Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Allgemeine Diskussionen zur Pilgerei und ihrer Geschichte
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Andrea Ilchmann
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Andrea Ilchmann » 24. Sep 2019, 14:38

GretaBo hat geschrieben:
24. Sep 2019, 11:32
ilfuchur hat geschrieben:
24. Sep 2019, 10:34
Entschuldigung, ich möchte das Thema ganz bestimmt nicht ins Lächerliche ziehen.
Damit wäre alles gesagt.
Ähm, äh, ... was alles?

Martina, da triffst du genau einen Punkt, den ich von Anfang an für sehr gefährlich hielt: Wenn eine Sache auf eine einzelne Person fokussiert wird, kann schon ein falscher Satz (sie ist 16 Jahre alt, noch nicht mit allen politischen Wassern gewaschen und wird es hoffentlich auch nie sein) genügen, um den Einsatz Tausender ...

Ich denke, es geht hier nicht darum, dass jemandem ein schlechtes Gewissen gemacht werden soll (ich hab mir meins selbst gemacht, aber es zieht mich nicht runter, sondern wirkt sehr belebend :mrgreen: ) oder er sich dafür rechtfertigen soll, dass er mit dem Flugzeug nach Spanien fliegt. Das wäre eine ganz schlechte Basis für eine konstruktive Diskussion. Verteidigung ist ein Abwehrmodus und erinnert mich an das Gefühl, das ich als Kind hatte, wenn ich meine Tanten küssen sollte; umgekehrt würde ich nicht wollen, dass meine Nichten und Neffen mich küssen, weil sie es müssen (also so von außen, wenn sie von innen denken, dass das so sein muss, dann genieße ich das total! :D ).

:arrow: :arrow: :arrow:
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Bertram
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Bertram » 24. Sep 2019, 17:05

Zu unseren Pilgerwegen kommt man doch gut auch ohne Flugzeug. Ich bin überzeugt, dass das langsamere Anreisen eh nicht nur ein gutes Gewissen, sonderen auch das bessere Ankommen bewirkt, auf einem Weg, den man sogar zu Fuß gehen will. "Nur wo ich zu Fuß war, war ich wirklich" - nur wo ich nicht hin geflogen bin - bin ich wirklich an gekommen. ;)
Auf unserer diesjährigen Wanderung (AAT - Alpe Adria Trail) waren wir mit Bahn und Bus unterwegs. Wir haben einfach einen Tag Pause eingelegt - vom Norden kommend - das war auch schön!
Vor 35 Jahren haben wir für die Hausgeburt unserer Tochter Plastiktüten zusammengeklebt, damit wir keine neue Plastikdecke verwenden müssen. So war das - und ich hoffe seeehhhr, dass sich nun doch mehr in Richtung Umweltschutz, äh Klimaschutz tut - bei ALLEN.

Gruß Bertram
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Jaron
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Jaron » 24. Sep 2019, 19:13

Bertram hat geschrieben:
24. Sep 2019, 17:05
Vor 35 Jahren haben wir für die Hausgeburt unserer Tochter..
Ich kenne jetzt Dein Alter nicht, aber ich vermute einmal, daß Du nicht mehr ganz so jung bist ;)
Für jemanden, der im Arbeitsleben steht und nicht beliebig lange Urlaub nehmen kann, sind 2-3 Tage für An- und Abreise schon recht viel und nicht immer einkalkulierbar.
Sofern ich nicht bald mal meine Arbeitsstelle wechsle, werde ich den CF wohl erst im Rentenalter gehen können :D .

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Bertram
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Bertram » 24. Sep 2019, 19:50

Jaron hat geschrieben:
24. Sep 2019, 19:13
sind 2-3 Tage für An- und Abreise schon recht viel
Greta Thunberg regte sich mE. zu Recht auf mit dem Vorwurf, wir hätten den Ernst der Lage nicht erkannt, denn sonst müsste sie denken, wir wären böse. Also sollten wir umdenken: An und Abreise gehören eben auch zur Reise - sollten gleichwertiger Teil derselben werden.
Als Opa/Oma-Rentner dürfen wir allerdings auch nicht beliebig lange weg bleiben - das mal nebenher gesagt.
Gruß Bertram
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GretaBo
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von GretaBo » 24. Sep 2019, 21:11

Bertram hat geschrieben:
24. Sep 2019, 19:50
Jaron hat geschrieben:
24. Sep 2019, 19:13
sind 2-3 Tage für An- und Abreise schon recht viel
.... Also sollten wir umdenken: An und Abreise gehören eben auch zur Reise - sollten gleichwertiger Teil derselben werden.

