Pläne für nächstes Jahr

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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

17) Von Novéant nach Arnaville geht es am Hang auf einem gut begehbaren Weg. In Arnaville gibt es einen relativ steilen Abgang zur Brücke (zur Not umgehbar), die Brücke hat zumindest auf der einen Seite keine Stufen. Leider kann ich mich an die andere Seite nicht mehr erinnern. Hier der Rückblick von der Brücke:

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Der weitere Weg an Pagny vorbei bis Vandières geht bequem an der Mosel entlang.

18) Von Vandières geht es auf einem breiten Feldweg über die Höhe bis Norroy. Hier bin ich dann einen anderen Weg weiter gelaufen, durch den Bois le Prêtre zur Nécropole nationale du Pétant, dann quer zum ausgezeichneten Weg nach Pont-à-Mousson hinunter, wo ich übernachtet habe. Etwa 1,5km hinter Montauville bin ich dann auf den Pilgerweg zurückgekehrt. Der Weg, den ich von Pont-à-Mousson zurück zum Pilgerweg gewählt habe, wäre mit dem Karren stellenweise zu steil. Falls Du ähnliches vorhast, würde ich empfehlen, auf der Straße (z.B. Rue de Bellevue) zum Weg zurückzukehren.

19) Der weitere Weg auf halber Höhe durch den Wald, nach Jezainville hinunter und wieder hinauf Richtung Dieulouard sind breite Feldwege oder gepflastert. Einzig der Weg von Nôtre-Dame des Airs hinunter nach Dieulouard wird wieder zum schmalen Pfade wie hier kurz vorm Ortseingang:

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20) Hinter Dieulouard geht es wieder die Höhe hinauf, schweisstreibend ohne Schatten auf Asphalt und Schotter:

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Jenseits der D611 sehen die Wege dann zumeist grüner aus:

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Oder hier kurz vor Saizerais:

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Hinter Saizerais führt der Weg wieder durch den Wald. Die Wege dort sehen weitgehend so aus:

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Ich bin dort nicht überall auf dem markierten Weg gelaufen, da ich nach einem Schlafplatz Ausschau hielt. Auf dem Weg nach Liverdun solltest Du jedoch keine Hindernisse für Deinen Karren finden. Hier noch zum Abschluss für heute ein Bild vom frühen Morgen, kurz vor Liverdun. Im Hintergrund kann man schon Toul erahnen:

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Fortsetzung folgt...
Zuletzt geändert von Caminista am 23. Feb 2026, 21:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Matt Merchant
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Matt Merchant »

SteinimSchuh hat geschrieben: 5. Sep 2025, 08:59 Es war ehrlich gesagt höchst gruselig da, und ich bin eben um halb 5 über die hohe Gartenmauer ins Dunkle geflohen, weil sie wollten dass ich mich um 7 mal eben noch der heiligen Jungfrau weihe.
Leider habe ich 2017 in Mars Ähnliches erlebt:
Superherzlicher Empfang, ein kuscheliges Gästezimmer, üppiges Abendessen - zunächst war ich begeistert.
Aber dann folgten zu späterer Stunde zwei unangekündigte Besuche von jeweils zwei Schwestern auf meinem Zimmer:
Zunächst für eine halbe Stunde eucharistische Andacht, an der ich mich unverzüglich beteiligen sollte. Danach Fahrt ins nahegelegene Chauffailles zur Messe. Und zu späterer Stunde dann noch ein Abendbesuch: "Hat der Nachtisch geschmeckt? Jetzt weihen wir Dein Leben der Unbefleckten Empfängnis!"
Ergo besagte Lebensweihe ans Unbefleckte Herz Mariens, die dann auch stante pede direkt im Pilgerzimmer vor einer Statue vollzogen wurde (wahrscheinlich, damit ich nicht nachts über den Zaun flüchte... 🤔).

Habe aus Gasthöflichkeit alles mitgemacht. Während ich dann aber vor dieser Statue stand, fühlte ich mich als Pilger funktionalisiert. Und bereute, nicht offen gesagt zu haben, dass ich garkein Katholik (mehr) bin.

Am nächsten Morgen wurde ich in einer Festprozession auf den Camino verabschiedet. Fühlte mich aber noch kilometerlang miserabel; denn der ganze rituelle Akt war leider - so lieb die Schwestern es gemeint hatten - spirituell hochgradig übergriffig.
Einige Monate bekam ich dann noch eine ganze Reihe an E-Mails von den Schwestern; die haben einen regen Verteiler... Inzwischen nicht mehr.

