Pläne für nächstes Jahr
Pläne für nächstes Jahr
Hallo zusammen, ich plane 2026 ab Mitte Juni den Weg von Trier nach Le Puy mit Pilgerkarre und Zelt und bin für Tipps zu günstigen Unterkünften, Zeltplätzen oder privaten Gärten sehr dankbar. Da es hier ja auch um Religion geht: wer für seine Familie eine circoncision rituelle unter guten Bedingungen sucht, dem kann ich dieses Zentrum aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen. Ich bin 76, fühle mich fit dafür und freue mich auch über MitpilgerInnen – Pilgergrüße von MHannes
Zuletzt geändert von MHannes am 16. Aug 2026, 17:43, insgesamt 2-mal geändert.
Re: Pläne für nächstes Jahr
Toll! Ich mach das genauso, mit Karren, Zelt u.s.w.. Und werde schon als Phänomen betrachtet, wegen meines Alters. Bin allerings gegen Dich ein junger Hüpfer (63)
. Du machst Mut! Zu Deinem Weg kann ich leider nix sagen. Was benutzt Du denn für einen Karren?
Re: Pläne für nächstes Jahr
Hallo junge Hüpferin,
mein Karren war mal ein Fahrradanhänger. Eine Art Plastikwanne mit 2 Rädern. Davor ein Bügel, der mir -gepolstert - vor dem Bauch hängt.
Darin sind ca. 20 kg. Tragen könnte ich das nicht.
mein Karren war mal ein Fahrradanhänger. Eine Art Plastikwanne mit 2 Rädern. Davor ein Bügel, der mir -gepolstert - vor dem Bauch hängt.
Darin sind ca. 20 kg. Tragen könnte ich das nicht.
Re: Pläne für nächstes Jahr
Ui.....das ist viel Gesamtgewicht! Bergauf ganz schön anstrengend oder? Und wenn Du mal nicht durchkommst? Oder läufst Du nur Straße?
Mein Karren wiegt nur 2kg und der Rucksack je nach Wassermenge zwischen 12 und 16 kg. Zur Not kann ich den ganzen Krempel kurz auf den Rücken hieven.
Mein Karren wiegt nur 2kg und der Rucksack je nach Wassermenge zwischen 12 und 16 kg. Zur Not kann ich den ganzen Krempel kurz auf den Rücken hieven.
Re: Pläne für nächstes Jahr
Ist halt selbstgebastelt, bzw. umgebaut, mein Karren.
Habe noch nicht besonders viel Erfahrung damit. Bin mal durch Meckpomm gelaufen.
Schwierig waren nur die Wege mit dem tiefen Sand. Richtig steile Wege sind wahrscheinlich schwierig.
Welche Wege bist Du denn gelaufen? Welche erfahrungen hast du gemacht? VG. MHannes
Habe noch nicht besonders viel Erfahrung damit. Bin mal durch Meckpomm gelaufen.
Schwierig waren nur die Wege mit dem tiefen Sand. Richtig steile Wege sind wahrscheinlich schwierig.
Welche Wege bist Du denn gelaufen? Welche erfahrungen hast du gemacht? VG. MHannes
Re: Pläne für nächstes Jahr
Erstmal herzlich willkommen hier im Forum.
Den Weg von Trier bin ich dieses Jahr bis Langres gegangen, die weitere Strecke bis Le Puy plane ich für Mai/Juni nächstes Jahr. Der gekennzeichnete Weg führt öfter über schmale und/oder steile Pfade, die mit einem Wagen sehr schwer zu gehen sind. Darüber hinaus sind diese Teile des Weges auch bei feuchtem Wetter eine Herausforderung - schon ohne Wagen. Du müsstest also verschiedene Streckenabschnitte auf andere Wege oder Straßen ausweichen. Ich kann Dir gerne dabei helfen, die einzelnen Abschnitte zu identifizieren, die für Dich schwierig werden könnten. Das schreibt sich aber nicht mal eben schnell herunter...
Die genutzten Unterkünfte finden sich fast alle auch im gelben Outdoor Führer. Ich habe allerdings sehr häufig wild gecampt. Das Land ist so weit und einsam, dass sich immer eine Möglichkeit dazu findet. Einen Wecker brauchst Du dann nicht, die Rehe sorgen schon dafür, dass Du wach wirst...