Gruß Bertram
Bertram,
absolut richtig.

Viele Menschen "takten" die Aktivitäten in ihrer Freizeit (resp. Urlaub) so eng, dass diese Zeit, die der Erholung dienen soll, zum Stress ausartet. Daraus folgt, dass auch die Zeit für die Reise zum und vom Urlaubsort als unnütz vertan empfunden wird.

Für mich beginnt mein Urlaub immer mit dem Kofferpacken. Das war bereits während meiner Berufstätigkeit so und hat sich bis heute nicht verändert.
Und eine lange Bahnreise finde ich interessant und spannend. Es gibt so viel zu entdecken. Auf jeden Fall habe ich die Bahnfahrt quer durch Frankreich bis zum Startpunkt meines Pilger(fuß)weges genossen. Leider hat sie nur 12 Stunden gedauert :D
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
(Albert Schweitzer)

Jaron
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Jaron » 24. Sep 2019, 23:22

Bertram hat geschrieben:
24. Sep 2019, 19:50
Also sollten wir umdenken: An und Abreise gehören eben auch zur Reise - sollten gleichwertiger Teil derselben werden.
Als Opa/Oma-Rentner dürfen wir allerdings auch nicht beliebig lange weg bleiben - das mal nebenher gesagt.
Gruß Bertram
GretaBo hat geschrieben:
24. Sep 2019, 21:11
Und eine lange Bahnreise finde ich interessant und spannend. Es gibt so viel zu entdecken. Auf jeden Fall habe ich die Bahnfahrt quer durch Frankreich bis zum Startpunkt meines Pilger(fuß)weges genossen. Leider hat sie nur 12 Stunden gedauert :D
Das sind ja fromme Wünsche :)
Für mich ist Bahnfahren Streß und Horror pur.
Und das ist sicherlich kein gleichwertiger Teil der Reise. Das ist auch nicht interessant und spannend und nichts, was ich genießen kann.
Nun weiß ich nicht, wie die Lage in Frankreich ist, aber in good old Germany empfinde ich Bahnfahren als Zumutung.
In diesem Jahr bin ich zweimal mit der Bahn gefahren; beide Male nach Globetrotter in Köln.
Beim erstenmal fiel der Zug aus, ich mußte einen anderen nehmen und hatte 1,5h verlorene Zeit.
Beim zweitenmal gab es hier Aktionen von Klimaaktivisten, wodurch die Züge massiv verspätet fuhren.
Bei jedem Rotz, bei jedem Anlaß (z.B. Messe) fahren sonst Sonderzüge. Hier aber hat man die Züge vorsätzlich und massiv eingeschränkt. Ein Bahnhof wurde sogar absichtlich gesperrt!
Mir hat es einen ganzen Samstag gekostet.

Bahnfahren? Lieber verzichte ich ganz aufs Reisen!

Für mich waren Hin- und Rückflug nach Porto die ersten beiden Flüge in meinem Leben.
Und das mit nun 51 Jahren.
Das kann ich vor meinem Gewissen vertreten.
Und beim nächsten Mal werde ich auch wieder fliegen.
Dafür lasse ich bei jeder Möglichkeit das Auto stehen (und habe meine Jahreskilometerzahl mittlerweile halbieren können!)

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Gertrudis
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Gertrudis » 25. Sep 2019, 00:18

Jaron hat geschrieben:
24. Sep 2019, 23:22

In diesem Jahr bin ich zweimal mit der Bahn gefahren;

Dafür lasse ich bei jeder Möglichkeit das Auto stehen (und habe meine Jahreskilometerzahl mittlerweile halbieren können!)
Wie kommst Du dann von A nach B? Zu Fuß, oder mit dem Fahrrad?