Matthias
"Das Unscharfe um das Display herum, das ist der Camino.“ (frei nach M. M. Profitlich) :geek:
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SteinimSchuh
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von SteinimSchuh »

Ach, Matthias, so leid mir dein unangenehmes Erlebnis tut, bin ich doch froh dass ich mir den ganzen "Vibe" anscheinend nicht nur eingebildet habe. Genauso war es bei mir. Nur blieb ich ungeweiht :lol:
Manch eine_r hat eben Skrupel, als Gast auszusprechen: "Nein Danke, das will ich nicht", "Ich bin da anderer Ansicht", etc... keine besonders hilfreiche Eigenschaft im Leben (und beim Pilgern), das muss ich zugeben. Aber übergriffig bleibt übergriffig, egal auf welche Reaktion es trifft.
MHannes
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von MHannes »

Ganz herzlichen Dank für diese wirklich ausführliche Beschreibung.
Freu mich schon sehr auf Nächstes Jahr.
Liebe Grüße von MHannes
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

Ich schreibe auch noch weiter, komme nur im Moment nicht dazu. Bis nächstes Jahr ist ja auch noch ein wenig Zeit...
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

So, es geht wieder weiter...

21) Hinter Liverdun geht es zunächst auf Asphalt aus dem Ort heraus, dann auf einem bequemen Feldweg parallel zur Mosel:

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An der Schleuse führt der Weg schließlich einen Pfad den Berg hinauf. Er ist mitunter etwas mit Gras zugewachsen, sollte aber mit Karren problemlos begehbar sein:

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Auf der Höhe führt der Weg dann über offene Felder (kann bei Regen wohl durchaus matschig werden), um dann wieder im Wald zu verschwinden. Im Wald sehen die Wege zumeist so aus:

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Im Tal am Terrouin entlang und wieder die Höhe hinauf nach Villey-Saint-Étienne führt der Weg über breite Feldwege. Hier der Blick zurück in Richtung Terrouin:

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(Mich hat an diesem Tag die Affenhitze ganz schön mitgenommen...)

22) Hinter Villey-Saint-Étienne zum Fort du Vieux Canton ist erstmal ein Stück Asphalttreten angesagt, auf einer schmalen Straße mit erstaunlich viel Verkehr. Durch den Wald am Fort sind es dann breite Forstwege, bis man in einem Industriegebiet herauskommt. Der Weg nach Toul hinein zieht sich und ist bis auf das letzte Stückchen am Kanal auch nicht wirklich sehenswert. Aber auch das gehört zum Pilgerweg und leicht zu gehen ist es mit Karren auch. Und immerhin führt der Fußweg neben der Hauptstraße für fast 1,5km unter Alleebäumen entlang:

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Hier noch der Weg am Kanal (Canal de la Marne au Rhin):

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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

23) Aus Toul heraus geht es erst an der Straße entlang auf die Höhe zur Kaserne, dann hinter der Kaserne in die Felder. Die Wege dort habe ich als leicht gehbar in Erinnerung, mit einem Stückchen durch feuchtes hohes Gras. Hier ein paar Eindrücke:

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24) In Choloit-Ménillot teilt sich der Weg in zwei Varianten: die eine führt an der südlichen Côte de Toul entlang, der "Hauptweg" führt über die Höhe ins Tal der Maas ins Jeanne-D'Arc-Land. Ich bin letzteren Weg gegangen und auch wenn ich den Kult um Jeanne befremdlich finde, habe ich es nicht bereut. Das Tal der Maas ist wunderschön. Hinter Choloit-Ménillot geht es bergauf in den Wald und oben angekommen, auf einem endlosen Weg mit wenig Abwechslung über die Höhe, immer auf breiten Forstwegen:

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Erst wenn es wieder abwärts geht, werden Weg und Wald wieder interessanter, an einem alten Grenzstein findet sich unvermittelt ein schöner Rastplatz mit Tisch und Klappbänken.

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Schließlich läuft der Weg am Rande eines weiten flachen Tales auf Rigny-Saint-Martin zu:

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25) Aus Rigny heraus über den Hügel nach Chalaines geht es auf einem Weg, der weitgehend gepflastert ist, aber auch mal ein breiter Feldweg. Insgesamt ist der Weg von Choloit-Ménillot nach Chalaines für den Karren völlig unbedenklich.
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

So, ich mach mal weiter. Soll ja nochmal fertig werden...

