Unterkünfte vorbuchen
Re: Unterkünfte vorbuchen
Wird denn das Geld nicht automatisch von der Kreditkarte eingezogen, wenn man nicht kommt ?. Ich denke zumindest bei den Reservierungen bei den bekannten Buchungsportalen sollte es so sein. Aber Leuten mit zu viel Geld ist das vermutlich auch egal.
- Frau Holle
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Re: Unterkünfte vorbuchen
Ich weiß nicht, ob bei dir gerade auch so viel Schnee liegt, dass du zu Hause bleiben musst und jetzt Langeweile hast oder warum du hier wieder unterwegs bist und solche unfreundlichen Kommentare schreiben musst.
Aber so eine Antwort kann nur von jemandem kommen, der einfach provozieren möchte und darauf lässt sich hier wahrscheinlich keiner ein
Es reserviert nicht jeder über die großen Portale. Bei denen wird das Geld natürlich einbehalten, aber man kann die Herbergen ja auch telefonisch oder per WhatsApp reservieren und da hinterlässt man dann keine Sicherheit, es sei denn, man bekommt wie von Heidi vorher Zahlungsinformationen.
Ich habe 2024 und 2025 die Erfahrung gemacht, dass immer mehr Herbergen Reservierungen nur noch mit Kreditkarte akzeptieren. Wenn man keine hat, kann man Herberge auch nicht reservieren. Das liegt sicherlich daran, dass so viele Pilger Betten reservieren und dann ohne Rückmeldung nicht kommen…
u l t r e i a
- Frau Holle
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Re: Unterkünfte vorbuchen
Das kann ja jeder so finden, wie er mag
Ich gehöre zu den Menschen, die Gemeinschaft, „communitydinner“, die gemeinsamen Gespräche und so lieben.
Also in Grañon auf einer harten Matratze auf dem Boden liegen, an der Andachts- und Gesprächsrunde teilnehmen, gemeinsam Essen und hinterher spülen- das sind für mich alles Punkte innerhalb meiner Komfortzone und deshalb liebe ich solche Herbergen. Da geht es aber sehr vielen Menschen anders und denen ist es entweder wie dir egal, oder sie wollen es ganz explizit nicht.
Das ist aber auch absolut kein Punkt, in dem ich Gemeinsamkeit mit allen Pilgern anstrebe, ich bin ja froh um jeden, der nicht in die besonderen Herbergen möchte
u l t r e i a
Re: Unterkünfte vorbuchen
Ah okay, danke Frau Holle für die Klarstellung - wenn du da, wo du sein willst, reservierst und kein Problem hast, ist ja alles gut.
Dass ich weiß, dass ich ohne Reservierung irgendwo kein Bett kriege, halte ich nicht für nervig. Das ist für mich eher nützlich, vorher zu wissen, wenn ich wo kein Bett kriege, als davon überrascht zu sein.
Den Punkt von Camineiro finde ich verständlich - Mehrfach-Reservierungen bzw nicht wahrgenommene Reservierungen reduzieren ja (entgegen meiner vorherigen Beteuerung) dann doch die verfügbare Kapazität.
Insbesondere wenn eine späte Ankunft behauptet wird und es nicht möglich ist, das Bett früh genug wieder frei zu geben.
Dass ich weiß, dass ich ohne Reservierung irgendwo kein Bett kriege, halte ich nicht für nervig. Das ist für mich eher nützlich, vorher zu wissen, wenn ich wo kein Bett kriege, als davon überrascht zu sein.
Den Punkt von Camineiro finde ich verständlich - Mehrfach-Reservierungen bzw nicht wahrgenommene Reservierungen reduzieren ja (entgegen meiner vorherigen Beteuerung) dann doch die verfügbare Kapazität.
Insbesondere wenn eine späte Ankunft behauptet wird und es nicht möglich ist, das Bett früh genug wieder frei zu geben.
Re: Unterkünfte vorbuchen
Ich bin ein großer Freund des Vorbuchens, bzw. der rechtzeitigen Kontaktaufnahme mit der Herberge, vor allem auf wenig frequentierten Wegen. Auf der Via Francigena vermied ich es, vor verschlossenen Türen zu stehen: die Herberge sollte geöffnet sein, war aber wegen Krankheit geschlossen. So konnte ich rechtzeitig Alternativen buchen....
In einer anderen Herberge wurde auf Grund meiner Anmeldung mein "Wunschmenü" gekocht...
