1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Im nächsten Jahr jährt sich der Tod von Franziskus von Assisi zum 800. Mal.
1226 wurde die Behandlung seines sehr schmerzhaften Augenleidens in Rieti aufgegeben und Franziskus wurde nach Siena gebracht, in der Hoffnung, dass man ihn dort besser heilen könnte. Leider wurde diese Hoffnung enttäuscht und es war abzusehen, dass Franziskus bald sterben würde.
Wenn heute der Pilgerweg Via Lauretana von Siena über Cortona und Assisi nach Loreto auf der Karte angeschaut wird, dann kann man vermuten, dass das wohl auch der Weg des sterbenskranken Franziskus war; jedenfalls bis Assisi. Hätten seine Begleiter nicht aufgepasst, dann hätte Franziskus' Reise vielleicht schon in Perugia zu Ende sein können und Assisi wäre heute keine Franziskusstadt geworden. In Assisi angekommen wurde Franziskus dort von der Hitze sehr gequält und es wurde ein kühleres Sommerquartier gesucht und nahe Nocera Umbra unweit von Bagnara in den Bergen gefunden. Franziskus lebte dort noch einige Zeit in der Grotta di Sant'Angelo (auch Grotta dell'Oro), bevor aus Assisi Reiter eintrafen, die ihn zum Sterben in seine Heimatstadt zurückbrachten. Auf diesem Rückweg gab es in Satriano dann noch eine bedeutsame Geschichte...
Auf dem Hinweg zur Höhle ist man wahrscheinlich nicht dem weiteren Verlauf der Via Lauretana gefolgt, sondern wohl gleich nördlich des Monte Subasios hinauf in kühlere Höhen.
Diese Route wird mich vielleicht zum 800. Todesjahr von Franziskus noch beschäftigen.
Pace e Bene
FredMario
1226 wurde die Behandlung seines sehr schmerzhaften Augenleidens in Rieti aufgegeben und Franziskus wurde nach Siena gebracht, in der Hoffnung, dass man ihn dort besser heilen könnte. Leider wurde diese Hoffnung enttäuscht und es war abzusehen, dass Franziskus bald sterben würde.
Wenn heute der Pilgerweg Via Lauretana von Siena über Cortona und Assisi nach Loreto auf der Karte angeschaut wird, dann kann man vermuten, dass das wohl auch der Weg des sterbenskranken Franziskus war; jedenfalls bis Assisi. Hätten seine Begleiter nicht aufgepasst, dann hätte Franziskus' Reise vielleicht schon in Perugia zu Ende sein können und Assisi wäre heute keine Franziskusstadt geworden. In Assisi angekommen wurde Franziskus dort von der Hitze sehr gequält und es wurde ein kühleres Sommerquartier gesucht und nahe Nocera Umbra unweit von Bagnara in den Bergen gefunden. Franziskus lebte dort noch einige Zeit in der Grotta di Sant'Angelo (auch Grotta dell'Oro), bevor aus Assisi Reiter eintrafen, die ihn zum Sterben in seine Heimatstadt zurückbrachten. Auf diesem Rückweg gab es in Satriano dann noch eine bedeutsame Geschichte...
Auf dem Hinweg zur Höhle ist man wahrscheinlich nicht dem weiteren Verlauf der Via Lauretana gefolgt, sondern wohl gleich nördlich des Monte Subasios hinauf in kühlere Höhen.
Diese Route wird mich vielleicht zum 800. Todesjahr von Franziskus noch beschäftigen.
Pace e Bene
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:48, insgesamt 1-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Cavalcata di Satriano
Zitat: "The Satriano Cavalcade is an evocative historic re-enactment of Francis’ final journey back to his birthplace as he lay dying.
Franciscan sources tell us that towards the end of the summer in 1226, the citizens of Assisi heard that the Saint was now seriously ill and suffering with continual eye pain, so they sent a solemn delegation of knights on horseback to form a procession and bring him back to Assisi.
