänglichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln. Bei letzteren auch auf dem Bahnhofsgelände/Bahnsteig oder an den Bushaltestellen.
Wobei man sich schon ein wenig komisch vorkommt, wenn man der einzige wartende Fahrgast weit und breit ist.

Wenn man ein Restaurant oder Café besuchen möchte, wartet man am Eingang auf eine Bedienung, die einem dann einen Platz zuweist. Einfach an einen freien Tisch setzen ist nicht erlaubt, da zunächst sichergestellt sein muss, dass Tisch- und Sitzfläche nach dem vorherigen Gast ordnungsgemäss desinfiziert wurde.
Am Tisch darf man dann die Maske abnehmen.
Das gilt auch für Aussenbereiche.
Vielfach musste man sich vor Betreten der Aussenfläche bzw. Innenräume der Restaurants/Cafés die Hände mit bereitgestelltem Desinfektionsmittel die Hände desinfizieren.
Bei Betreten von Hotels oder sonstigen Unterkünften gilt o.g. entsprechend (zB Frühstück/Abendessen).

Bei jedem Restaurant-/Café Besuch mit Verzehr am Tisch muss man seine Kontaktdaten mit Telefonnummer angeben.
Das kann per App und QR-Code erfolgen oder herkömmlich händisch mit Papier und Stift.

Bei Eiscafés mit Strassenverkauf über die Aussentheke gilt ebenfalls für den Zeitraum des Anstehens, Auswählens der Eissorten und des Bezahlvorgangs für den Kunden Maskenpflicht.

In Kirchen gibt es getrennte Ein- und Ausgänge und innerhalb der Kirche entsprechend aufgebrachte Markierungen mit Einbahnsystem, um Gegenverkehr zu unterbinden.
Gleiches gilt entsprechend für Supermärkte, TouristenInfos und dergleichen.

Also eigentlich alles so wie zuhause auch ...

Man sollte ein paar Masken auf dem Weg mit dabei haben.
Ich hatte 10 Einmal-Masken als stille Reserve im Rucksack sowie 5 waschbare Stoffmasken.
Während des Caminos habe ich nur letztere benutzt, die ich regelmäßig im Rahmen des täglichen Wäschewaschens gereinigt habe. Übernacht war morgens alles wieder trocken.

Das Credo ist Abstand, Abstand und nochmals Abstand!
In Verbindung mit Handhygiene und Maske 😷 relativ simple Maßnahmen,
um andere nicht zu gefährden und selbst gesund zu bleiben.

Bleibt gesund ... Ultreia
Uwe
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Gerhard.1
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Re: Deutschland-Camino 2. Streich: Moselcamino

Beitrag von Gerhard.1 »

Hallo Uwe,

deinen ausführlichen Erfahrungsbericht über den Mosel-Camino habe ich ebenfalls mit viel Interesse gelesen, da wir ihn, meine Frau und ich, bereits im Jahr 2011 unter die Füße genommen und ebenso erlebt hatten, wie Du es schilderst: Wunderschön - aber auch sehr anstrengend!
Recht herzlichen Dank.

In meinem Blog habe ich damals die Beschreibung des Weges und unsere Eindrücke zusammengefasst und bebildert unter
https://jakobswege-ggg.blogspot.com/sea ... O%20-%20TR

sofern das für andere Pilger*Innen, die ihn gehen wollen, jetzt noch von Interesse sein kann. :-)

Die Corona-Schutzmaßnahmen, die Du im 2. Bericht ebenfalls so gut zusammengefasst hast, sollten aber allen Deutschen bekannt sein, da der Moselcamino ja nicht grenzüberschreitend ist. Dennoch gibt es immer wieder Menschen, die die Regeln zwar kennen, sie aber einfach ignorieren und nicht beachten wollen.
Das erlebten wir am vergangenen frühen Sonntag Morgen, als wir mit dem RE-Zug von Karlsruhe nach Hausach fuhren. An einer der nächsten Haltestellen stieg ein älteres Ehepaar in unser Zugabteil ein, das zwar nicht voll besetzt war, die Regeln aber dennoch gelten.

Kaum saß die Dame, der Mann hatte den Fensterplatz eingenommen, zog sie ihre Maske unter das Kinn, obwohl über dem Gang auf gleicher Höhe zwei andere Personen ihren Platz hatten. Die Dame machte auf mich aber nicht den Eindruck, als würde sie unter Asthma oder dergl. leiden.

Als der Schaffner nach geraumer Zeit, aus ihrer Sicht von hinten, ins Abteil kam und sie dessen Stimme hörte, war ruckzuck die Maske oben. Kaum hatte er die nächste Reihe nach ihr und uns kontrolliert, war die Maske wieder unten. Sowas hätte ich, wenn überhaupt, eher bei viel jüngeren Leuten erwartet, nicht aber bei einer Seniorin im Alter von geschätzten +/- 80 Jahren. Ich konnte mich darüber nur wundern und den Kopf schütteln.

Ich wünsche daher allen, egal ob sie zu Hause bleiben
oder unterwegs sind, gute Gesundheit und
buen camino
Gerhard, Jubilado
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