endlich ist es entschieden, Ende August bis Anfang September bin ich 2 Wochen auf dem Primitivo unterwegs. Jetzt überlege ich, ob es wirklich die Wanderschuhe (für Wanderungen in den Bergen, durchaus auch mal querfeldein oder auf steilen schmalen "Feld"wegen) braucht oder ob Trekkingschuhe für gut ausgebauten Wanderwege und Asphalt oder Schotter schon ausreichen.
Die Bergschuhe sind entsprechend schwerer und auf dem Portuguese habe ich sehr bereit sie mitgenommen zu haben. Meine nächste Frage ist ob ich warme Sachen brauche für Nachts. Am liebsten würde ich lediglich ein Fleece und Stirnband mitnehmen, auf Schlafsack, Warmfläche etc.verzichten im Vertrauen darauf dass die Decken in den Herbergen ausreichen.
Wer kann mir weiter helfen?
Und welche Herberge, welches Gasthaus sollte ich besucht haben? Vegetarische Pilgermenüs lassen mein Herz höher schlagen.
auf meinem Primitivo 2019 war ich sehr froh, feste Wanderstiefel zu haben.
Aber das immer subjektiv: ich traf etliche in leichten Wanderschuhen, zT Sandalen usw...
Ausser dem Abstieg der Hospitales sehe ich keinen Grund warum Bergstiefel auf dem Primitivo einen Vorteil haben sollten. Und selbst den habe ich in meinen sehr leichten Trailrunnern problemlos geschafft. Ansonsten ist man überraschend viel auf Straßen unterwegs und ansonsten auf soliden Wanderwegen. Wenn man jetzt aus welchem Grund auch immer gerne in Stiefeln läuft, kann man machen, aber brauchen tut es das nicht.
Wegen Klamotten: Ich hab immer gern was warmes für Abends dabei. Es wird dann doch auch in der wärmeren Jahreszeit manchmal recht frisch und wenn man noch in geselliger Runde draussen sitzt ist es schon nicht schlecht was wärmeres zu haben. Auch hier gibt es bestimmt andere, berechtigte, Meinungnen.
Meine Packliste von Mai letztes Jahr findest du hier: https://ibb.co/mtLwyMY
JoGro hat geschrieben: ↑9. Aug 2025, 10:01
Jetzt überlege ich, ob es wirklich die Wanderschuhe (für Wanderungen in den Bergen, durchaus auch mal querfeldein oder auf steilen schmalen "Feld"wegen) braucht oder ob Trekkingschuhe für gut ausgebauten Wanderwege und Asphalt oder Schotter schon ausreichen.
Ich war mit diesen Schuhen unterwegs, und die größte Herausforderung war, nicht komplett im Matsch zu versinken. Ansonsten habe ich keinen Moment höhere Schuhe vermisst.
Die Albergue in Colinas de arriba bietet ein leckeres vegetarisches Essen an (das scheint es immer zu geben):
Decken habe ich vor zwei Monaten nicht überall gesehen, da würde ich eher auf den eigenen Schlafsack setzen.
Komplett auf einen Schlafsack verzichten würde ich nicht, außer du gehst immer in Pensionen oder nimmst entsprechend warme Kleidung mit, um komplett ohne Decke zu schlafen, falls du das magst
ich fand knöchelhohe Schuhe auch den Primitivo für angebracht, da sie mir mehr Halt gebracht haben auf einigen Abschnitten.
Und der Matsch kann auch sehr tief sein, wenn vorher mehre Tage geregnet hat.
Decken habe ich in vielen Herbergen gesehen, aber wenn du über einen Wärmflasche nachdenkst, gehe ich davon aus das dir nachts schnell kalt wird, daher Schlafsack mitnehmen. Mir hat im Juni mein Hüttenschlafsack ohne Decke gereicht
Vegetarisches Essen habe ich als alternative auch als Pilgermenue angeboten gesehen.
Buen Camino aus dem Norden
Detlef
„Es kommt niemals ein Pilger nach Hause ohne ein Vorurteil weniger und eine Idee mehr zu haben.“ Thomas Morus (1478 – 1535)
eigentlich is ja schon alles gesagt worden.
Ich war letztes Jahr Ende September unterwegs, in leichten Wanderschuhen. Meiner Meinung nach benötigt man auch keine besonderen Bergwanderstiefel. Ich hatte täglich Regen, meine Wege sahen schlimmer aus als auf Frau Holles Bild. Der Matsch stand teilweise so hoch, da wäre er oben in die Stiefel reingelaufen... am besten laaaaangsam Barfuß durch laufen oder (so hab ichs gemacht) Schuhe aus, Gummitüten über die Füße und dann da laaaaangsam durchwaten. Die anderen hielten das alle für smart, ich kam mir ziemlich bekloppt vor. Man muss das auch echt vorsichtig machen, die Tüten machen das ganze noch glitschiger. Aber die Füße und Schuhe bleiben sauber und trocken.
Eigentlich laufe ich ohne Stöcker, aber für die Matsch-und Pfützenabschnitte hat sich ein gefundener Ast gut gemacht um die Balance zu halten. Ich schleppte ihn seit dem 2. oder 3. Tag mit mir rum bis nach Santiago (wo er aus der Herberge geklaut wurde. Wer klaut bitte einen ollen schiefen Ast?). Ich brauchte ihn tatsächlich nur für diese Abschnitte, ansonsten trug ich ihn in der Hand mit mir herum.
Die Herberge in Colinas de Arriba kann ich auch vollumfänglich empfehlen. Sehr gutes Essen und super Ausgangspunkt für die Hospitales.
Ich selber friere abends immer, was wahrscheinlich der Anstrengung tagsüber geschuldet is. Daher würde ich nich auf nen Schlafsack verzichten. Und nich in allen Herbergen gibs es Decken, bzw es is fraglich ob man diese benutzen möchte. Bedenke auch, dass du da nich auf Meereshöhe unterwegs bist, sondern dezent höher. Da kann es auch mal frischer werden, auch aufgrund der Winde. Aber wie gesagt, ich hatte eh täglich Regen...
Vegetarisches Essen gibt es nich überall zwingend. Ich war in zwei Herbergen wo auch Abendessen angeboten wurde, wo nichts vegetarisches eingeplant war. Dann einfach fragen, sie sind da recht entgegenkommend. Es wird kein Sterne-Gericht sein und meist beschränkte es sich auf Rührei mit Kartoffeln und grünen Salat, aber man wird satt.