::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo : Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Auf den Spuren des Franz von Assisi und auf anderen Wegen in die ewige Stadt
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 3. Jan 2021, 18:15

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Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 3. Jan 2021, 20:59

Roccasecca liegt ja auf dem Benediktweg. Dann müssten das doch einige hier im Forum kennen? Wohl die vorletzte Station vor Cassino etwa?

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 4. Jan 2021, 12:50

Der Benediktweg...

Also langweilig wird mir bei diesem Plan wirklich nicht. Der Benediktweg führt also von Casamari in zwei Etappen nach Roccasecca: 34 km; 1.240 m hoch; 1.280 m runter; im Plan in Magenta und in umgekehrter Richtung; meine Planung, eine Kombination von Zug (blau) und Wanderung (rot).

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Vielleicht könnte ich die Übernachtung in Rom durch einen Nachtzug ersetzen um einen Tag einzusparen...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 4. Jan 2021, 15:59

Arpino

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Auf dem Weg nach Arpino...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 5. Jan 2021, 12:17

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 7. Jan 2021, 09:53

Joachim von Fiore und der Zisterzienserorden

»Die vielleicht wichtigste Symbolebene ist das Kloster. Joachim war ein Zisterzienser, und es ist deutlich, dass er sich von den Ideen des Reformordens leiten ließ. Wie die Verfassungsdokumente der Zisterzienser, so kann man auch seine Verfassung [des Florenseordens] als eine Konkretisierung der Benediktregel lesen. Im Text finden sich nicht weniger als fünfzig Verweise auf den Text der Benediktregel, oft wörtliche Zitate. Und doch ist Joachims Verfassung wesentlich mehr. Im Grunde inkorporiert sie alle Bewegungen innerhalb der westlichen Kirche, die Joachim als relevant ansah, denn Joachim beobachtete, wie sich der Klerus spiritualisierte. Die Gregorianische Reformbewegung wollte ja nicht nur eine klerikale Kirche errichten; inspiriert von Cluny wollte sie auch den Klerus spiritualisieren und glaubwürdiger machen. Der Klerus sollte monastisch werden, diesen gregorianischen Gedanken hat Joachim bis zur letzten Konsequenz durchgedacht.«
Quelle: Die Welt als Kloster. Joachim von Fiore und sein Verfassungsentwurf für die zukünftige Menschheit von Matthias Riedl. Sonderdruck aus RELIGION UND POLITIK, Band 13, Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie

Cîteaux, das Mutterkloster aller Zisterzienser, liegt ein klein wenig abseits des Jakobsweges durch Burgund. Am 8.April 2008 hab' ich auf dem Weg nach Santiago de Compostela dorthin einen Schlenker gemacht.

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Frère Olivier Quenardel, Abt von Cîteaux

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 8. Jan 2021, 01:19

Highlights der einzelnen Abschnitte

Meine Reise wurde thematisch in zehn Abschnitte geteilt, durch die blauen Zeilen auf der Index-Seite sind sie markiert. Beispielweise der dritte Abschnitt:

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Wird der blaue Rahmen angeklickt, öffnet sich die Übersichtsseite des zugehörigen Abschnitts:

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Die Inhalte dauern allerdings noch ein wenig...

:-)

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Re: ::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo : Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 8. Jan 2021, 17:35

Die Sizilianische Vesper 1282

Im 13. Jahrhundert prallten in Mittel- und Süditalien mit der Insel Sizilien die Machtinteressen der Staufer, der Päpste, des Hauses Anjou und des Hauses Aragón aufeinander und haben so auch Leben und Denken von Menschen wie Franziskus, Peter von Morrone, Friedrich II., Joachim von Fiore u. Thomas von Aquin sicher beeinflusst. Genaugenommen spielten am Anfang des Jahrhunderts auch noch die Normannen eine Rolle. Constanze, die Mutter von Friedrich II., war eine normannische Prinzessin...

»Als Sizilianische Vesper bezeichnet man die am 30. März 1282 (Ostermontag zum Zeitpunkt der Vesper) zunächst in Palermo auf Sizilien ausgebrochene und von einer Serie von Massakern an Franzosen begleitete Erhebung der sizilianischen Bevölkerung gegen die französische Herrschaft unter Karl I., die sich schnell über die ganze Insel ausbreitete und zur Vertreibung des Hauses Anjou aus Sizilien führte. [...]
Zum Ausbruch kam dieser Aufstand aber eher spontan und wohl auch verfrüht. Eine große Bevölkerungsmenge hatte sich [in Palermo] zur Zeit der Vesper auf dem Platz vor der Kirche versammelt, um am Gottesdienst teilzunehmen, als eine Gruppe Franzosen sich unter die Menge mischte. Ein Sergeant begann damit, eine Frau mit seinen Zudringlichkeiten zu belästigen, bis der Ehemann über ihn herfiel und ihn erdolchte. Die anderen Franzosen, die hinzustürzten, sahen sich von einer wütenden und bewaffneten Menge umringt. Nicht einer überlebte – über 8.000 Franzosen wurden an diesem Tage getötet.«
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sizilianische_Vesper


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P.S. Les vêpres siciliennes (italienisch: I vespri siciliani, deutsch: Die sizilianische Vesper) ist eine Oper von Giuseppe Verdi. Sie wurde 1855 in französischer Sprache am Théatre Impérial de L’Opéra im Rahmen der Pariser Weltausstellung uraufgeführt.
Verdi I VESPRI SICILIANI Studer, Zancanaro, Merrit, Furlanetto, Riccardo Muti 1989 YouTube-Link 3:30:25
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jan 2021, 00:33

Inzwischen haben sich einige grundlegende Änderungen meiner Tour ergeben. Zum einen, weil ich das letzte Schlachtfeld von 1268 zwischen dem Bourbonenkönig Karl von Anjou aus Napoli und dem 16-jährigen Konradin, dem letzten Staufer, in Süditalien kurz besuchen möchte; dafür hab' ich L'Aquila ’geopfert’...

