tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Allgemeine Diskussionen zur Pilgerei und ihrer Geschichte
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Jaron
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tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Jaron » 25. Aug 2019, 19:16

In der zweiten Julihälfte habe ich erstmals einen Jakobsweg, den Camino Portugues, absolviert.
Damit, eine tiefere persönliche Erfahrung zu machen, hatte ich nicht gerechnet, weil ich aus ganz anderen Gründen diese Reise unternommen habe.
Gelegentlich hört und liest man ja von tiefen, persönlichen und auch göttlichen Erfahrungen.
So schreibt auch Hape Kerkeling, eine solche Erfahrung gemacht zu haben.
Allerdings will scheinbar niemand darüber sprechen.
Gibt es hier Leute, die eine tiefere Erfahrung gemacht haben und bereit sind, darüber zu schreiben?

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GretaBo
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von GretaBo » 25. Aug 2019, 23:00

Jaron hat geschrieben:
25. Aug 2019, 19:16

Gelegentlich hört und liest man ja von tiefen, persönlichen und auch göttlichen Erfahrungen.
Allerdings will scheinbar niemand darüber sprechen.

Gibt es hier Leute, die eine tiefere Erfahrung gemacht haben und bereit sind, darüber zu schreiben?
Lieber Jaron,
die von Dir angesprochenen tiefen persönlichen Erfahrungen, auch Gotteserfahrungen, lassen sich nicht in Worte fassen und Worte vermögen auch nicht das wiederzugeben, was einem Menschen auf seinem (geistigen) Weg abverlangt aber auch geschenkt wird.

Diese Erfahrungen sind weder teilbar, noch mitteilbar. Und das ist auch gut so.

Lieben Gruß
Margareta
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
(Albert Schweitzer)

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Pater Norbert
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Pater Norbert » 25. Aug 2019, 23:43

Hallo Jaron,

im aktuellen Konradsblatt (Kirchenzeitung im Bistum Freiburg) ist ein Artikel über unsere Fahrt im Mai. Diese Reise war sicher eine ganz besondere.
Zugleich ist dieser Artikel nur eine Idee, die das ganze nur im Ansatz beschreiben kann.

Und ob ich bei dieser für mich besonderen Erfahrung deinen Nerv treffe?

Ich habe ein pdf dieses Artikels und kann es schicken. Am besten Maildresse als pn an mich.
Wer pilgert, wird von einem Virus infiziert, das nicht vergeht.

Jaron
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Jaron » 26. Aug 2019, 00:15

GretaBo hat geschrieben:
25. Aug 2019, 23:00
Lieber Jaron,
die von Dir angesprochenen tiefen persönlichen Erfahrungen, auch Gotteserfahrungen, lassen sich nicht in Worte fassen und Worte vermögen auch nicht das wiederzugeben, was einem Menschen auf seinem (geistigen) Weg abverlangt aber auch geschenkt wird.

Diese Erfahrungen sind weder teilbar, noch mitteilbar. Und das ist auch gut so.
Liebe Margareta,
diese Erfahrungen sind sowohl teilbar als auch mitteilbar. Dazu gehört lediglich eine Entscheidung.
Wenn Dir die Bände von "Gespräche mit Gott" von Neale Donald Walsch bekannt sind, ist Dir auch bekannt, daß Menschen solche Erlebnisse durchaus einer großen Menge mitteilen können.

Und - nicht zuletzt - ist es in den 4 Evangelien nicht anders. :)
Pater Norbert hat geschrieben:
25. Aug 2019, 23:43
Hallo Jaron,

im aktuellen Konradsblatt (Kirchenzeitung im Bistum Freiburg) ist ein Artikel über unsere Fahrt im Mai. Diese Reise war sicher eine ganz besondere.
Zugleich ist dieser Artikel nur eine Idee, die das ganze nur im Ansatz beschreiben kann.

Und ob ich bei dieser für mich besonderen Erfahrung deinen Nerv treffe?

Ich habe ein pdf dieses Artikels und kann es schicken. Am besten Maildresse als pn an mich.

Lieber Pater Norbert,
wenn diese Deine Erfahrung bereits in einer Kirchenzeitung öffentlich erschienen ist, so kann ich nicht nachvollziehen, warum sie nicht auch hier im Forum veröffentlicht werden kann. :)

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GretaBo
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von GretaBo » 26. Aug 2019, 02:25

Jaron hat geschrieben:
26. Aug 2019, 00:15

...diese Erfahrungen sind sowohl teilbar als auch mitteilbar. Dazu gehört lediglich eine Entscheidung.

Lieber Jaron,

Du irrst. Für mich ist es keine Frage des Wollens, sondern des Könnens.

LG
Greta
Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen.
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Jaron » 26. Aug 2019, 07:12

GretaBo hat geschrieben:
26. Aug 2019, 02:25
Lieber Jaron,

Du irrst. Für mich ist es keine Frage des Wollens, sondern des Könnens.

