Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

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Raimund Joos
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Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Raimund Joos » 15. Jul 2020, 00:21

Das habe ich eben in einer anderen Gruppe gepostet ... evtl trägt es zur Versachlichung des Themas bei:
"Ich denke mal einige haben einfach Angst sich in der Situation aus dem Haus oder zumindest aus dem Land zu begeben ... ich denke das ist verständlich und hat nicht nur was mit der "objektiven" Sitution sondern auch mit der jeweiligen Persönlichkeit und Lebenssituation zu tun.... Ich denke mal das ist durchaus nachvollziebar und gut so. Was ich in diesem Zusammenhang aber auch zu beobachten meine ist dass was man in der Pscholongie eine "Rationalisierung" bezeichnet .... https://de.wikipedia.org/wiki/Rationali ... ychologie) .... Das bedeuetet - die eigene Entscheidung die eigentlich in letzter Konsequenz emotional geschieht wird später mit rationalen Argumenten (nachträglich) gerechtfertigt. Was konkret bedeutet ...: Die Pilger die sich entschlossen haben, aus Angst zu Hause zu bleiben suchen möglichst viele Argumente, welche diese Angst und Entscheidung nachträglich rechtfertigt und wollen diese auch anderen Pilgern so (in Foren) vermitteln um sich so selber in ihrem Standpunkt zu bestätigen.... Andere Pilger die eben doch trotz aller Argumente dagegen im Ausland pilgern wollen, neigen dann aber evtl im Gegenteil, dazu die Gefahr an der einen oder anderen Stelle "kleinzureden" ... Ich denke so manche "Sachdiskussion" hat somit einen eher persönlichen Hintergrund .... Es ist m.E. gut wenn man diese Dymanik klar erkennen und seine persönlichen Schlussfolgerungen daraus ziehen kann.... Hier noch ein Video zum Thema.... https://www.youtube.com/watch?v=NFGjnbENkFY"

BC

Raimund

Simsim
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Simsim » 15. Jul 2020, 06:40

Ich meine daß alles, was Menschen sagen, tun, wollen, ablehnen, wahrnehmen, etc etc.., IMMER von Gefühlen und (unbewußten) Charakterstrukturen, also sehr persönlichen Motiven geprägt ist.

Was ist rein sachlich? Dieser Tisch ist 75 cm hoch. Ok. Das ist sachlich.

Bei komplexen Themen wie Corona mit allem was da dran hängt....unmöglich.
Es sei denn man beschränkt sich auf reine Information über offene Herbergen, offizielle Regeln etc.

Aber wir sind doch auch hier, um uns auszutauschen.
Und Corona ist nunmal ein Thema, bei dem die Masken fallen :D
(falls ihr versteht, wie ich's meine)

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Berthold
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Berthold » 15. Jul 2020, 09:04

Raimund Joos hat geschrieben:
15. Jul 2020, 00:21
.... Das bedeuetet - die eigene Entscheidung die eigentlich in letzter Konsequenz emotional geschieht wird später mit rationalen Argumenten (nachträglich) gerechtfertigt....
Die Überlegungen zum Pilgern ( im „klassischen Stil“ mit Pilgerherbergen etc) im Ausland in Zeiten von Corona haben nun wirklich nichts mit Emotionen zu tun, sondern beziehen sich ( für mich) ausschließlich auf epidemiologisch abzuleitende Begründungen.

Raimund Joos hat geschrieben:
15. Jul 2020, 00:21
...: Die Pilger die sich entschlossen haben, aus Angst zu Hause zu bleiben suchen möglichst viele Argumente, welche diese Angst und Entscheidung nachträglich rechtfertigt....
Hier kann ich nur für mich sprechen. Ich habe keine Angst. Wenn es mich trotz Vorsichtsmaßnahmen erwischen sollte, dann ist es so. Meine eigentliche Sorge ist, dass ich dann andere anstecken kann .

Raimund, Deine psychologisch- theoretischen Überlegungen passen nicht auf den Fall einer hochansteckenden Krankheit mit einem möglichen letalen Ausgang - überwiegend , jedoch nicht aussschließlich bei Risikogruppen.