Ich hab Dir schon eine Zugverbindung rausgesucht gehabt, um zu zeigen, dass man durchaus in 1 (einem) Tag vom Niederrhein nach St,Jean-Pied de Port kommen kann.
Aber wenn Zugfahren so ein Horror für Dich ist... :shock:

Ich fahre gern Zug. Schon immer. Ich mag Bahnhöfe. Und ganz besonders liebe ich Nachtzüge. Dieses leise, sanfte Rütteln, und dann irgendwo in einem fernen Land aufwachen... Das ist mir wahrscheinlich aus der Jugend geblieben. Ein Lebensgefühl. Freiheit, Ferne...

Ich finde Fliegen stressig. Diese Kontrollen, alles ausziehen, Gürtel, sogar die Wanderschuhe. Eine Zumutung. Und zum Flughafen muss ich ja erst mal hinkommen, und dann die ewige Warterei. Bin jetzt (mit 61) schon drei Mal geflogen.
Aber nach Irun oder St. Jean würde ich auf jeden Fall wieder mit dem Zug anreisen. Nach Italien sowieso :P
Und nach Lissabon will ich mal, mit dem Nachtzug.
Und nach Griechenland mit dem Schiff :D
Unterwegs sein ist so schön! Nein, es ist keine verlorene Lebenszeit. Es kostet mich keinen Tag meines Lebens...

Gertrudis

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Andrea Ilchmann
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Andrea Ilchmann » 25. Sep 2019, 05:31

Gertrudis hat geschrieben:
25. Sep 2019, 00:18
Und nach Lissabon will ich mal, mit dem Nachtzug.
:D :D :D - ich liebe dieses Buch!

Ich denke gerade, ob das ein Generationen-Ding ist? Bitte (Jaron und alle, die eben jünger sind als ich) nehmt das nicht als "kommt erst mal in MEIN Alter", aber mir sitzt gerade dieses
Gertrudis hat geschrieben:
25. Sep 2019, 00:18
Das ist mir wahrscheinlich aus der Jugend geblieben. Ein Lebensgefühl. Freiheit, Ferne...
auf den Schoß ... und fühlt sich so wohlig an. Es riecht nach Interrail-Urlaub (von dem ich immer träumte, selbst aber nie gemacht habe), nach ... ja, eben nach Freiheit ... die aber irgendwie vom Lauf der Dinge überholt worden ist. Wenn ich jetzt nur einmal auf unsere Familie gucke: Unsere Leben KENNEN dieses Gefühl gar nicht, mit dem Zug in Urlaub zu fahren, KENNEN dieses nostalgische Gefühl gar nicht, ein Foto von sich zu sehen, wie sie auf einem Koffer auf dem Bahnhof sitzen, verbinden eine Zugfahrt mit nix, weil wir es nie mit ihnen gemacht haben. Ihre Erinnerungen sind Autofahrten, denn das ist es, was sie (aus für uns ganz einfachen Überlegungen) kennengelernt haben. Da wundert es mich nicht, dass Bahnfahren für sie ... anders ist als für mich. Hm.

:?: :?: :?:
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Mirabilis
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Mirabilis » 25. Sep 2019, 08:16

Hallo Gertrudis,

griechische Inseln mit dem Schiff......

Das ist so wunderbar, auf dem Deck schlafen in den Sternenhimmel schauen, die Delphine hören.... Dann irgendwo am Horizont eine Insel, auf die man langsam zugleitet, der Geruch des Meeres vermischt sich mit dem Duft der Insel....
Da werden so viele schöne Erinnerungen wach. Ich habe es viele Male erleben dürfen. Auch mein Sohn erinnert sich gerne daran und erzählt es inzwischen seinen Kindern. Vielleicht träumt er immer noch von Freiheit und Abenteuer und davon, es mit seinen Kindern zu erleben.

Freu Dich drauf...
LG Notburga
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Transalper » 25. Sep 2019, 15:46

Hallo Notburga,
Insel-Springen in Griechenland, also einige Inseln mit den Fährschiffen oder Fischerbooten besuchen und einige Tage auf den verschiedenen Inseln verbringen.
Nur das Problem, man muss nach Athen kommen, meistens mit dem Flugzeug.
Zum CF sind wir letztes Jahr mit der Bahn gefahren, von Köln kein Problem, nur die Rückreise, wie immer, mit dem Flugzeug.
Nach Porto haben wir spontan einen Flug gebucht, knapp 25 €, mit der Bahn nicht zu machen.Mit 68 Jahren kann man solche spontanen Sachen machen.
Nach Sevilla zb. würde ich nur mit dem Flugzeug angehen, Italien viele Ziele mit der Bahn, habe auch hier schon öfters das Flugzeug genutzt.
BC wünscht
Transalper :|