26) Von Chalaines nach Sepvigny bin ich der Wegführung auf der Straße gefolgt. Einerseits, weil ich in Gedanken verloren gar nicht auf den Abzweig des wahrscheinlich schöneren an der Meuse laufenden Jeanne-d'Arc Rundwegs geachtet habe, andererseits, weil ich an der Chapelle Notre-Dame-des-Sept-Douleurs vorbeiwollte. Man hätte beides jedoch kombinieren können, da es kurz vor der Kapelle eine Querverbindung beider Wege gibt. Aus der Ferne sah der Jeanne-d'Arc Rundweg auf diesem Stück auch mit Karren gut begehbar aus, aber ich kann natürlich nicht garantieren, dass es keine Schwierigkeiten gibt... Hier sieht man aus der Ferne ein wenig vom Jeanne-d'Arc Rundweg:

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Du hast de Wahl: von der etwas höher gelegenen Straße aus hat man einen schöneren Blick über die Landschaft, vom Jeanne-d'Arc Rundweg sieht man mehr von den Auenwäldchen an der Meuse.

27) Von Sepvigny nach Champougny bin dann jedoch den Jeanne-d'Arc Rundweg weitergegangen statt den ausgeschilderten Pilgerweg auf der Straße. Hier ein paar Eindrücke vom Weg, jeweils mit Blick zurück auf Sepvigny:

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28) Von Champougny nach Taillantcourt gibt es kurz nachdem man die Meuse überquert hat, wieder die Wahl, dem Pilgerweg auf gepflastertem Weg zu folgen oder dem Jeanne-d'Arc Rundweg auf einem Wiesenweg. Ich habe mich für Letzteres entschieden:

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Allerdings gibt es dabei auch einen auf der Karte nicht eingezeichneten Graben zu überwinden:

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Für mich war das an der Stelle hinter dem Baum kein Problem, aber mit dem Karren mag das je nach Wasserstand anders aussehen. Wahrscheinlich bleibst Du zwischen Champougny und Taillantcourt besser auf dem ausgewiesenen Weg.

In Taillantcourt habe ich direkt wieder den ausgewiesenen Weg verlassen und bin am sehenswerten alten Waschhaus abgebogen und am Chateau de Montbras vorbei. Kurz vor der Hauptstraße (D964) kann man dann auf einem parkartigen Weg wieder nach rechts abbiegen und kommt zum Pilgerweg zurück. Hier gibt es auch paar Tische mit Bänken im Schatten. Ich habe mich in der Mittagshitze für ein Nickerchen unter einen blühenden Baum gelegt.

29) Weiter geht es auf einem zunächst gepflasterten, später geschotterten Feldweg die Höhe hinauf. Wenn man den Wald erreicht, biegt der Weg nach links ab. An dieser Stelle muss man ein Stück tiefen Matsch überwinden, auf der Karte ist eine Furt eingezeichnet. Ich bin im Vertrauen darauf, dass sie mich tragen auf ein paar ausgelegte Holzstücke getreten und natürlich eingesackt. Fast hätte ich mich längsgelegt, aber auch so sah ich gut eingesaut aus (und in dem Aufzug bin ich dann abends in noble Restaurant an der Basilique. :lol:) Wenn Dir die Stelle zu matschig erscheint, gehst Du wahrscheinlich besser noch etwa 1,2km weiter, um dort links abzubiegen. Theoretisch kannst Du von dort direkt hinunter zur Chapelle Notre-Dame de Bermont oder nach Greux und sparst Dir ein Stück des Weges. Allerdings würdest Du dann Goussaincourt verpassen. Der Blick von der Höhe auf das Dorf und die umliegende Landschaft sowie ein kleiner Rundgang durch das Dorf sind durchaus empfehlenswert.

Falls Du durch die Furt durchkommst, sieht der Waldweg so aus:

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Ich will ausser den Wegen nicht allzuviel vorwegnehmen, daher nur dieses Bild vom Waldrand auf der Höhe hinunter auf Goussaincourt: ;)

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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

30) Vom Goussaincourt nach Greux und dem Abstecher zur Chapelle Notre-Dame de Bermont läufst Du auf gepflasterten bzw. geschotterten breiten Feldwegen.

31) Weiter geht es an/auf der Straße nach Domrémy-la-Pucelle und hinauf zur Basilique Sainte-Jeanne d'Arc. Auch der weitere Weg nach Coussey führt weitgehend über die Straße, aber auch ein Stück breiten Feldwegs.