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M@rio d'Abruzzo
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 15. Jul 2020, 09:24

Berthold hat geschrieben:
15. Jul 2020, 09:04
Raimund, Deine psychologisch- theoretischen Überlegungen passen nicht auf den Fall einer hochansteckenden Krankheit mit einem möglichen letalen Ausgang - überwiegend , jedoch nicht aussschließlich bei Risikogruppen.
Es ist ja noch nicht mal der Tod; übrigens eine große Belastung für das Gesundheitspersonal, sondern auch die Langzeitfolgen wie Herz- und Gehirnschädigung auch bei ganz milden Verläufen und in jedem Alter. Diese Menschen gelten als geheilt von COVID-19, sind aber nicht gesund!

Eines meiner Lebensthemen ist die Auseinandersetzung mit der 'WEITERSO-Fraktion' der Menschheit. Außer der Einordnung von COVID-19 gibt es mehrere Themen in unserer bundesdeutschen Gesellschaft, wo noch, dank mächtiger Lobbyarbeit und gezielter Desinformation, das WEITERSO regiert. Aber das gehört nun wirklich nicht ins Pilgerforum.

:-)

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Raimund Joos
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Raimund Joos » 15. Jul 2020, 09:25

Ich war gestern im Allgäu unterwegs... Da war ich in einem Bus mir ca 40 Personen gesessen.... Kein einziger mit 1,5 m Abstand... Alle brav mit Maske.... Kein besondere Lüftung. All das entspricht den gesetzlichen Regeln. Das sind alles Leute die Angst haben ins Ausland zu reisen weil die Angst vor corona haben. Einfach irrational!!! Ich übernachte da lieber mit 4 Pilgern zusammen in einem Schlafsaal und reise mit einem Flugzeug das eine Filteranlage hat.... Und wenn die dran denke dass nun Kinos usw bald wieder ohne Mundschutz öffnen können.... Sorry!!! ;-) Neee!
.

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ilfuchur
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von ilfuchur » 15. Jul 2020, 09:40

Guten Morgen Raimund und alle und gleich zu Beginn (dachte ich, als ich anfing zu schreiben) die Bitte, in diesem Thread so sachlich wie möglich zu bleiben und Provokationen sowie persönliche Angriffe in einer Tasse Baldriantee zu ersäufen.

Wer warum in diesem Jahr pilgert oder nicht pilgert, muss und darf jeder für sich entscheiden und wie auch immer die Entscheidung ausfällt ist sie für diese Person begründet und richtig. Jeder ist für sich und sein Handeln ganz alleine verantwortlich und sollte sich gerade hier nicht dafür rechtfertigen müssen.

Dieses Recht sollte in diesem Forum jeder haben, dieses Recht für sich zu beanspruchen beinhaltet aber auch, das gleiche Recht anderen zuzugestehen.

Bitte, bitte bewahrt Ruhe und geht respektvoll und tolerant miteinander um!
Pilger, die beim Gehen manchmal einfach nur Bauch und Füße sind - #Bauchfüßler eben.

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Berthold
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Berthold » 15. Jul 2020, 09:47

Liebe Andrea,
Sachlichkeit ist quasi mein zweiter Vorname ( genau aus diesem Grund reagierte ich auf den Eingangspost) :D

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ilfuchur
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von ilfuchur » 15. Jul 2020, 09:48

Raimund Joos hat geschrieben:
15. Jul 2020, 09:25
Das sind alles Leute die Angst haben ins Ausland zu reisen weil die Angst vor corona haben. Einfach irrational!!!
.
Raimund, da im Alltag (fast) jeder von uns Kompromisse eingehen und Abwägungen anstellen muss, sich evtl. trotzdem dafür entscheidet, nicht ins Ausland zu fahren, ist diese Formulierung weder einer sachlichen Diskussion zuträglich, noch entspricht es sinngemäß deinem Ausgangspost.
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CyrusField
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von CyrusField » 15. Jul 2020, 10:23

Andrea Ilchmann hat geschrieben:
15. Jul 2020, 09:48
Raimund, da im Alltag (fast) jeder von uns Kompromisse eingehen und Abwägungen anstellen muss, sich evtl. trotzdem dafür entscheidet, nicht ins Ausland zu fahren, ist diese Formulierung weder einer sachlichen Diskussion zuträglich, noch entspricht es sinngemäß deinem Ausgangspost.
Da würde ich widersprechen. Ich bin kein Psychologe, Psychoanalytiker oder sonstwie in der Richtung irgendwie fachlich qualifiziert. Aber genau das ist doch die psychologische Komponente, die Raimund angesprochen hat, oder?