Bzgl. Versorgung: viele Bäckereien als letzte Einkaufsmöglichkeien in den Dörfern, die sich noch auf Karten (Google, OSM) finden, haben inzwischen dicht gemacht. Du läufst durch einige der ärmsten Gegenden Frankreichs und die Landflucht macht sich massiv bemerkbar (vergleichbar mit Spanien vor ein paar Jahrzehnten). Ganz viel steht leer und verfällt, Häuser stürzen auf die Straße und werden offenbar seit Monaten nicht weggeräumt (auch für sowas darf der Pilger mal einen halben Kilometer Umweg laufen). Das soll Dich aber jetzt nicht abschrecken, denn der Weg ist wunderschön.
Den Weg von Trier bin ich dieses Jahr bis Langres gegangen, die weitere Strecke bis Le Puy plane ich für Mai/Juni nächstes Jahr. Der gekennzeichnete Weg führt öfter über schmale und/oder steile Pfade, die mit einem Wagen sehr schwer zu gehen sind. Darüber hinaus sind diese Teile des Weges auch bei feuchtem Wetter eine Herausforderung - schon ohne Wagen. Du müsstest also verschiedene Streckenabschnitte auf andere Wege oder Straßen ausweichen. Ich kann Dir gerne dabei helfen, die einzelnen Abschnitte zu identifizieren, die für Dich schwierig werden könnten. Das schreibt sich aber nicht mal eben schnell herunter...
Die genutzten Unterkünfte finden sich fast alle auch im gelben Outdoor Führer. Ich habe allerdings sehr häufig wild gecampt. Das Land ist so weit und einsam, dass sich immer eine Möglichkeit dazu findet. Einen Wecker brauchst Du dann nicht, die Rehe sorgen schon dafür, dass Du wach wirst...
Bzgl. Versorgung: viele Bäckereien als letzte Einkaufsmöglichkeien in den Dörfern, die sich noch auf Karten (Google, OSM) finden, haben inzwischen dicht gemacht. Du läufst durch einige der ärmsten Gegenden Frankreichs und die Landflucht macht sich massiv bemerkbar (vergleichbar mit Spanien vor ein paar Jahrzehnten). Ganz viel steht leer und verfällt, Häuser stürzen auf die Straße und werden offenbar seit Monaten nicht weggeräumt (auch für sowas darf der Pilger mal einen halben Kilometer Umweg laufen). Das soll Dich aber jetzt nicht abschrecken, denn der Weg ist wunderschön.
Re: Pläne für nächstes Jahr
Hallo Caminista,
von solchen Schwierigkeiten steht natürlich nix im Reiseführer. Danke fürs willkommen und für Deine Beschreibung!
Und natürlich bin ich interessiert an Einzelheiten - vielleicht anhand der Seiten im Outdoorführer, den ich mir auch besorgt habe.
Wild campen gefällt mir auch, nicht nur, weil es billger ist.
Nachtgrüße von MHannes
von solchen Schwierigkeiten steht natürlich nix im Reiseführer. Danke fürs willkommen und für Deine Beschreibung!
Und natürlich bin ich interessiert an Einzelheiten - vielleicht anhand der Seiten im Outdoorführer, den ich mir auch besorgt habe.
Wild campen gefällt mir auch, nicht nur, weil es billger ist.
Nachtgrüße von MHannes
Re: Pläne für nächstes Jahr
Mit Karren bisher nur die Via de la Plata, dieses Jahr ab Februar. Dazu gibt es einen langen Faden hier im Forum, in dem ich live berichte. Vielleicht kann den jemand für Dich hier anzeigen, ich weiß nicht wie das gehtMHannes hat geschrieben: ↑1. Sep 2025, 23:01 Ist halt selbstgebastelt, bzw. umgebaut, mein Karren.
Habe noch nicht besonders viel Erfahrung damit. Bin mal durch Meckpomm gelaufen.
Schwierig waren nur die Wege mit dem tiefen Sand. Richtig steile Wege sind wahrscheinlich schwierig.
