17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Allgemeine Diskussionen zur Pilgerei und ihrer Geschichte
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Pilgerbär
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Pilgerbär »

Ich bin durchaus dafür bekannt, dass ich so ziemlich jeden Fettnapf mitnehme der in unmittelbarer zu mir steht...So auch das Ding mit den Koreanern...was soll ich sagen? Wir haben herzlich gelacht und zu meinem Vorteil war der junge Mann, zum Leidwesen seiner Frau, großer Fan vom deutschen Fussball.

Diese beiden tollen Menschen durfte ich 2019 kennen lernen, ich hatte nicht den Eindruck das sie mir böse waren...
Ultreya, euer Pilgerbär
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Icecube84
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Icecube84 »

Matten hat geschrieben: 26. Apr 2022, 08:57
[...]

Ich glaube die meisten Amis interessieren sich nur für das was in ihrer näheren Umgebung passiert.
Ich glaube auch.
Buen Camino,
Jani

2015 -> Camino francés / 2017 -> Pilgerweg McPomm / 2019 -> Camino portugués
2021 -> Jakobusweg Lüneburger Heide
cuervo
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von cuervo »

Mir fällt auch noch eine Nummer 18 ein:

In Spanien in einer Bar lauthals mit den Worten „ Una cola, por favor“ eine Coke bestellen. :D
Matten
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Matten »

cuervo hat geschrieben: 26. Apr 2022, 09:48 Mir fällt auch noch eine Nummer 18 ein:

In Spanien in einer Bar lauthals mit den Worten „ Una cola, por favor“ eine Coke bestellen. :D
Insbesondere weibliche Personen sollten das nicht tun!
Grund: cola steht in Spanien umgangssprachlich für das primäre männliche Geschlechtsteil.

Meine Spanischlehrerin hat uns erklärt, das Kellner manchmal mit „grande o pequeño?“ antworten.
Niemand weiß was in ihm steckt, bevor er nicht versucht hat es herauszuholen.
Ernest Hemingway
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CyrusField
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von CyrusField »

Icecube84 hat geschrieben: 26. Apr 2022, 08:41
moviable hat geschrieben: 25. Apr 2022, 23:14 Ich wurde früher auch oft im Ausland gefragt, ob ich aus Ost- oder Westberlin komme. In den USA wurde ich sogar mal gefragt, ob ich mit dem Flugzeug oder Bus angereist bin.
Oh man, die Amis.
Nicht nur die...
Zugegeben, ist schon länger her - ich wurde Mitte der 1990er in England von einer älteren, Upper-Class-English sprechenden, Dame auch gefragt, ob wir in Deutschland denn nach dem Krieg schon wieder Strom hätten :)

Ist vielleicht generell so ein Strom-Ding mit uns Deutschen? :lol:
Harrison Ford hat den verlorenen Schatz gejagt,
Michael Douglas den grünen Diamanten und das Juwel vom Nil,
Wallace und Gromit das Riesenkaninchen.
...und ich jage die gelbe Muschel. :geek:
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Pooh_der_baer
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Pooh_der_baer »

....1976 war ich in USA kein Deutscher, da ich keine Lederhose und Seppelhut trug.
Wer sich nicht erinnert, den bestraft die Zukunft.
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Simsim
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Simsim »

cola steht in Spanien umgangssprachlich für das primäre männliche Geschlechtsteil.
Nicht nur, aber auch 🙃, ich wusste das nämlich, war aber ganz erstaunt das zum Beispiel auch das Schlange stehen als "cola", also "Schwanz" bezeichnet wird. Ansonsten ebenso, wie im deutschen, auch der Pferdeschwanz u.ä.
Andream
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Andream »

Pooh_der_baer hat geschrieben: 21. Apr 2022, 08:59 zu dem punkt 11
der Hinweis ist m.E. als Informationsfüller zu verstehen

Erst mal zu klären ist: Was ist ein wenig frequentierten Nebenweg
Mein Beispiel:
Nebenroute Calzada Romana
Herberge in Calzadilla de los Hermanillos
2010 kam mir überhaupt nicht die Idee irgend eine Herberge in Spanien über mein Kommen zu informieren
in dieser Herberge war ich im Aug. bis 17.00 Uhr alleine, am Ende haben 3 Personen genächtigt
2014 war die gleiche Herberge i Juni um 14.30 komplett belegt

Wenn man Jakobswege in D geht, geht es einfach nicht ohne Voranmeldung. Ich bin überhaupt ljein Freund von langen Planungen, aber man muss eben einen guten Mittelweg finden.
Leben und leben lassen.
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Gertrudis
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Gertrudis »

Andream hat geschrieben: 11. Mai 2022, 13:14


Wenn man Jakobswege in D geht, geht es einfach nicht ohne Voranmeldung. Ich bin überhaupt ljein Freund von langen Planungen, aber man muss eben einen guten Mittelweg finden.
Naja...
Am Münchner Jakobsweg erlebe ich 2 Sorten von Pilgern.
Die einen gehen weitgehend spontan, d.h. die planen ihre Etappen von einem Tag auf den nächsten und rufen am Vorabend bei den Unterkünften an.
(Die finden eigentlich immer irgendwie etwas. )

Die anderen rufen Wochen, gar Monate vorher an und wollen absolute Sicherheit. Diese kommen meistens mit dem Argument, es sei furchtbar schwierig, etwas zu bekommen, und alles sei schon belegt...
(Dass viele Anbieter von Unterkünften ihr Zimmer nicht für irgendwann für nur 1 Nacht reservieren wollen und lieber warten, ob sich nicht noch Urlauber für 1 Woche anmelden, daran sollte man vielleicht auch denken...)