Corona ist weit weg. Corona passiert in Italien, Spanien oder auf anderen Erdteilen. Heinsberg ist vergessen, Gütersloh war ja nur der böse Tönnies. Zu Hause kann mir ja nichts passieren - und eine Kaffeefahrt im vollgestopften Bus ist ja harmlos. Außerdem trage ich ja eine Maske.
Ich meine das vollkommen wertfrei und mir ist klar, dass ich übertreibe - aber ich denke ein großer Teil der Bevölkerung macht sich höchstens Gedanken von 12 bis Mittag. Die Maske geht als Eingriff in die persönliche Komfortzone gerade noch eben so durch, aber sonst?

Genau das lese ich aus Raimunds Post heraus. Eben diese Irrationalität, das eine zu verteufeln (Urlaub, Fliegen, etc.), aber auf der anderen Seite das Risiko einer Ansteckung als nicht so relevant ansehen. Dabei ist ja nicht gesagt, dass sich jede/r so verhält.

Corona ohne Emotion geht nicht, dafür schränkt dieses Virus jede/n einzelne/n viel zu sehr auf persönlicher Ebene ein. Trotzdem gilt doch hier auch - vielleicht sogar mehr, als bei anderen Themen - dass man zumindest versuchen sollte, sachlich zu diskutieren?
Harrison Ford hat den verlorenen Schatz gejagt,
Michael Douglas den grünen Diamanten und das Juwel vom Nil,
Wallace und Gromit das Riesenkaninchen.
...und ich jage die gelbe Muschel. :geek:

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ilfuchur
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von ilfuchur » 15. Jul 2020, 10:57

CyrusField hat geschrieben:
15. Jul 2020, 10:23
Corona ohne Emotion geht nicht, dafür schränkt dieses Virus jede/n einzelne/n viel zu sehr auf persönlicher Ebene ein.

... und macht mich, also mich ganz persönlich, zu einem zwiegespalteren Wesen und das macht mich ganz schruddelig!!!! Abstand, Maske - für mich keine Frage, aaaaber ich möchte umarmen, ich möchte Menschen spüren.... und wenn, wie gerade eben, Anton kommt und für mich seinen Schnuller aus dem Mund nimmt und mit mir erzählt - da kann ich keinen Abstand einhalten!... hab aber auch die Erlaubnis der Mutter, den Abstand zu durchbrechen.... und weiß doch, dass es nicht wirklich richtig ist,... Es aber gefühlt anders noch viel unrichtige wäre...

Ich bin ja schon von mir ganz alleine komplett überfordert!

Nachtrag: Entschuldige Cyrus, ich hab das mit dem Zitieren auf dem Handy nicht richtig hinbekommen und dann sah es so aus, als ob das, was ich geschrieben habe, aus deinen Fingern kommt. :roll: :roll: :roll:
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Berthold
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Berthold » 15. Jul 2020, 11:01

Konkret auf die Diskussionen hier im Forum glaube ich dennoch feststellen zu können, dass sich die im Eingangspost zitierte Fraktion der "Angsthasen" sachlich auf die Fragen der Epidemiologie/ Virologie beschränkte, die natürlich - wie im wissenschaftlichen Diskurs üblich - nicht mit dem Anspruch auf letztendliche Wahrheit zu sehen ist. Ich möchte in diesem Zusammenhang vermerken, dass der Begriff der "moralischen Vertretbarkeit" von Raimund etwas unglücklich eingebracht worden war, indem er ihn in seinem Umfrage-Thread verknüpfte mit der Frage, ob es "vernünftig" wäre. Das sind natürlich unterschiedliche Dinge. Ich kann etwas als unvernünftig betrachten, ohne dass es in meinen Augen moralisch unvertretbar wäre.

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Hobbypilger
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Hobbypilger » 15. Jul 2020, 11:10

Andrea Ilchmann hat geschrieben:
15. Jul 2020, 09:48
Raimund Joos hat geschrieben:
15. Jul 2020, 09:25
Das sind alles Leute die Angst haben ins Ausland zu reisen weil die Angst vor corona haben. Einfach irrational!!!
.
Raimund, da im Alltag (fast) jeder von uns Kompromisse eingehen und Abwägungen anstellen muss, sich evtl. trotzdem dafür entscheidet, nicht ins Ausland zu fahren, ist diese Formulierung weder einer sachlichen Diskussion zuträglich, noch entspricht es sinngemäß deinem Ausgangspost.

Das sehe ich so wie du.