During the journey, Francis and the knights stopped at Satriano, a village between Assisi and Nocera Umbra. Hungry, they tried to buy something, but came back empty handed, so Francis spurred them on to try again without shame and to humbly beg in return for “offering the love of God in payment”."
"Die Satriano-Kavalkade (Eine Kavalkade (von italienisch cavalcata = ‚Reiterzug‘, ‚Ritt‘; französisch und englisch cavalcade)[1] bezeichnet einen feierlichen Aufzug von Reitern.) ist eine eindrucksvolle historische Nachstellung von Franziskus' letzter Reise zurück zu seinem Geburtsort, als er im Sterben lag.
Franziskanische Quellen berichten, dass die Bürger von Assisi gegen Ende des Sommers 1226 erfuhren, dass der Heilige schwer erkrankt war und unter ständigen Augenschmerzen litt. Daraufhin schickten sie eine feierliche Delegation von Rittern zu Pferd los, um ihn in einer Prozession nach Assisi zurückzubringen.
Unterwegs machten Franziskus und die Ritter Halt in Satriano, einem Dorf zwischen Assisi und Nocera Umbra. Hungrig versuchten sie, etwas zu kaufen, kamen aber mit leeren Händen zurück. Franziskus spornte sie an, es ohne Scham erneut zu versuchen und demütig zu betteln, um „die Liebe Gottes als Gegenleistung anzubieten“." Übersetzt mit Google Übersetzer
Der Weg des Heiligen führt durch die Ortschaften Armenzano, Pian della Pieve, Villa Postigano, La Romita – Bagni di Nocera Umbra and San Leonardo.
Pace e Bene
FredMario
Zitat: "The Satriano Cavalcade is an evocative historic re-enactment of Francis’ final journey back to his birthplace as he lay dying.
Franciscan sources tell us that towards the end of the summer in 1226, the citizens of Assisi heard that the Saint was now seriously ill and suffering with continual eye pain, so they sent a solemn delegation of knights on horseback to form a procession and bring him back to Assisi.
During the journey, Francis and the knights stopped at Satriano, a village between Assisi and Nocera Umbra. Hungry, they tried to buy something, but came back empty handed, so Francis spurred them on to try again without shame and to humbly beg in return for “offering the love of God in payment”."
"Die Satriano-Kavalkade (Eine Kavalkade (von italienisch cavalcata = ‚Reiterzug‘, ‚Ritt‘; französisch und englisch cavalcade)[1] bezeichnet einen feierlichen Aufzug von Reitern.) ist eine eindrucksvolle historische Nachstellung von Franziskus' letzter Reise zurück zu seinem Geburtsort, als er im Sterben lag.
Franziskanische Quellen berichten, dass die Bürger von Assisi gegen Ende des Sommers 1226 erfuhren, dass der Heilige schwer erkrankt war und unter ständigen Augenschmerzen litt. Daraufhin schickten sie eine feierliche Delegation von Rittern zu Pferd los, um ihn in einer Prozession nach Assisi zurückzubringen.
Unterwegs machten Franziskus und die Ritter Halt in Satriano, einem Dorf zwischen Assisi und Nocera Umbra. Hungrig versuchten sie, etwas zu kaufen, kamen aber mit leeren Händen zurück. Franziskus spornte sie an, es ohne Scham erneut zu versuchen und demütig zu betteln, um „die Liebe Gottes als Gegenleistung anzubieten“." Übersetzt mit Google Übersetzer
Der Weg des Heiligen führt durch die Ortschaften Armenzano, Pian della Pieve, Villa Postigano, La Romita – Bagni di Nocera Umbra and San Leonardo.
Pace e Bene
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:49, insgesamt 1-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
- beliperegrina
- Beiträge: 674
- Registriert: 8. Aug 2019, 14:32
- Wohnort: Raum Bonn
Re: 1226: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Danke, das ist interessant!
LG
LG
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Danke beliperegrina.