Zum Thema Verbindlichkeiten: auf dem Camino Lebaniego habe ich auch vorgebucht. Die Betreiberin wollte, dass ich den Betrag für Bett und Essen vorher überweise. Das irritierte mich zuerst, aber dann überlegte ich, dass sie vllt schon schlechte Erfahrungen mit Vorbuchern gemacht hat...
Das Vorbuchen und(!) Vorkasse kein Garanten für ein Bett sind, erlebte ich auf der VF: ich buchte und zahlte und dann war das Haus zu und keiner erreichbar... Geld war weg und ich muss was Neues suchen...
Fazit: jede(r) soll es machen, wie es gut für einen ist. Aber man sollte immer die Belange der Betreiber im Auge haben.
In einer anderen Herberge wurde auf Grund meiner Anmeldung mein "Wunschmenü" gekocht...
Zum Thema Verbindlichkeiten: auf dem Camino Lebaniego habe ich auch vorgebucht. Die Betreiberin wollte, dass ich den Betrag für Bett und Essen vorher überweise. Das irritierte mich zuerst, aber dann überlegte ich, dass sie vllt schon schlechte Erfahrungen mit Vorbuchern gemacht hat...
Das Vorbuchen und(!) Vorkasse kein Garanten für ein Bett sind, erlebte ich auf der VF: ich buchte und zahlte und dann war das Haus zu und keiner erreichbar... Geld war weg und ich muss was Neues suchen...
Fazit: jede(r) soll es machen, wie es gut für einen ist. Aber man sollte immer die Belange der Betreiber im Auge haben.
„Nicht alle, die wandern, sind verloren …“
Gandalf
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- Frau Holle
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Re: Unterkünfte vorbuchen
Ich gehöre als alter Caminohase mit aktiver Forenbeteiligung glücklicherweise zu denen, die solche Dinge wissen und entsprechend handeln können.Flipper hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 10:26 Ah okay, danke Frau Holle für die Klarstellung - wenn du da, wo du sein willst, reservierst und kein Problem hast, ist ja alles gut.
Dass ich weiß, dass ich ohne Reservierung irgendwo kein Bett kriege, halte ich nicht für nervig. Das ist für mich eher nützlich, vorher zu wissen, wenn ich wo kein Bett kriege, als davon überrascht zu sein.
Doof ist es für die, die ihren ersten Camino laufen und weder auf Social Media noch in Foren sind und somit nicht wissen, dass man manchmal einfach sicher keinen Platz bekommt, wenn man nicht reserviert. Oder generell nicht so viel über das Reservierungsverhalten wissen.
Für diese Pilger und Pilgerinnen finde ich es schade. Aber ändern kann man das wahrscheinlich auch nicht
u l t r e i a
Re: Unterkünfte vorbuchen
Ah okay, ich verstehe deinen Punkt.Frau Holle hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 11:25 Ich gehöre als alter Caminohase mit aktiver Forenbeteiligung glücklicherweise zu denen, die solche Dinge wissen und entsprechend handeln können.
Doof ist es für die, die ihren ersten Camino laufen und weder auf Social Media noch in Foren sind und somit nicht wissen, dass man manchmal einfach sicher keinen Platz bekommt, wenn man nicht reserviert. Oder generell nicht so viel über das Reservierungsverhalten wissen.
Für diese Pilger und Pilgerinnen finde ich es schade. Aber ändern kann man das wahrscheinlich auch nicht
Meine Einschätzung wäre, dass das super selten was ausmacht. Damit das einen Unterschied macht müsste ja jemand wissen, dass es die Herberge gibt und dass die toll ist und man da hin möchte, dürfte aber nicht wissen dass man dort reservieren muss und selbst dann muss die Person ja trotzdem, auch ohne die Reservierungsthematik, damit rechnen, evtl keinen Platz in einer (tollen gefragten) Herberge zu kriegen.
Also da unterscheidet sich "schade dass die Person keinen Platz kriegt weil sie nicht wusste, dass man reservieren muss" ja kaum von "schade dass manche da keinen Platz kriegen weil es halt gefragt und schnell voll ist".
Und wenn jemand zum Beispiel beschließt, extra früh und schnell zu gehen um in einer besonderen (besonders gefragten) Herberge einen Platz zu kriegen ist glaube ich die Chance recht hoch, dass die Person das vorher recherchiert oder anruft und erfährt, dass Reservieren nötig ist (oder das bewusst fürs eigene Erleben nicht macht und bewusst in Kauf nimmt, leer auszugehen).