Mitte März war ich gezwungen in insgesamt 5 unterschiedlichen, vollbesetzten Bussen zurück nach München zu fahren. Zu keinem Augenblick verspürte ich Angst, obwohl eine Ansteckung durchaus im Bereich des Möglichen lag.

Um eventuell den Platz neben sich freizuhalten, erlebte ich mehrere Fahrgäste die das Husten anfingen, wenn sich jemand neben sie setzen wollte. So sind eben die Menschen.

Vermutlich gibt es auch jetzt Menschen die auf eine Fahrt im vollbesetzten Bus angewiesen sind. Auch die werden sich sicherlich dazu entschließen.

Ich halte allerdings im Augenblick jeden für sehr vernünftig der auf solch eine Busfahrt verzichtet, es sei denn, er ist darauf zwingend angewiesen.

Ein Urteil über den einen oder anderen abzugeben steht wohl niemanden zu.

Ciao
Detlef
Zuletzt geändert von Hobbypilger am 15. Jul 2020, 13:45, insgesamt 1-mal geändert.
Sept. 2018 Camino Francés (SJPdP - Santiago)
März 2020 Camino del Norte (Bilbao - Santander, Abbruch wegen fehlender Übernachtungsmöglichkeiten bis Santiago)

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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von ohnestresspilger » 15. Jul 2020, 12:03

Ein Sprichtwort sagt : Angst fressen Seele auf!
Ich sehe diejenigen die nicht ins Ausland wollen nicht als Angsthasen , sondern akzeptiere die Entscheidung . Sicherlich ist es auch ein Unterschied , wenn junge , unbelastete und völlig gesunde Leute das ganze als weniger bednklich sehen, als ältere eventuell gesundheitlich vorbelastete Menschen.
Ich spreche auch von Leuten die schwere Krankeiten hinter sich haben , zur Risikogruppe gehören und somit nichts riskieren wollen. Mein volles Verständnis dafür. Aber, ob ich jetzt in Deutschland pilgere (ich laufe immer allein , nicht in einer Gruppe) , oder in Frankreich, Spanien oder Portugal ist mit relativ selben Risiken verbunden. Auch hier in Deutschland muss ich in geschlossenen Räumen eine Maske tragen . Bedenken für mich selber habe ich nicht auf meinem Pilgerweg, ich mache mir mehr Gedanken im Zug nach Paris oder noch extremer in der Metro von Paris Est nach Montparnasse, wobei ich Dank eurer guten Tips mich wahrscheinlich zu Fuss aufmache von Bahnhof zu Bahnhof.Aber sumasumarum bin ich hier in Deutschland den selber Risiken ausgesetzt als in jedem anderen westeuropäischen Land.

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Raimund Joos
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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Raimund Joos » 15. Jul 2020, 14:11

Ohnestresspulger.... Genau.... Wenn mich der Blitz trifft dann vermutlich genau so selten im Haus meines Nachbarn wie im eigene.... Aber im eigene fühle ich mich eben vermutlich sicherer... Wie ich in meinem Bericht schreibe gab es für mich eigentlich nur eine Situation die auf meiner Reise Unbehagen bereite und das war in der S-Bahn von München.... Alle anderen Situation waren nicht gefährlicher als der Aufenthalt in einem Restaurant oder einer Schulklasse von 8 Personen.... Aber Angst ist eben ein Gefühl das man hat oder eben nicht.... Wer als Frau Angst hat allein durch den Wald zu gehen sollte es lass und eben so ist es mit reisen auf dem Jakobsweg... Zu behaupten das diese Angst in ihrem Ausmaß aber objektiv begründet ist ist nich nur für mich nich nachvollziehbar....

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Re: Emotionen und Sachlichkeit beim Thema "Corona und Pilgern"

Beitrag von Martina » 15. Jul 2020, 14:17

Raimund Joos hat geschrieben:
15. Jul 2020, 00:21
Das bedeuetet - die eigene Entscheidung die eigentlich in letzter Konsequenz emotional geschieht wird später mit rationalen Argumenten (nachträglich) gerechtfertigt. Was konkret bedeutet ...: Die Pilger die sich entschlossen haben, aus Angst zu Hause zu bleiben suchen möglichst viele Argumente, welche diese Angst und Entscheidung nachträglich rechtfertigt und wollen diese auch anderen Pilgern so (in Foren) vermitteln um sich so selber in ihrem Standpunkt zu bestätigen.
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