Das könnte Francescos letzte Reiseweg Ende September/Anfang Oktober 1226 gewesen sein. Bloss Armenzano passt da irgendwie nicht dazu. Ungefähr 37 km...
Le Fonti Francescane • LEGGENDA PERUGINA (italienisches PDF)
FredMario

Das könnte Francescos letzte Reiseweg Ende September/Anfang Oktober 1226 gewesen sein. Bloss Armenzano passt da irgendwie nicht dazu. Ungefähr 37 km...
Le Fonti Francescane • LEGGENDA PERUGINA (italienisches PDF)
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:50, insgesamt 3-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Nach etwa 21 km Richtung Assisi bzw. 16 km Richtung Grotta di Sant'Angelo:
Refugio San Leonardo alle Montarelle
Das war ein Fehler. Das Refugio San Leonardo alle Montarelle gibt es nicht; ich hatte ich mit dem Refugio San Leonardo al Dolo verwechselt. Sorry...
FredMario
Refugio San Leonardo alle Montarelle
Das war ein Fehler. Das Refugio San Leonardo alle Montarelle gibt es nicht; ich hatte ich mit dem Refugio San Leonardo al Dolo verwechselt. Sorry...
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:50, insgesamt 3-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
B&B Boscovecchio Assisi
Einzelzimmer mit Frühstück 30 ,- €
Doppelzimmer mit Frühstück 50 ,- €
Ziemlich genau in der Mitte des Weges...
FredMario
Einzelzimmer mit Frühstück 30 ,- €
Doppelzimmer mit Frühstück 50 ,- €
Ziemlich genau in der Mitte des Weges...
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
Re: 1226: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Ich erinnere mich zumindest an unsere Zeit in Siena. Letztes Jahr war ich wieder da, sogar auch mit Theo. Dann wünsche ich Dir eine wunderschöne Reise zu diesem denkwürdigen Jubiläum.
Herzliche Grüße
Gabriele
Herzliche Grüße
Gabriele
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Danke Gabriele. Unvergessen unsere Pilgergruppe 2015 aus Berlin von Siena nach Rom. Hattest du toll organisiert. Kann das wirklich schon 10 Jahre her sein? Unvergessen...
Gruß an Theo und die Anderen, falls ihr noch Kontakt habt.
FredMario
Gruß an Theo und die Anderen, falls ihr noch Kontakt habt.
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
1226-2026: Siena - Cortona - Assisi - Grotta di Sant'Angelo
Von Siena nach Cortona führt die via Lauretana in Toscana. Die Fortsetzung wäre dann von Assisi nach Loreto, quasi die umbrische und marche-mäßige (sorry) via Lauretana. Aber zwischen Cortona und Assisi ist keine via Lauretana gekennzeichnet. Beispielsweise ist es in meinen Augen Quatsch, von Cortona erst mal mit der Fähre zur Isola Maggiore zu gondeln und am nächsten Tag wieder zurück, um dann womöglich den schattenlosen Uferweg entlang zu schwitzen.
Warum schreibe ich das? Haha... Ich hab' mich gerade mit ChatGPT darüber unterhalten. Dieser Bot ist echt fantastisch. Konnte ihm sogar was beibringen, zu meinem Lieblingsthema "grazie mille" und sofort wusste er über Garibaldi und Il Gattopardo Bescheid.
FredMario
Warum schreibe ich das? Haha... Ich hab' mich gerade mit ChatGPT darüber unterhalten. Dieser Bot ist echt fantastisch. Konnte ihm sogar was beibringen, zu meinem Lieblingsthema "grazie mille" und sofort wusste er über Garibaldi und Il Gattopardo Bescheid.
FredMario
Zuletzt geändert von FredMario am 30. Jul 2025, 19:50, insgesamt 1-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
1226 - 2026 • Die Sterbereise des Franzikus jährt sich nach 800 Jahren
DIE VORGESCHICHTE

Im Krippenmuseum.
1223 (24.-25. Dezember) Weihnacht in Greccio. In einer Höhle wird mit lebenden Menschen und Tieren die Geburt Christi aufgeführt. (Heute gibt es dort ein großes Krippenmuseum.)

Santuario verna dal basso
NicFer at Italian Wikipedia, GFDL <http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html>, via Wikimedia Commons
Santuario della Verna
1224 (15. VIII. - 29. IX.) Franziskus zieht sich auf den Berg La Verna zurück, um das Michaels-Fasten zu halten.
Nach einem 40tägigen Fasten empfängt er der Legende nach am 14. oder 15. September die Wundmale Christi (Stigmata).

L1049026
MaxBattista, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Eremo della Casella
1224 (Oktober) Franziskus kehrt über Borgo San Sepolcro, Montecasale und Città di Castello zur Portiuncula
zurück. Zuvor jedoch kann er noch einen Abschiedsblick auf sein geliebten Berg Verna zurückwerfen. Eine Tafel am Eremo della Casella erinnert daran.
Inschrift: "Addio, monte di Dio! Addio monte Alvernia! Restati in pace, che più non ci vedremo." | "Goodbye, God's mountain! Goodbye Mount Alvernia! Rest in peace, though we'll not see each other again"
1224 (Dezember) - 1225 (Februar) Auf einem Eselein unternimmt Franziskus eine letzte Predigtreise durch Umbrien und die Marken.
DAS LEIDEN VERSCHLIMMERT SICH
1225 (März bis Mai) Sein Augenleiden verschlimmert sich. Fast ganz erblindet verweilt er in San Damiano. Auf
das Drängen von Bruder Elias unterzieht er sich einer ärztlichen Behandlung, die ohne Erfolg bleibt. Inmitten
größter Schmerzen versichert ihn Gott seines ewigen Heils. Jetzt schreibt er den Sonnengesang.