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Mirabilis
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Mirabilis » 25. Sep 2019, 18:08

Hallo Transalper,

Bei zwei dieser Reisen sind wir (wir hatten bei diesen Reisen etwas mehr Zeit) mit der Bahn bis Ancona gefahren, mit dem Schiff bis Patras, von dort über die Ionischen Inseln (eine Variante) und ein anderes Mal von Patras mit dem Bus/Bahn nach Athen/Piraeus und von dort weiter von Insel zu Insel. Rückreise ebenso.

Zu meinem 1. Camino bin ich mit dem Bus angereist und von Santiago auch wieder zurück.
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Jaron
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Jaron » 26. Sep 2019, 21:45

Martina hat geschrieben:
24. Sep 2019, 09:01
@Jaron
"Ich betreibe kein Online-Banking, gehe nicht an Geldautomaten, nutze keine Kreditkarte etc.pp."
Woher bekommst du denn Geld, wenn du nicht mal an einen Geldautomaten gehst?
Versuche mal hier in Berlin noch Geld an einem "normalen" Schalter zu bekommen das geht nicht mehr

In diesen Sinne...ein schweres Thema

Gruß Martina
Hier in meinem Wohnort kann ich Geld am Schalter der örtlichen Sparkasse abheben.
An meinem Arbeitsort ist eine Sparkasse (gehört zum gleichen "Verein") ganz in der Nähe des Arbeitsplatzes.
Da gehe ich also auch oft hin.

Nicht zuletzt: was hat denn dazu geführt, daß man Geld nicht mehr am Schalter abheben kann...? ;)

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Gerhard.1
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Gerhard.1 » 26. Sep 2019, 22:53

Liebe Mitpilger*innen

mein Beitrag soll nicht als zusätzliche Kritik - schon gar nicht an Pilgern - verstanden werden, ich möchte vielmehr die weltweite CO2-Problematik aus einem ganz anderen Blickwinkel beleuchten:

Deutschland hat ja nur einen "klitzekleinen" Anteil von 2,0 % daran, wurde öfters (beschönigend) in den Medien berichtet, sodass wir eigentlich nur sehr wenig zur Verbesserung des Weltklimas beitragen können. Das mag zwar richtig sein, macht aber dennoch Sinn, spezifische Werte pro Kopf zu ermitteln bzw. heranzuziehen.

Die Weltbevölkerung ist inzwischen auf 7.710.000.000 Menschen angewachsen, die fünf größten Länder sind

China.......... 1.395,4 Mio Bewohner
Indien.......... 1.334,2 Mio "
USA............... 327,4 Mio "
Indonesien....... 267,7 Mio "
Brasilien.......... 209,5 Mio "

Als ich die Daten recherchiert hatte, erschrak ich regelrecht, weil ich immer noch 2,5 Milliarden Weltbevölkerung aus früheren Jahrzehnten in Erinnerung hatte.
Deutschland hat bekanntlich 83 Millionen Bewohner, was einem Anteil von 1,08 % entspricht. Da scheint mir der deutsche Anteil von 2,0 % CO2-Ausstoß doch etwas verbesserungswürdig zu sein. ;)

Wenn man nun den Ausstoß von CO2 + Methan (in CO2-Aquivalenten) der einzelnen Länder auf deren Bewohner (pro Person) umrechnet, ergibt sich folgende Rangfolge der Hauptverschmutzer, wobei ich nur wenige Länder aus der offiziellen Statitstik nenne:

01. Katar.................. 53,56 t/pP
09. Luxemburg........... 17,82 t/pP
10. USA................... 17,59 t/pP
28. Deutschland.......... 09,35 t/pP
32. China................. 08,65 t/pP
39. Österreich........... 07,54 t/pP
52. Italien................ 05,89 t/pP
53. Spanien.............. 05,80 t/pP
54. Frankreich........... 05,74 t/pP
65. Schweiz.............. 04,72 t/pP
87. Indien................ 02,13 t/pP

Wir sollten also nicht auf andere große Volksgruppen wie China oder Indien deuten, sondern uns an die eigene Nase fassen.

