Pilger vermutlich verstorben
Pilger vermutlich verstorben
Heute morgen, bei 2. Etappe ist ein ca. 70 Jahre alter Pilger vermutlich verstorben. Ein Freund kam gerade vorbei als versucht wurde ihn oder sie wiederzubeleben. Ich selbst bin/war auf dem Camino del Norte.
- BavarianBuddy
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Re: Pilger vermutlich verstorben
Falls sich das als wahr herausstellt (vermutlich) ist das für die betroffene Person und die Angehörigen natürlich eine Katastrophe, aber bei ca. 500.000 Pilger:innen im Jahr müssen statistisch gesehen auch welche sterben, die gerade auf Pilgerschaft sind.PhänoMena hat geschrieben:Heute morgen, bei 2. Etappe ist ein ca. 70 Jahre alter Pilger vermutlich verstorben.
Vielleicht sogar mehr als in einer vergleichbaren Stadt, da ich vermute, dass der Altersdurchschnitt höher liegt.
Frances, del Norte, Portugues, Primitivo, Via de la Plata mit Sanabrés, de Madrid, Invierno, Ingles, Mozárabe, Mosel-Camino, Olavsweg, Dag Hammarskjöldsleden, Forststeig, GR221, E5 Alpencross, WHW & GGW, Bibbulmun Track, Rennsteig, Nurtschweg ...
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(118)-Peitho
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Re: Pilger vermutlich verstorben
Ich habe ein paar mal darüber nachgedacht, ob icb hier noch was schreiben mag. Aber nachdem ich eben aus der Kathedrale von Palencia zurück gekommen bin und wieder dieser Frage auftauchte, wo ich einmal sein mag, wenn es soweit ist, poste ich nun doch.
Ich denke einige hier kennen Mitpilgis, die dehr genau wissen, dass jede Reise oder vielleicht auch diese ihre letzte ist, die mit Krankheiten unterwegs sind oder mit dem Wissen, das ihr Leuchten jeden Tag etwas geringer wird und so jede Etappe besonders fühlen, jeden Morgen noch einmal ganz anders in sich aufnehmen. Einige von jenen sagten mir, sie wüssten um die Belastung für die, die nach ihnen kommen, sie dann fänden. Aber sehr tief spürten sie den Wusch genau auf diesem Weg, dieser Kuppe oder beim ersten Licht des Tages ihren inneren Heimweg anzutreten, ganz friedlich mit einem Lächeln und dem Blick hinab ins Tal, wo immer schon und immer stets der Jakobsweg alle umarmt, die ihn suchen. Sie hofften dann einfach loslassen zu können.
Bisweilen, das gebe ich gern zu, war auch ich an schon einem solchen Ort, an dem ich mich ganz und heil und aufgenommen gefühlt habe. Wenn es in jenem Moment soweit gewesen wäre, ich wäre lächelnd gefunden worden. Aber noch liegt viel Weg vor mir.
Vielleicht aber, und es mag eine Hoffnung nur sein, war der ältere Pilger genau da, wo er für diesen Moment hatte sein wollen.

Blick von Montserrat am Morgen des 20. Mai 2026, eigenes Bild
Ich denke einige hier kennen Mitpilgis, die dehr genau wissen, dass jede Reise oder vielleicht auch diese ihre letzte ist, die mit Krankheiten unterwegs sind oder mit dem Wissen, das ihr Leuchten jeden Tag etwas geringer wird und so jede Etappe besonders fühlen, jeden Morgen noch einmal ganz anders in sich aufnehmen. Einige von jenen sagten mir, sie wüssten um die Belastung für die, die nach ihnen kommen, sie dann fänden. Aber sehr tief spürten sie den Wusch genau auf diesem Weg, dieser Kuppe oder beim ersten Licht des Tages ihren inneren Heimweg anzutreten, ganz friedlich mit einem Lächeln und dem Blick hinab ins Tal, wo immer schon und immer stets der Jakobsweg alle umarmt, die ihn suchen. Sie hofften dann einfach loslassen zu können.
Bisweilen, das gebe ich gern zu, war auch ich an schon einem solchen Ort, an dem ich mich ganz und heil und aufgenommen gefühlt habe. Wenn es in jenem Moment soweit gewesen wäre, ich wäre lächelnd gefunden worden. Aber noch liegt viel Weg vor mir.
Vielleicht aber, und es mag eine Hoffnung nur sein, war der ältere Pilger genau da, wo er für diesen Moment hatte sein wollen.

Blick von Montserrat am Morgen des 20. Mai 2026, eigenes Bild