Santuario di San Damiano
1225 (Juni) Franziskus fügt dem Sonnengesang eine neue Strophe bei und erreicht die Aussöhnung zwischen
dem Bischof und dem Stadtoberhaupt (Podesta) von Assisi. Auf ein Schreiben Kardinal Hugolins hin verlässt er San Damiano und lässt sich ins Rietital bringen.
1225 (Anfang Juli) Kardinal Hugolin und der päpstliche Hof empfangen ihn in Rieti. Dann macht sich der
Heilige nach Fonte Colombo auf, um sich der von Hugolin angeordneten Behandlung zu unterziehen. Sie wird
wegen Abwesenheit von Bruder Elias aufgeschoben.
1225 (Juli-August) Auf Anordnung Kardinal Hugolins brennt ein Arzt in Fonte Colombo Franziskus' Schläfen mit einem glühenden Eisen. Die Operation beibt erfolglos.
1225 (September) Franziskus kommt nach San Fabiano, in der Nähe von Rieti, wo ein anderer Arzt ihn heilen
will, indem er ihm die Ohren durchsticht.
DER ERSTE TEIL DER STERBEREISE DES FRANZISKUS
1226 (April) Aufenthalt in Siena für weitere ärztliche Behandlung. Die jedoch gleichfalls erfolglos verlief. Franziskus verfasst eine Art Vor-Testament, wird aber zunehmend schwächer und macht sich auf den Weg zurück nach Assisi zur Portiuncula-Kapelle um dort zu sterben.
1226 (Mai oder Juni) Aufenthalt in der Einsiedelei Le Celle bei Cortona, wo er sein Haupt-Testament verfasst. Nachdem ihm die Führung des Ordens ja 'abgenommen' wurde, sieht er darin wohl eine Möglichkeit, die Zukunft seines Ordens zu regeln. (Vergeblich.) Dann Rückkehr zur Portiuncula.

Die Zellen Cortona Gesamtansicht MeineBilder, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Eremo Le Celle bei Cortona
1226 (Juli bis August) Im heißen Sommer weilt Franziskus in Bagnara, einem Gebirgsdorf bei Nocera. In der Nähe meditiert und leidet er in einer Höhle, der Grotta di Sant'Angelo oder Grotta dell'Oro.
DER ZWEITE TEIL DER STERBEREISE DES FRANZISKUS
1226 (Ende August oder Anfang September) Da sein Zustand sich ständig verschlechtert, führt man
Franziskus, über Satriano nach Assisi zurück und beherbergt ihn im Bischofspalast. Der Bischof ist zu dieser Zeit auf einer Pilgerreise nach Monte Sant'Angelo in Apulien. Die Rückführung Franziskus' wird jährlich am ersten Septemberwochenende mit einer Art Pferde-Prozession, der Cavalcada di Satriano, feierlich wiederholt.

Vista di satriano cz
giosito calabretta, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Satriano der Ort zwischen Bagnara/Grotta di Sant'Angelo und Assisi
DER TOD DES FRANZISKUS
1226 (September) Er fühlt sein herankommendes Ende und bittet darum, man möge ihn zur Portiuncula bringen.

Santa Maria degli Angeli (Porcjunkula)
Ludmiła Pilecka, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Portiuncula ist der volkstümliche Name der Kapelle Santa Maria degli Angeli drei Kilometer unterhalb von Assisi. Um die Kapelle herum wurde später eine Basilica gleichen Namens erbaut.
1226 (Samstag, 3. Oktober) Franziskus stirbt abends in der Portiuncula. Er soll nackt auf dem Steinboden gelegen haben. In den kirchlichen Darstellungen trägt er beim Sterben stets sein Ordensgewand und liegt auf einer Art Tisch.
1226 Am Sonntag, dem 4. Oktober setzt man seinen Leichnam zunächst in der Kirche San Giorgio in Assisi bei.
FredMario
Formuliert mit Hilfe von Theophile Desbonnets | ASSISI - Auf den Spuren des heiligen Franziskus | Edizioni Porziuncola | ISBN 88-270-0107-7