Welche Wege bist Du denn gelaufen? Welche erfahrungen hast du gemacht? VG. MHannes
Auf alle Fälle brauchte ich einige Zeit um mir ein komfortables Zuggeschirr zu basteln, was mir sehr gut gelungen ist, finde ich. Ansonsten, nach 45 Jahren viel Weitwandern mit Rucksack, hatte ich große Schwierigkeiten, mich an das Laufen mit dem Karren zu gewöhnen. Es hat große Vorteile: auf flachen, bequemen Fahrwegen schwebt man schwerelos dahin, man kann mehr Essen mitnehmen
Nachteil ist, dass man die schönsten Wege (schmale, steinige Naturpfade mit Gebüsch und umgestürzten Bäumen) nicht gehen kann, daher sehr viel auf der Straße läuft, dass es unendlich mühsam ist, wenn man doch mal ein Hindernis überwinden muss (wo man mit Rucksack in ein paar Schritten drüber ist...), und alles was bergauf geht. Nicht nur steil, auch mäßige, aber lange Steigungen finde ich mit Karren sehr sehr anstrengend.
Ansonsten ist es manchmal nicht einfach, in der Wildnis einen abgelegenen Schlafplatz zu suchen mit dem Klotz (Karren) am Bein und spontan trampen geht auch nicht, was ich ansonsten gerne gemacht habe. Naja. Trotzdem ziehe ich sehr bald wieder los, diesmal auf der Via Lemovicensis, mit Karren. Ohne geht nicht mehr, wenn ich Zelt, Kocher etc. brauche. Mal sehen, vielleicht berichte ich wieder hier
Alles Gute,
Simone
Re: Pläne für nächstes Jahr
Ps in Bezug auf Caministas Beitrag:
ich lebe in Frankreich und kann Dir versichern, dass Du hier praktisch überall Deine Nacht im Zelt verbringen darfst. Nur nicht in Naturschutzgebieten, die sind deutlich gekennzeichnet.
Bei Privatleuten kannst Du fragen, die haben zumeist nix dagegen.
Aber auch direkt am Weg, neben Friedhöfen (da gibt's Wasser), an Sportplätzen, wo auch immer.
Ich scheue die Öffentlichkeit, bin lieber ganz unerkannt verborgen im Wald, aber wenn Du da keine Probleme hast, findest Du wirklich überall Schlafplätze.
Ansonsten ja, Du wirst viel auf Straßen ausweichen müssen wegen dem Karren, aber das ist in dünn besiedelten Gebieten in Frankreich auch sehr schön. Die Sträßchen sind ganz schmal und es kommt 2x am Tag ein Auto oder Traktor vorbei
.
ich lebe in Frankreich und kann Dir versichern, dass Du hier praktisch überall Deine Nacht im Zelt verbringen darfst. Nur nicht in Naturschutzgebieten, die sind deutlich gekennzeichnet.
Bei Privatleuten kannst Du fragen, die haben zumeist nix dagegen.
Aber auch direkt am Weg, neben Friedhöfen (da gibt's Wasser), an Sportplätzen, wo auch immer.
Ich scheue die Öffentlichkeit, bin lieber ganz unerkannt verborgen im Wald, aber wenn Du da keine Probleme hast, findest Du wirklich überall Schlafplätze.
Ansonsten ja, Du wirst viel auf Straßen ausweichen müssen wegen dem Karren, aber das ist in dünn besiedelten Gebieten in Frankreich auch sehr schön. Die Sträßchen sind ganz schmal und es kommt 2x am Tag ein Auto oder Traktor vorbei
Re: Pläne für nächstes Jahr
Merci beaucoupFlipper hat geschrieben: ↑2. Sep 2025, 07:51Gerne doch:
VdlP und C.Sanabres/Frances im Februar/März/April live
Re: Pläne für nächstes Jahr
Danke für den Link, danke für die Beschreibungen.
Simone, der Bericht von der Via de la Plata ist echt spannend! Schöne Abendlektüre!
Meinen Karren hab ich durchaus schon über umgestürzte Bäume gehoben, und durch tiefen Matsch gezogen - es dauert dann eben.
Aber ich lauf ja nicht den Camino, weil ich es eilig habe. Ob es ein schöner Tag war, messe ich nicht an den gelaufenen Kilometern.
Und ich vertraue darauf - wie hier auch aus vielen Beiträgen ersichtlich - der Camino bietet mir immer eine Lösung. MHannes.
Simone, der Bericht von der Via de la Plata ist echt spannend! Schöne Abendlektüre!