LG
Greta
Liebe Greta,
nein, ich irre nicht.
Wenn es für Dich keine Frage des Wollens, sondern des Könnens ist, ist es doch in Ordnung.

Du schriebst:
GretaBo hat geschrieben:
25. Aug 2019, 23:00
die von Dir angesprochenen tiefen persönlichen Erfahrungen, auch Gotteserfahrungen, lassen sich nicht in Worte fassen und Worte vermögen auch nicht das wiederzugeben, was einem Menschen auf seinem (geistigen) Weg abverlangt aber auch geschenkt wird.

Diese Erfahrungen sind weder teilbar, noch mitteilbar. Und das ist auch gut so.
Damit deklarierst Du solche Erfahrungen pauschal für unteilbar und nicht mitteilbar.
Sie sind es aber sehr wohl. :)

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Pater Norbert
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Pater Norbert » 26. Aug 2019, 15:47

Jaron hat geschrieben:
26. Aug 2019, 00:15
Lieber Pater Norbert,
wenn diese Deine Erfahrung bereits in einer Kirchenzeitung öffentlich erschienen ist, so kann ich nicht nachvollziehen, warum sie nicht auch hier im Forum veröffentlicht werden kann. :)
Lieber Jaron,

zum Artikel gibt es keinen Link, den ich einsetzen kann. Daher kann ich nur eine Chance nutzen, ein freundlich gemachtes pdf zu senden.
Merke: Pilger sein muss nicht heißen, technisch fit zu sein!
Wer pilgert, wird von einem Virus infiziert, das nicht vergeht.

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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von WoM » 27. Aug 2019, 16:34

Hallöle,

wollen wir einmal starten:
vor zwei Jahren war ich das erste mal auf dem Camino. In Burgos bin ich fröhlich gestartet und hatte drei Tage später in Carrion de los condes wirklich üble Blasen, so dass ich 3 Tage aussetzen musste - dies tat ich in Leon. Der Weg dorthin war schon ein Wunder für sich, kann ich irgendwann einmal erzählen.
In Leon übersprang ich mit dem Bus die Strecke nach ponferrada. Beim Einsteigen in den Bus ließ ich in der Hektik meine Stöcke stehen und merkte dies erst unterwegs. Da sie mir eine große Hilfe waren, war ich dementsprechend verzweifelt - auf schmerzenden Füßen läuft man nicht so stabil. Über das Handy habe ich Musik gehört und da kamen in dem Moment in Folge zwei Lieder: "lege deine Sorgen nieder, leg sie ab in Gottes Hand" von sefora Nelson und dann noch " du bist ein wunderbarer Hirt" von Anja Lehmann und da kommt die Passage: du bist mein Stecken und mein Stab. Da war ich beruhigt und gewiss, dass ich einen Stock haben werde, wenn ich ihn brauche. Und so war es auch: es kam ein kleiner Wald und dort lag am Rand gerodetes Jungholz mit einem perfekten Pilgerstab!
Nur eine von vielen Begebenheiten, die ich mit Gott erlebt habe.

Grüßle Wolfgang
Nach dem Camino ist vor dem Camino 8-)

Jaron
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Jaron » 28. Aug 2019, 23:50

und weg...
Zuletzt geändert von Jaron am 25. Okt 2019, 13:05, insgesamt 1-mal geändert.

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Iris
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Iris » 29. Aug 2019, 12:50

Lieber Jaron,
ich habe gerade Deinen Post gelesen und er hat mir ein bisschen Gaensehaut gemacht.
Da hat Dir jemand der es gut mit Dir meint einen ganzen Zaun hingestellt, damit Du es sehen und spueren kannst und Du bis erfreulicherweise am Zaun haengen geblieben, anstatt ihn zu umlaufen oder zu ueberspringen.
Gut fuer dich !!!!!
In Deinem Alltag am Niederrhein wuensche ich Dir nun auch noch viele Zaeune und Latten in der Landschaft die Dich ein bisschen was aendern lassen.
Danke sehr fuer das teilen.
Deine Erfahrung ist toll geschrieben und ich finde es schoen und richtig solche Erfahrungen auszutauschen, wenn man sie denn hat und teilen moechte.
Danke und einen schoenen Tag im Hier und Jetzt am schoenen Niederrhein.
LG, Iris

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Uti
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Re: tiefere Erfahrungen auf dem Camino

Beitrag von Uti » 29. Aug 2019, 14:19

Ich danke dir ebenfalls Jaron, dass du diese schöne Erfahrung mit uns geteilt hast.
Hab Geduld mit dir, was die Umsetzung deiner Erfahrungen in den Alltag angeht und erwarte nicht zu viel auf einmal von dir.
Jedes Gehen auf unvertrauten Wegen ist eine Reise ins Vertrauen.

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