32) Auch für den weiteren Weg an Soulosse-sous-Saint-Élophe vorbei nach Fruze ist Asphalttreten angesagt.

33) Hinter Fruze im Tal der Frezelle wandelt sich der Weg nach ca. einem Kilometer endlich in einen gut begehbaren Feldweg.

34) Hinter Rollainville wird der Feldweg gelegentlich etwas enger, bleibt aber auch mit Karren gut begehbar:

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Das letzte Stück von der Abbaye de l'Étanche bis zur D77 ist dann wieder Asphalt. Wie Du merkst, bin ich nicht nach Neufchâteau hoch. Nach Überquerung der D77 folgt ein kurzes Stück Feldweg, der dann im weiteren bis Rouvres-la-Chétive wieder asphaltiert ist.

35) Auch von Rouvres-la-Chétive nach Darney-aux-Chênes ist der Weg durchgehend asphaltiert, ebenso weiter nach Sandaucourt.

36) Erst wenn man hinter Sandaucourt kurz vor der Autobahn nach rechts abbiegt, kommt man wieder auf einen breiten Feldweg.

Hier biegt der markierte Weg nun nach links in ein Wäldchen ein. Der Weg dort ist sehr zugewachsen, teilweise sehr feucht und mit dem Karren sicher kein Spass:

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Du solltest besser statt abzubiegen einfach auf dem vorherigen Weg weiter um das Wäldchen herumlaufen. Das ist nichtmal länger...

Hinter Auzainvilliers wird's dann spannend, aber dazu mehr beim nächsten Mal...
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

37) Hinter Auzainvilliers geht es zunächst auf einer kleinen Straße bis über die Autobahn, dann auf einem ordentlichen Feldweg bis zum Wald. Im Wald wird der Weg für etwa 200-300m (nach Erinnerung) zu einem engen Pfad mit viel Feuchtigkeit - sicher kein Spass mit einem Karren.

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Im weiteren Verlauf wird der Weg zu einem gut gangbaren Tunnel:

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Dann führt der Weg an einem Zaun entlang bis zu einem Schlagbaum. Das müsste hier sein. Dort bin ich durch einen bewusst in der Richtung geänderten Wegweiser in die falsche Richtung weiter gelaufen. Statt zurückzugehen, als mir das auffiel, habe ich mich querfeldein durch den Wald geschlagen, weshalb ich Dir für ein Stück des Weges keine Beschreibung liefern kann.

Ab hier ist der Weg jedoch mit Karren gut gehbar. Das letzte Stück hinunter (auf Asphalt) zum Lac de la Folie ist jedoch ziemlich steil. Auch ohne Karren haben meine Knie geschrien. Der Rest des Weges bis nach Contrexéville hinein ist dann asphaltiert.
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

38) Der Weg von Contrexéville nach Dombrot-le-Sec ist komfortabel mit dem Karren gehbar. Kurz nach Dombrot-le-Sec kommst Du auf die ehemalge Römerstraße, die Dich über die Höhe endlos geradeaus bis fast nach Aureil-Maison oder Lamarche bringt. Das ist so eine "Meseta-Strecke" ohne große Abwechslung, auf der Du den ganzen Tag Deinen Gedanken nachhängen kannst. Ich habe mich jedoch gerne durch den Wegweiser zur Kirche von Gignéville auf andere Wege bringen lassen und bin parallel zum ausgewiesenen Weg durch die Dörfer (Gignéville, Marey, Serocourt, Frain, Morizécourt, Serécourt) gelaufen und würde diese Variante auch jedem empfehlen, dem ein paar Kilometer mehr durch die geschlängelten Wege nichts ausmachen. Hinter Serécourt habe ich dann den Pilgerweg kurz gekreuzt, um mir im Wald ein Plätzchen für mein Zelt zu suchen und von dort am nächsten Morgen direkt nach Lamarche zum Supermarkt zu laufen.

39) Der Weg von Lamarche nach Aureil-Maison parallel zur Straße ist auf guten Feldwegen leicht mit dem Karren gangbar.