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Die Schlacht bei Tagliacozzo

Zum anderen weil ich gerade einige noch fragliche Buchungen bearbeite, was auch wieder zur Änderungen der Route führen kann. Momentan warte ich auf die Zusagen der beiden Inseln im Lago Trasimeno.

Wenn man die brutalen Hinrichtungen noch auf dem Schlachtfeld durch den Franzosen Karl von Anjou, sowie die Hinrichtung des 16-Jährigen Konradins nach einem Schauprozess in Napoli betrachtet, relativiert sich das Mitleid mit den 8.000 Mordopfern der Sizilianischen Vesper von 1282...

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Re: ::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo : Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 16. Jan 2021, 12:40

So, die Schlacht um den Lago Trasimeno ist friedlich beendet. Es wird keine Übernachtungen auf den beiden Inseln geben, aber einen Tagesausflug auf die Isola Maggiore. Vereinfacht gesagt wird dann am Nordufer und am Südufer geschlafen. Dafür ist Cortona wieder im Programm. Ein wirklich außergewöhnlicher Ort, nicht nur wegen der Nachbarschaft zum Eremo "Le Celle"...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 20. Jan 2021, 10:31

Uff, gut das dieses StreetView-Foto vom März 2010 stammt. Wahrscheinlich eine Folge des großen Erdbebens von 2009; 2018 war da keine Barrikade mehr, als wir mit einem ortskundigen Guide hochgestiegen sind...

https://goo.gl/maps/rSuHCJeesJugJRvr6
Quelle: Google Maps

Hab' meine Unterkunft in Sulmona geändert und eine andere Route auf den Monte Morrone gewählt, damit ich den Eremo di Sant’Onofrio al Morrone noch mal besuchen kann. Ohne Guide wenigstens die Ursprungs-Höhle darunter...

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https://sutterer.eu/2018/mezzogiorno/days/2018.09.04.html

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https://sutterer.eu/2021/grotte_ed_eremiti/stages/40_sulmona→eremo_di_san_pietro.html

Mario
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Re: ::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo : Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 20. Jan 2021, 18:45

Bin grad am Optimieren von Unterkünften in Molise. Das ist der ärmste und wohl auch unbekannteste Teil des Mezzogiornos, eingequetscht zwischen den Abruzzen im Norden und Apulien im Süden. Angeblich soll es hier die letzte Schlacht zwischen den Römern und den Karthagern gegeben haben. Und sonst? Straßen wie eingefrorene Meeresbrandung. So ist es mir jedenfalls 2018 auf den Nebenstraßen im Panda erschienen.

Molise 2016. Da war gerade Wahlkampf in den damals noch Vereinigten Staaten. Passt zum heutigen Datum, dem 20. Januar 2021. Und in Ripalimosani hatte ich ein wirklich sehr geräumiges Zimmer in einem ziemlich alten Palazzo. Die Vermieterin hatte einen etwas angejahrten deutsch sprechenden Freund und hat mir den zum Abendessen im Städtle ans Herz gelegt. Ein Trumpist hoch zwei. Keine Einzelheiten, außer dass er als Italiener einen Löffel zu seinen Spaghetti bestellt hatte. Auch kein 'Ich hab's ja gleich gesagt'. Nur Erleichterung. Nach der Rückkehr ließ ich auf ihre Frage nur die Augen rollen. Darauf sie: "Ach, ihr habt über Politik gesprochen!"

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In diesen fünf Jahren hat sich einiges getan, nicht nur politisch. Sicher geglaubte Unterkünfte gibt es nicht mehr. Das ist leider ein Handicap des Erzengel-Michael-Weges nach Monte Sant'Angelo. Immerhin kann man über SMS etwas Kontakt aufnehmen; mehrfach sind Links auf Websites oder E-Mail-Adressen nicht mehr existierend. Aber es gibt auch das Gegenteil. Unglaublich. Als ich in Ateleta mit Hotels.com ein alternatives Quartier suchte, wurde mir als sehr preisgünstiges Hostel der Eremo Celestiniano Madonna dell'Altare angezeigt. Da wollte ich mit dem Zelt schlafen und hab' die Fotos der verschlossenen Eingangstür stets bedauernd betrachtet; ein wichtiger Ort für Pietro da Morrone. Vor lauter Aufregung hab' ich mich bei der Buchung um einen Monat vertan; bei 75 Tagen kann das bei einem 70-Jährigen halt anscheinend passieren. Der Clou: gerade bei dieser Buchung gibt es kein Geld zurück. Mal schauen, ob es celestinianische Gnade geben wird...

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Quelle: https://www.discoverabruzzo.it/listings/eremo-celestiniano-della-madonna-dellaltare/

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