Ich kann hier, wie gesagt, nur für den Münchner Jakobsweg sprechen. Meine Herberge ist den "Spontanpilgern" vorbehalten. Denen, die zumindest schon auf dem Weg sind...

Gertrudis
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Simsim
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Simsim »

Jaja, das waren noch Zeiten....als es überhaupt noch keine Handys, geschweige denn Internet gab und wir wochenlang mit Rucksack unterwegs waren. Als einzige Sicherheit die Lebensfreude und das Vertrauen im Gepäck und als Zusatzversicherung ein Stück Abenteuerlust.

Also vielleicht sollte man ( auch als Pilger) niemals alles glauben, was einem als absolut notwendig verkauft wird 😉
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Harinjo
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Harinjo »

Simsim hat geschrieben: 11. Mai 2022, 14:32 Als einzige Sicherheit die Lebensfreude und das Vertrauen im Gepäck und als Zusatzversicherung ein Stück Abenteuerlust.
Besser kann man's wohl nicht sagen. Das ist für mich Pilgern - Gottvertrauen und ein klein wenig Abenteuer. Einfach in der Früh unbeschwert aufstehen und schauen was der Tag bringt. Über mein Bett am Abend mach ich mir da noch gar keine Gedanken. Das findet sich schon. Hab ja keine Ahnung wo mich die Füße hin tragen....

Selbst zuletzt (Heuer März/April) in Frankreich auf 300 km der Voie de Vezelay. Im Ort gesucht, wo ist die Herberge, wo ist der Schlüssel (Cafe, Tourist Info, Schwimmbad, China-Laden, Gemeinde....). Und die Herbergen waren echt Klasse: Ein Bett und warmes Wasser.
In Spanien 300 km am CF sowieso kein Thema: Da findet sich in jedem kleinsten Dorf eine Albergue und ein Bett.
Camino Frances 2013, Leonhardsweg 2013, Camino Frances 2014, Camino Portugues 2015, Johannesweg 2015, Camino Frances 2017, Via di Francesco 2018, Josefweg 2019, Camino Portugues 2019
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KlausF
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von KlausF »

So war es 2010 auf meinem CF auch. Ausser der Zuganreise keine Reservierung, keine Planung, kein Smartphone. Und das war die schönste (wenn auch anstrengendste) Zeit meines Lebens. Ich bin gespannt, wie es im Juni/Juli auf dem Portugues wird.
Andream
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Andream »

Gertrudis hat geschrieben: 11. Mai 2022, 14:21
Andream hat geschrieben: 11. Mai 2022, 13:14


Wenn man Jakobswege in D geht, geht es einfach nicht ohne Voranmeldung. Ich bin überhaupt ljein Freund von langen Planungen, aber man muss eben einen guten Mittelweg finden.
Naja...
Am Münchner Jakobsweg erlebe ich 2 Sorten von Pilgern.
Die einen gehen weitgehend spontan, d.h. die planen ihre Etappen von einem Tag auf den nächsten und rufen am Vorabend bei den Unterkünften an.
(Die finden eigentlich immer irgendwie etwas. )

Die anderen rufen Wochen, gar Monate vorher an und wollen absolute Sicherheit. Diese kommen meistens mit dem Argument, es sei furchtbar schwierig, etwas zu bekommen, und alles sei schon belegt...
(Dass viele Anbieter von Unterkünften ihr Zimmer nicht für irgendwann für nur 1 Nacht reservieren wollen und lieber warten, ob sich nicht noch Urlauber für 1 Woche anmelden, daran sollte man vielleicht auch denken...)

Ich kann hier, wie gesagt, nur für den Münchner Jakobsweg sprechen. Meine Herberge ist den "Spontanpilgern" vorbehalten. Denen, die zumindest schon auf dem Weg sind...

Gertrudis
Da hab ich mich sehr ungenau ausgedrückt. Ich würde nicht Wochen vorher buchen. Ich habe in Deutschland meist einen Tag vorher angerufen. Kürzlich auf der Via Baltica hat sich darüber jedoch eine Herbergsdame bei mir beschwert, dass das viel zu knapp wäre. Langfristiger kann und will ich es aber nicht, auch auf die Gefahr hin, dort dann keinen Platz zu bekommen.
Ich wollte ausdrücken, dass man meiner Erfahrung nach nicht einfach vor der Tür stehen kann, alleine schon, weil man tagsüber natürlich oft niemanden erreicht.
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Raimund Joos
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von Raimund Joos »

Na ja - etwas schulmeisterlich ... zumindest bei den Regeln 2, 6, 11, 14, 15, 16, 17 würde ich meine dass man das nicht so pauschal behaupten kann ... das kann man auch etwas differnenzierter sehen.

BC

Raimund
camina1959
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Re: 17 Dinge, die ein Pilger niemals tun sollte

Beitrag von camina1959 »

Wieder habe ich am Camino was Wichtiges gelernt:
Typisch Franzosen, dachte ich mir, als mit mir in Hendaye drei ausstiegen. Schauen einen nicht an, grüßen nicht zurück, gucken missmutig, können weder Spanisch noch Englisch.
Sie entpuppten sich mit der Zeit als achtsame, freundliche und angenehme Pilger, und wenn auch der verbale Austausch etwas eingeschränkt war, freuten wir uns doch, uns immer wieder mal über den Weg zu laufen.
Ja, ja, diese Vorurteile. Die sollte man am besten zu Hause lassen, bzw. überhaupt auf alle Ewigkeit einstampfen.
Wunderschön war es, diese leider viel zu kurzen 15 Wandertage am Camino del Norte.
Liebe Grüße Eva
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