40) Hinter Aureil-Maison führt der Weg zunächst durch die Felder, später im Wald die Höhe hinauf auf einem zumeist gepflasterten Feldweg. Ob am alten Bahnwaggon geht der Weg ab auf einen wenig benutzten Feldweg. Anfangs sieht das noch passabel aus:

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Später wird es mit einem Karren definitiv mühsam:

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Ich bin dort zu einer sehr trockenen Periode durchgekommen und es war reichlich feucht. Ich will nicht wissen, wie das nach ein paar Tagen Regen aussieht. Ich bin teilweise ein wenig abseits des "Weges" im Wald gelaufen, weil ich mir keine nassen Füße holen wollte. Da der Weg kaum erkennbar war, war ich froh, dass ich mich mit dem Smartphone und GPS orientieren konnte. Auch muss man auf diesem Weg zwei kleine Bäche überqueren. Als ich da war einfach, aber nach Regen...?

Vom Bahnwaggon aus bis man wieder auf einen breiten Feldweg kommt sind fast 3km. Leider lässt sich dieses Stück nur schwer umgehen, evtl. vom Bahnwaggon aus hinunter nach Mont-lès-Lamarche und dann ein langes Stück Straßen bis Serqueux.

Der weitere Weg nach Serqueux ist dann auch mit Karren gut gangbar. Von Serqueux nach Bourbonne-les-Bains geht's zunächst auf einem teilweise grasigen Feldweg, dann ist Straße angesagt.
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SteinimSchuh
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von SteinimSchuh »

Hallo Caminista, spannend die Bilder von diesem Wegabschnitt zu sehen!

Ich bin nicht über Contrexéville und Bourbonne-les-Bains gegangen sondern die veraltete Wegstrecke über Neufchâteau und so. Wenn ich mich recht erinnere bin ich auf dem Teil relativ viel über kleine Landstrassen gegangen, hier und da aber auch mal im Strassengraben einer viel befahrenen Rue Départementale :roll: . Das mag aber auch an meinen Umwegen zu Campingplätzen liegen und liesse sich mit kleinen Änderungen sicher vermeiden und dann käme man gut durch mit dem Pilgerwagen. Die Strecke ist trotzdem vor Langres eher reizarm, sach ich mal. Campingplätze in Neufchâteau und Bourg-Ste-Marie (etwas ab vom Weg) hatten auch Hüttchen/Zelte auf Stelzen für Pilger_innen ohne Zelt, der in Montigny-le-Roi nicht, der war eher auf WoMos ausgelegt. Beschilderung war leider glaub ich nicht mehr so gut vorhanden.

Sorry, wollte deinen Thread nicht kapern, nur als Alternative für Nachfolgende ;-).
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

SteinimSchuh, das ist nicht mein Thread, sondern MHannes'. Für ihn fasse ich das hier zusammen, hoffe es hilft bei der Wegfindung. Und vielleicht hilft es auch dem ein oder anderen, der, ob mit oder ohne Karren, auch diesen Weg gehen möchte. Insofern finde ich es gut, wenn auch andere einen Teil beitragen können.

Zur alten Strecke, die Du beschreibst, habe ich auf die Schnelle nichts genaues gefunden, aber mir scheint, sie führte viel mehr durch offene Feldlandschaften als die neue mit ihren vielen Waldwegen. Ich fand übrigens die letzten Etappen vor Langres durchaus nicht reizarm. Wenn man bereit ist, ein paar Kilometer auf der Landstraße zu laufen, kann man natürlich alle schwierigen Stellen umgehen. Ich versuche, in meinen Beschreibungen wenn möglich auch Alternativen zu beschreiben, als Kombination aus meinen Eindrücken der Landschaft, Karten und Google Earth, die wahrscheinlich besser zu gehen sind. Das kann natürlich nur ein Denkanstoss sein, garantieren kann ich das nicht. Es bleibt also ein gewisses Abenteuer...
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SteinimSchuh
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von SteinimSchuh »

Ach so!

Wenn man sich den GPS-Track auf der Seite vom.Conrad Stein-Verlag runterlädt, sind beide Wegvarianten dabei.
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Caminista
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Re: Pläne für nächstes Jahr

Beitrag von Caminista »

41) Hinter Bourbonne-les-Bains bin ich nicht dem Pilgerweg gefolgt, sondern auf der Straße nach Coiffy-le-Haut. Zum einen regnete es an diesem Tag ganz ordentlich und mein Pilgerführer beschrieb den Weg im Tal als oft sehr matschig. Der wichtigere Grund für mich war jedoch der Besuch bei einer Winzerin in Coiffy. Die IGP Coteaux de Coiffy ist ein sehr kleines Weinbaugebiet mit nur zwei kommerziellen Winzern. Beide haben ihren Betrieb direkt gegenüber an der Hauptstraße in Coiffy, gar nicht zu verfehlen. Den Besuch bei Florence Pelletier kann ich nur empfehlen. Ja, ja, ich bin halt auch ein Turigrino und lasse mir solche Sachen nicht entgehen... Und trotz des miesen Wetters hatte ich schöne Blicke vom hochgelegenen Ort in die Umgebung.