Man könnte natürlich bedauern, dass einige Herbergen überhaupt Reservierungen annehmen, weil man schöner findet wenn Menschen die nicht von den Herbergen wussten überraschend ein besonders tolles Erlebnis haben (anstatt dass Menschen die von den Herbergen wussten ganz geplant ein besonders tolles Erlebnis haben).
Ich finde jedenfalls super, dass es beides gibt - Herbergen in denen nicht reserviert werden kann damit ich flexibel bleiben kann und Herbergen, die Reservierungen annehmen - weil sie zum einen einen Teil der Auslastung der nicht reservierbaren Herbergen abnehmen und mir bei Bedarf die Möglichkeit einer Planung und Sicherheit bieten.
Re: Unterkünfte vorbuchen
https://external-content.duckduckgo.com ... 36b054e841Frau Holle hat geschrieben: ↑8. Jan 2026, 08:32
Ich weiß nicht, ob bei dir gerade auch so viel Schnee liegt, dass du zu Hause bleiben musst und jetzt Langeweile hast oder warum du hier wieder unterwegs bist und solche unfreundlichen Kommentare schreiben musst.
Aber so eine Antwort kann nur von jemandem kommen, der einfach provozieren möchte und darauf lässt sich hier wahrscheinlich keiner ein
Re: Unterkünfte vorbuchen
Hallo, ich bin 2024 den Casino Frances gegangen und habe zum größten Teil vorgebucht. Das heißt ich habe bei der Mittagspause das Handy gezückt, mich in einer der beliebten Camino Apps informiert wann die nächsten Orte kommen und mich dann entschieden wie weit ich noch gehen möchte und dann reserviert. Das heißt in der Regel ca. 2-5 Stunden vor Ankunft. Klar ist auch einiges immer weg gewesen, aber auch immer irgendwas frei. Und die Unterkünfte waren allesamt ok. Im Zweifelsfall ging es dann auch mal ins Hotelzimmer wenn nichts anderes frei war. 3 Personen die ich kennenlernen durfte haben allerdings so gut wie nie vorgebucht und wir waren immer an den gleichen Orten, mal 1 Ort vorher mal 1 Ort nachher. Aber sie waren flexibel und haben die Unterkunft genommen die es dann halt wurde. Ja, es kann na klar passieren dass man mal kein Zimmer bekommt, wenn man spät kommt, aber es sind alle Hilfsbereit und es gibt eine Lösung. Mir ist es ein einziges mal passiert dass wir nach 30km im ganzen Ort keine Unterkunft bekommen haben. Es wurde telefoniert und man hat uns ein Zimmer angeboten knapp 10km weiter. Ebenso hätte man uns gebracht. Aber die weiteren 10km in der Hitze zu laufen waren zwar so anstrengend aber dann doch etwas was einem immer in Erinnerung bleibt. Mehr als die anderen planmäßigen Ankünfte.
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Peregrino Klaus
- Beiträge: 153
- Registriert: 19. Mai 2021, 13:58
Re: Unterkünfte vorbuchen
Ich bin schon viele verschiedene Caminos gelaufen. Die Unterkünfte vorzubuchen sind auch vom Weg den man geht abhängig. Auf dem Frances habe ich nie vorgebucht. Aber zum Beispiel auf der Via Tolosana war es ohne vorbuchen schon ein Risiko,so dass man in ein Hotel musste. Auch auf der Via Podiensis war es, zur Hauptreisezeit, problematisch. Und über die Cele- Route war selbst mit vorbuchen nichts mehr zu finden.
Es hört sich einfach an einfach noch 10 km mehr zu laufen. Aber in meinem Alter (69) möchte ich mir das nicht mehr antun.
Es hört sich einfach an einfach noch 10 km mehr zu laufen. Aber in meinem Alter (69) möchte ich mir das nicht mehr antun.
Re: Unterkünfte vorbuchen
Genau das ist es. Wenn ich weiß das ich ein bestimmtes Limit habe und nicht weiter komme, dann muss ich dafür sorgen dass ich da eine Bleibe habe. Aber so soll es jeder so handhaben wie es für ihn am besten ist. Solange es keine Mehrfachbuchungen sind, ist es doch völlig ok.