Im Krippenmuseum.
1223 (24.-25. Dezember) Weihnacht in Greccio. In einer Höhle wird mit lebenden Menschen und Tieren die Geburt Christi aufgeführt. (Heute gibt es dort ein großes Krippenmuseum.)
Santuario verna dal basso
NicFer at Italian Wikipedia, GFDL <http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html>, via Wikimedia Commons
Santuario della Verna
1224 (15. VIII. - 29. IX.) Franziskus zieht sich auf den Berg La Verna zurück, um das Michaels-Fasten zu halten.
Nach einem 40tägigen Fasten empfängt er der Legende nach am 14. oder 15. September die Wundmale Christi (Stigmata).
L1049026
MaxBattista, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Eremo della Casella
1224 (Oktober) Franziskus kehrt über Borgo San Sepolcro, Montecasale und Città di Castello zur Portiuncula
zurück. Zuvor jedoch kann er noch einen Abschiedsblick auf sein geliebten Berg Verna zurückwerfen. Eine Tafel am Eremo della Casella erinnert daran.
Inschrift: "Addio, monte di Dio! Addio monte Alvernia! Restati in pace, che più non ci vedremo." | "Goodbye, God's mountain! Goodbye Mount Alvernia! Rest in peace, though we'll not see each other again"
1224 (Dezember) - 1225 (Februar) Auf einem Eselein unternimmt Franziskus eine letzte Predigtreise durch Umbrien und die Marken.
DAS LEIDEN VERSCHLIMMERT SICH
1225 (März bis Mai) Sein Augenleiden verschlimmert sich. Fast ganz erblindet verweilt er in San Damiano. Auf
das Drängen von Bruder Elias unterzieht er sich einer ärztlichen Behandlung, die ohne Erfolg bleibt. Inmitten
größter Schmerzen versichert ihn Gott seines ewigen Heils. Jetzt schreibt er den Sonnengesang.