Bei Les Granges du Val bin ich wieder auf den Pilgerweg zurückgekommen. Ein breiter Feldweg führt bis kurz vor Chézeaux. Ab da bis Varennes-sur-Armance führt der Weg leider über Straßen.

Vorsicht: es gibt eine alte Wegführung, die nicht mehr ausgeschildert ist und am Fuße des Berges vor Varennes links abbiegt, um dann das letzte Stück steil den Berg hinauf zum Dorf zu führen. Das steile Stück ist auch ohne Karren kaum mehr begehbar (was habe ich mich gequält), mit Karren absolut unmöglich. Bleib also bis Varennes auf der Straße.

42) Hinter Varennes biegt der Pilgerweg links ab in ein Waldgebiet, durch welches er bis kurz vor Marcilly-en-Bassigny führt. Die meiste Zeit führt der Weg durch den Wald über bequeme Feldwege, aber es gibt einen Teilabschnitt, der durch sehr verwachsenen jungen Wald führt. Es mag möglich sein, mit dem Karren da durchzukommen, aber es wäre sicher ziemlich anstrengend. Ich habe auf diesem Stück leider nicht fotografiert, so dass ich Dir keinen Eindruck liefern kann, damit Du es selbst beurteilen kannst. Hier nur ein Bild vom Pfad von etwas davor:

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Es ist auch an einer Stelle ein kleiner Bach zu überqueren. Zur Zeit, als ich dort langkam, war das nicht besonders schwer:

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In dem verwachsenen Stück ist die Kennzeichnung auch oft nur schwer zu finden, so dass ich mich "verlaufen" habe. Tatsächlich habe ich dadurch etwa 800m abgekürzt, wie ich später festgestellt habe. Dann folgte ein kurzes Stück breiter Feldweg, bis zum Abstieg hinunter zum Ruisseau du Val de Presles. Hier der Einstieg zum Abstieg:

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Der hat es leider in sich, denn er ist sehr steil und rutschig. Ich bin da nur in winzigen Tippelschrittchen runtergekommen. Mit einem Karren, dessen Gewicht auch noch von hinten schiebt, wäre das nicht gegangen. Weiter unten in der Nähe des Baches folgt ein teilweise sehr matschiger Abschnitt:

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Nachdem man auf einer Brücke den Bach überquert hat, kann man in der Kurve rechts durch die Bäume durch auf einer Lichtung die Kapelle Notre-Dame de Presles sehen. Ein paar Meter weiter biegt ein Feldweg dorthin ab. Von dieser Stelle bis nach Marcilly-en-Bassigny ist der Weg auch mit Karren wieder gut begehbar.

Aufgrund der Schwierigkeiten für den Karren auf dem Weg von Varennes nach Marcilly würde ich empfehlen, auf der Straße (D14, D172) zu laufen. Entweder direkt durch bis Marcilly oder mit einem Abstecher zur Kapelle Notre-Dame de Presles. Kurz nachdem die D172 den Ruisseau du Val de Presles
überquert hat, gibt es einen Abzweig nach links zur Kapelle. Da ich an der Kapelle Autos gesehen habe, die diesen Weg gekommen waren, sollte er auch mit Karren begehbar sein. Von dort aus kannst Du dann den kurzen Weg zum Pilgerweg gehen und auf diesem nach Marcilly weitergehen.

Die Kapelle ist im Pilgerführer (Outdoor) nicht beschrieben, ich würde aber den Abstecher dorthin empfehlen. Sie ist wirklich sehenswert. Neben der Kapelle gibt es auch Tische mit Bänken, Wasser gibt es an der heiligen Quelle in der Krypta. Also ideal für eine Pilgerrast...

Auch wenn ich sonst nur den Weg selbst beschreibe, mache ich hier mal eine Ausnahme und füge noch ein paar Bilder der Kapelle ein:

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Fresken aus der Entstehungszeit der Kapelle (Anfang 14. Jhdt.):

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Vermutlich karolingische Krypta mit heiliger Quelle:

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