Ich habe noch eine andere Statistik über Deutschlands Kfz-Bestand entdeckt, wonach es in DE 64,8 Mio Kfz + Anhänger gibt bzw. 47,1 Kfz (PKW). Wenn ich es richtig verstanden habe, sind darin keine Motorräder, LKW und Wohnmobile enthalten.
Die Fahrzeugdichte am 1.1.2019 in DE = 692 Kfz je 1000 Einwohner.
Da zuckte ich erneut zusammen, als mit klar wurde, dass in meiner Heimatstadt Karlsruhe mit rd. 300.000 Einwohnern sage und schreibe 207.600 zugelassene PKWs irgendwo geparkt herumstehen oder -fahren müssen.

Quellen:
https://www.laenderdaten.info/die-groessten-laender.php
https://www.laenderdaten.info/co2-nach-laendern.php
https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahrzeu ... _node.html

CO2-freie Grüße :D
Gerhard
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GretaBo
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von GretaBo » 27. Sep 2019, 01:46

Gerhard.1 hat geschrieben:
26. Sep 2019, 22:53
.....Die Fahrzeugdichte am 1.1.2019 in DE = 692 Kfz je 1000 Einwohner.
Da zuckte ich erneut zusammen, als mit klar wurde, dass in meiner Heimatstadt Karlsruhe mit rd. 300.000 Einwohnern sage und schreibe 207.600 zugelassene PKWs irgendwo geparkt herumstehen oder -fahren müssen.

CO2-freie Grüße :D
Gerhard
Danke Gerhard, Du hast Dir wirklich Mühe gemacht, das Zahlenmaterial anschaulich aufzulisten.

Zum letzten Absatz Deines posts:

Nun ja, das Auto ist des Deutschen liebstes Kind. Wenngleich die deutschen Städte mehr oder weniger alle einem großen Parkplatz gleichen, so werden weder von den Bürgern (=Autobesitzern), noch von den Verantwortlichen der Städte Konsequenzen gezogen.

Ich habe Verständnis für die Menschen, die aufgrund schlechter oder fehlender Versorgung mit öffentl. Verkehrsmitteln nicht auf ihr Auto verzichten wollen. Aber es muss doch nicht sein, dass in EINEM Haushalt jedes volljährige Familienmitglied einen eigenen Wagen fährt; hier wäre doch innerhalb der Familien Mitfahrgelegenheit und carsharing angezeigt und machbar.
Aber die Sorge, dadurch von anderen abhängig zu werden und in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt, läßt bei den Autobesitzern erst gar nicht den Gedanken aufkommen, sich von seinem Vehikel zu trennen.

Vielleicht wird eines Tages eine Regelung eingeführt, dass die Anzahl der Neuzulassungen "gedeckelt" wird.
Wenn ein Parkhaus "voll" ist, steht an der Einfahrt ein "Besetzt" und die Schranke öffnet sich nicht. Wenn das "Parkhaus" Stadt XYZ voll ist, dann müsste im Prinzip Gleiches gelten. Das müsste sich doch auf die KFZ-Zulassungen übertragen lassen (theoretisch). Praktisch natürlich nicht, denn die Automobilindustrie hat ja ein Interesse, dass ihre Umsätze Jahr für Jahr steigen (die Aktionäre danken es).

Eine unheilvolle Spirale, die sich auch in allen anderen Wirtschaftszweigen bewegt. Schlussendlich wird der Mensch vor lauter Wachstum vor die Hunde gehen.

Berthold Brecht bemerkte einst: "Die Schwärmerei für die Natur ist begründet in der Unbewohnbarkeit der Städte". Hat er Unrecht?

Aber wovon werden die Menschen schwärmen, wenn auch die Natur unnatürlich geworden ist? :?
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
(Albert Schweitzer)

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Andrea Ilchmann
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Re: Aufruf zum klimafreundlichen An- und Abreisen

Beitrag von Andrea Ilchmann » 27. Sep 2019, 06:56

Gerhard.1 hat geschrieben:
26. Sep 2019, 22:53
Liebe Mitpilger*innen
...
CO2-freie Grüße :D
Gerhard
Manchmal möchte ich dich einfach nur drücken!
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