Via Francigena - Solo nach Rom

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Binike
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Via Francigena - Solo nach Rom

Beitrag von Binike »

Hallo hier im Forum,

ich war vor 11 Jahren schon mal kurz hier weil ich den Camino Norte ging. Seither war ich auf anderen Fernwanderwegen unterwegs oder bin Küstenwege entlang gewandert so wie es mein beruflicher Alltag zuließ.

Nun bin ich (62) in meiner passiven Altersteilzeitphase und bin bei meiner Suche nach einem „zeitlosen“ Projekt auf die Via Francigena gestoßen.

Ich möchte mich nun ca. Ende April von Aosta aus auf den Weg nach Rom machen. Aus gesundheitlichen Gründen muss ich extreme Höhenmeter meiden und extrem lange Etappen ebenso. Dazu kommt dass ich große Angst vor frei laufenden Hunden habe. (nach zwei unangenehmen Begegnungen auf der Rota Vincentina/Portugal)
Ansonsten bin ich orientierungssicher mit Komoot, den Wanderführer und es gewöhnt alleine als Frau unterwegs zu sein.

Freuen würde ich mich über hilfreiche Infos zum Trail, Unterkünfte (habe eine etwas ältere Liste) oder Tipps jeglicher Art. Oder ist vielleicht jemand zeitgleich auf der nördlichen VF unterwegs?

Geh langsam, wenn Du es eilig hast ….

In diesem Sinne
Buen Camino 👣
Birgit (BiNiKe)
Joker
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Re: Via Francigena - Solo nach Rom

Beitrag von Joker »

Hallo Birgit, ich bin die Via Francigena 2024 von Siena nach Rom gelaufen.
Unterkünfte gibt es mE inzwischen ausreichend. Ich habe die Gronze App genutzt, die war da sehr hilfreich. Die Kommunikation mit den Unterkünften klappte per Mail oder WhatsApp. Dank einer Übersetzungsapp klappte es auch mit der Sprache.
In etlichen Unterkünften war ein Schlafsack nötig. ich lief im April, da war das Pilgeraufkommen sehr übersichtlich; ich traf fast immer dieselben 4-6 Mitpilger.
Mit Hunden habe ich keine schlechte Erfahrung gemacht - ich bin da auch sehr ängstlich/vorsichtig.
Der Weg war mE sehr gut ausgeschildert.

Zu den Höhenmetern und Etappenlängen empfehle ich Dir ebenfalls Gronze. Da kann man auch ein Wegprofil sehen. Ich hielt die Höhenmeter für sehr moderat, bis auf eine Etappe...das war der Weg nach Radicofani. Aber da kann man auf Busse ausweichen.

Wasser und Essen war für mich nie ein Problem. Auch bei längeren Etappen reichte ein 2 Liter Behälter ohne weiteres. Man kann ihn immer auffüllen lassen. Die Menschen habe ich als sehr interessiert, hilfsbereit und freundlich wahrgenommen.

Kulturschock war dann für mich die letzte Etappe nach Rom...nach einer sehr ruhigen Zeit, war ich plötzlich mitten in einer lauten, touristischen Stadt. Aber die Pilgerherberge in Rom kann ich nur empfehlen (2024: Spendennbasis, gemeinsames Essen, Pilgerandacht mit Fußwaschung)

Ich wünsche Dir viel Spaß beim Planen und dann beim laufen.
Buen Camino

Wolfgang
„Nicht alle, die wandern, sind verloren …“

Gandalf
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Binike
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Re: Via Francigena - Solo nach Rom

Beitrag von Binike »

Hallo Wolfgang,

Vielen Dank für die doch sehr hilfreichen Tipps.
Schlafsack habe ich immer dabei vermutlich auch eine Isomatte für alle Fälle.

Ich hoffe dass inzwischen etwas mehr los ist aber auch kein Massentourismus 😉 und man auch gute Gespräche am Abend führen kann.

Ich war schon mal in Rom aber nur drei Tage, deshalb dieses Ziel. Es ist eine so tolle Stadt, auch wenn ich Großstädte normalerweise auch meide.

Buen Camino auch Dir weiterhin,
Birgit
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