Santuario di San Damiano
1225 (Juni) Franziskus fügt dem Sonnengesang eine neue Strophe bei und erreicht die Aussöhnung zwischen
dem Bischof und dem Stadtoberhaupt (Podesta) von Assisi. Auf ein Schreiben Kardinal Hugolins hin verlässt er San Damiano und lässt sich ins Rietital bringen.
1225 (Anfang Juli) Kardinal Hugolin und der päpstliche Hof empfangen ihn in Rieti. Dann macht sich der
Heilige nach Fonte Colombo auf, um sich der von Hugolin angeordneten Behandlung zu unterziehen. Sie wird
wegen Abwesenheit von Bruder Elias aufgeschoben.
1225 (Juli-August) Auf Anordnung Kardinal Hugolins brennt ein Arzt in Fonte Colombo Franziskus' Schläfen mit einem glühenden Eisen. Die Operation beibt erfolglos.
1225 (September) Franziskus kommt nach San Fabiano, in der Nähe von Rieti, wo ein anderer Arzt ihn heilen
will, indem er ihm die Ohren durchsticht.
DER ERSTE TEIL DER STERBEREISE DES FRANZISKUS
1226 (April) Aufenthalt in Siena für weitere ärztliche Behandlung. Die jedoch gleichfalls erfolglos verlief. Franziskus verfasst eine Art Vor-Testament, wird aber zunehmend schwächer und macht sich auf den Weg zurück nach Assisi zur Portiuncula-Kapelle um dort zu sterben.
1226 (Mai oder Juni) Aufenthalt in der Einsiedelei Le Celle bei Cortona, wo er sein Haupt-Testament verfasst. Nachdem ihm die Führung des Ordens ja 'abgenommen' wurde, sieht er darin wohl eine Möglichkeit, die Zukunft seines Ordens zu regeln. (Vergeblich.) Dann Rückkehr zur Portiuncula.
Die Zellen Cortona Gesamtansicht MeineBilder, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Eremo Le Celle bei Cortona
1226 (Juli bis August) Im heißen Sommer weilt Franziskus in Bagnara, einem Gebirgsdorf bei Nocera. In der Nähe meditiert und leidet er in einer Höhle, der Grotta di Sant'Angelo oder Grotta dell'Oro.
DER ZWEITE TEIL DER STERBEREISE DES FRANZISKUS
1226 (Ende August oder Anfang September) Da sein Zustand sich ständig verschlechtert, führt man
Franziskus, über Satriano nach Assisi zurück und beherbergt ihn im Bischofspalast. Der Bischof ist zu dieser Zeit auf einer Pilgerreise nach Monte Sant'Angelo in Apulien. Die Rückführung Franziskus' wird jährlich am ersten Septemberwochenende mit einer Art Pferde-Prozession, der Cavalcada di Satriano, feierlich wiederholt.
Vista di satriano cz
giosito calabretta, CC BY-SA 4.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0>, via Wikimedia Commons
Satriano der Ort zwischen Bagnara/Grotta di Sant'Angelo und Assisi
DER TOD DES FRANZISKUS
1226 (September) Er fühlt sein herankommendes Ende und bittet darum, man möge ihn zur Portiuncula bringen.
Santa Maria degli Angeli (Porcjunkula)
Ludmiła Pilecka, CC BY 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by/3.0>, via Wikimedia Commons
Portiuncula ist der volkstümliche Name der Kapelle Santa Maria degli Angeli drei Kilometer unterhalb von Assisi. Um die Kapelle herum wurde später eine Basilica gleichen Namens erbaut.
1226 (Samstag, 3. Oktober) Franziskus stirbt abends in der Portiuncula. Er soll nackt auf dem Steinboden gelegen haben. In den kirchlichen Darstellungen trägt er beim Sterben stets sein Ordensgewand und liegt auf einer Art Tisch.
1226 Am Sonntag, dem 4. Oktober setzt man seinen Leichnam zunächst in der Kirche San Giorgio in Assisi bei.
FredMario
Formuliert mit Hilfe von Theophile Desbonnets | ASSISI - Auf den Spuren des heiligen Franziskus | Edizioni Porziuncola | ISBN 88-270-0107-7
Zuletzt geändert von FredMario am 31. Jul 2025, 23:48, insgesamt 18-mal geändert.
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
Re: 1226 - 2026 • Die Sterbereise des Franzikus jährt sich nach 800 Jahren
Re: 1226 - 2026 • Die Sterbereise des Franzikus jährt sich nach 800 Jahren
Incredibile.
Wie hast du dieses Foto nur gefunden? Ganz herzlichen Dank!
Diese italienischen Facebook-Seiten zum Eremo della Casella sind auch sonst sehr inspirierend - unglaubliche Sternenhimmel alleine. Dann gibt es das Schild dort auch noch komplett, mit der englischen Übersetzung darunter, die ich ins Deutsche übersetzen ließ:
Lebe wohl, Berg Alvernia!
Es heißt, dass der heilige Franziskus, nachdem er die Stigmata empfangen hatte, La Verna verließ, um am 30. September 1224 nach Assisi zurückzukehren. Sein Weg führte durch den Monte Foresto und erreichte den Gipfel des Berges La Casella. Von diesem Gipfel wandte sich der heilige Franziskus nach La Verna und sagte: „Lebe wohl, Berg Gottes! Lebe wohl, Berg Alvernia! Ruhe in Frieden, auch wenn wir uns nie wiedersehen werden.“ Die erste historische Erwähnung dieser Einsiedelei stammt vom 30. September 1228, dem Jahrestag der Abreise des Heiligen aus La Verna. Die Bevölkerung der umliegenden Gemeinden betrachtete La Casella seit jeher als ein wahres Franziskanerheiligtum, obwohl der Ort von jedem Dorf aus mehr als eine Stunde Fußmarsch entfernt ist. Das jährliche Ereignis, bei dem sich die Einheimischen auf der großen Wiese der Einsiedelei treffen, ist der Festtag der Heiligen Peter und Paul.

Panorama während des Aufstiegs von Chiusi della Verna zum Eremo della Casella. So etwa müsste am 30. September 1224 für Franziskus der letzte Blick zurück zum Monte Penna (links) bzw. 'Alvernia' ausgesehen haben... (Natürlich ohne die heutige Zersiedelung und von noch etwas weiter oben auf dem Monte Casella. Aber dort versperrt heutzutage die Bewaldung den Durchblick.)

Distanz: 7,4 km | Anstieg: 482 m | Abstieg: 342 m
FredMario
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA
Re: 1226 - 2026 • Die Sterbereise des Franzikus jährt sich nach 800 Jahren
Ganz einfach ... gegoogelt.
Ich habe "Franziskus" und den ersten Satz seines Auspruches in die Suche eingegeben und mir Bilder anzeigen lassen.
Daraufhin kam das Facebook-Bild zum Vorschein.
Re: 1226 - 2026 • Die Sterbereise des Franzikus jährt sich nach 800 Jahren
Gute Idee...
FredMario
„Unterwegs ist ein Weg kein Weg mehr, ist die Luft keine Luft mehr, ein Zuhause kein Zuhause mehr. Allein der Fluss weiß, wohin er fließt.“ MISSING LISA