Meinen Karren hab ich durchaus schon über umgestürzte Bäume gehoben, und durch tiefen Matsch gezogen - es dauert dann eben.
Aber ich lauf ja nicht den Camino, weil ich es eilig habe. Ob es ein schöner Tag war, messe ich nicht an den gelaufenen Kilometern.
Und ich vertraue darauf - wie hier auch aus vielen Beiträgen ersichtlich - der Camino bietet mir immer eine Lösung. MHannes.
- PilgervonderLahn
- Beiträge: 22
- Registriert: 11. Aug 2025, 11:55
- Wohnort: Solms
Re: Pläne für nächstes Jahr
Hallo,
wir sind dieses Jahr im Mai von Trier nach Pont-a-Mousson gegangen und werden im Oktober weiter nach Neufchateau gehen.
Schreib mich an, dann kann ich Dir ein paar Tipps geben. Ich habe die Strecke auf Komoot hinterlegt.
Des weiteren emphehle ich dir einen Französischen Pilgerführer. Es beschreibt den Lothringer-Camino von Schengen nach Langres.
https://www.st-jacques-lorraine.fr
Auf Instagram habe ich auch verschiedene Bilder hochgeladen.
wir sind dieses Jahr im Mai von Trier nach Pont-a-Mousson gegangen und werden im Oktober weiter nach Neufchateau gehen.
Schreib mich an, dann kann ich Dir ein paar Tipps geben. Ich habe die Strecke auf Komoot hinterlegt.
Des weiteren emphehle ich dir einen Französischen Pilgerführer. Es beschreibt den Lothringer-Camino von Schengen nach Langres.
https://www.st-jacques-lorraine.fr
Auf Instagram habe ich auch verschiedene Bilder hochgeladen.
Viele Grüße von der Lahn
Jens
Instagram
jenshauso 
Jens
- SteinimSchuh
- Beiträge: 269
- Registriert: 16. Jun 2022, 19:14
Re: Pläne für nächstes Jahr
Och, so desolat fand ich es eigentlich nicht. Zum Beispiel bin ich gestern durch Tramayes gekommen, ein recht kleines Dorf, in dem es aber alle Geschäfte, kleinen Lebensmittelladen, Post, Tourist-Info etc. gab. Das finde ich in Deutschland eher selten, da konzentriert sich oft dann Handel auf die Einkaufs-Gebiete am Rand der grösseren Orte, im ländlichen Raum...Caminista hat geschrieben: ↑1. Sep 2025, 23:55
Bzgl. Versorgung: viele Bäckereien als letzte Einkaufsmöglichkeien in den Dörfern, die sich noch auf Karten (Google, OSM) finden, haben inzwischen dicht gemacht. Du läufst durch einige der ärmsten Gegenden Frankreichs und die Landflucht macht sich massiv bemerkbar (vergleichbar mit Spanien vor ein paar Jahrzehnten). Ganz viel steht leer und verfällt, Häuser stürzen auf die Straße und werden offenbar seit Monaten nicht weggeräumt (auch für sowas darf der Pilger mal einen halben Kilometer Umweg laufen). Das soll Dich aber jetzt nicht abschrecken, denn der Weg ist wunderschön.
Aber du hast Recht dass man vor allem auf dem nordöstlichen Teil des Weges ein bisschen gucken muss. Aber der Thread-Eröffner kann ja durch seinen Wagen auch etwas mehr Verpflegung mitschleppen, wenn es mal für zweidrei Tage reichen muss.
Ab Cluny empfehle ich den Guide Orange der Association Rhone-Alpes, damit geht es grade super, günstige Unterkünfte zu finden. Davor war es schwierig, da ist gut dran wer gerne im Wald schläft
Wie schön dass ein paar mehr Leute grade diesen Weg beleben!!
Grüsse aus dem Beaujolais,
SteinimSchuh
Re: Pläne für nächstes Jahr
hi,kann mich den Ausführungen von SteinimSchuh nur anschließen, Versorgung passte besser als gedacht, oft unerwartete Kiosks an unerwarteter Stelle und auch mit den Übernachtungenn klappte es ab Cluny oft besser, das orange Heft ist sehr gut, kann man in der Touristeninfo erwerben.
bc angel
bc angel