::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo : Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Auf den Spuren des Franz von Assisi und auf anderen Wegen in die ewige Stadt
Monika2010
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Re: ::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo • Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Beitrag von Monika2010 » 23. Dez 2020, 16:35

Danke, Mario,
bleib gesund! 8-)
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 24. Dez 2020, 00:31

Überleg mir gerade, ob ich von Napoli aus mit einem Mietwagen einen 7 Tages-Schlenker durch die Basilikata und Kalabrien machen soll.

Basilikata, das könnte ein kurzer Besuch in Eboli und dann zwei Übernachtungen in Carlo Levis Aliano sein. Das wäre also das Kapitel 'Christus kam nur bis Eboli' (ital. Cristo si è fermato a Eboli). Der Hauptgrund wäre aber Joachim von Fiores Kloster in San Giovanni in Fiore in Kalabrien. Anschließend könnte ich noch ein wenig südlicher meine älteste Tochter in Badolato besuchen. Insgesamt etwa 1.000 km. Mit einem Peugeot 208 ohne jegliche Selbstbeteiligung würde das ohne Sprit etwa 350,- € kosten. In einem Peugeot 206 hab' ich schon ein paar mal geschlafen; außerdem hab' ich ja das Zelt dabei...

Dieser Joachim (ital. Gioacchino da Fiore) aus dem 12. Jahrhundert ist wohl die Basis für ein Verständnis von San Francesco und papa Celestino V im 13. Jahrhundert.

Bild
Quelle: Google Maps

https://www.youtube.com/watch?v=zqI1z5pinNs Youtube-Link 06:45

Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 25. Dez 2020, 19:01

Von der Realität - Dalla realtà

Eigentlich sollte ich mich weniger mit dem 12. und 13. Jahrhundert im Mezzogiorno beschäftigen...

Eigentlich weiß ich auch, dass die 'illegalen' Flüchtlinge in Apulien wie Sklaven zur Feldarbeit herangezogen werden. Alle wissen es und keiner greift ein, so scheint es. Schein. Heilige und Prozessionen.

Und nun wieder mal MATERA. Schauplatz von Pier Paolo Pasolinis 'Das 1. Evangelium – Matthäus' und Mel Gibsons 'Passion Christi'. Von offizieller Seite nach der Wahl zur Europäischen Kulturhauptstadt 2019 mit einem Matera-Film beauftragt, hat der Schweizer Regisseur Milo Rau dort einen Bibelfim gedreht:

DAS NEUE EVANGELIUM

https://www.zeit.de/kultur/film/2020-12/das-neue-evangelium-milo-rau-film-aktivismus/komplettansicht

https://dasneueevangelium.de/#digitales-ticket Ab sofort online für 9,99 € (Zeitfenster dann 24 Stunden)

https://youtu.be/8kVrMmbF76w Der offizielle Trailer

'In der Neuverfilmung des Neuen Testaments trägt [der reale Aktivist Yvan] Sagnet [der den ersten Protest Schwarzer Erntehelfer gegen die ausbeuterischen Arbeits- und Lebensbedingungen in Apulien angeführt hatte] lange weiße Gewänder, er wird getauft und vom Teufel versucht. Er sammelt seine Apostel um sich, predigt in der Stadt und auf dem Land. Das letzte Abendmahl halten er und seine Jünger auf Plastikstühlen, in einer halb abgerissenen Industrie- oder Lagerhalle im Nirgendwo.'
Quelle: https://www.zeit.de/kultur/film/2020-12/das-neue-evangelium-milo-rau-film-aktivismus/komplettansicht

Für meine Pilgerreise hab' ich die Idee mit dem Auto schon wieder verworfen und fahre mit Zug und Bus von Foggia direkt nach San Giovanni di Fiore. Quer durch die Basilikata. Die Orte mit Bezug zu Carlo Levy heb' ich mir für ein anderes Mal auf...
Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 27. Dez 2020, 23:25

Bei mir hat sich einiges getan, jetzt soll es in Kalabrien drei Wandertage geben. Dafür hab' ich im Gargano etwas gekürzt; und das sogar durchaus sinnvoll...

Bild

Jetzt soll es in einem Reisetag mit der Bahn von Vieste auf dem Gargano bis nach Cosenza in Kalabrien 'gehen'. Dann drei Tage durch die Berge wandern bis nach San Giovanni in Fiore. Nach dem Aufenthaltstag dann frühmorgens mit dem Bus zurück nach Cosenza und mit der Bahn nach Napoli.

Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 28. Dez 2020, 11:08

In Zeiten von Corona hat selbst ein literarisch durch Carlo Levis Buch über die Zustände in der Basilicata während der Zeit des italienischen Faschismus' aufgewertetes Städtchen wie Eboli einen leicht negativen Touch...

'Christus kam nur bis Eboli', welche Bedeutung hat dieser Buchtitel?

»Die Basilicata ist eine abgelegene Landschaft im tiefen Süden der italienischen Halbinsel. Die Römer nannten sie einst Lukanien. Später, im 20. Jahrhundert, diente das Land Mussolinis Faschisten als beliebter Verbannungsort für politische Gegner – so Maler und Mediziner Carlo Levi.

„Christus kam nur bis Eboli“, der Titel von Carlo Levis Buch, war seinerzeit eine gängige Redewendung in Aliano. Dabei liegt Eboli weit weg. Aber über Eboli hinaus seien weder Christus, noch die Zivilisation, noch der Staat jemals gekommen, außer, er wollte Soldaten ausheben oder Steuern eintreiben.
«
Quelle: deutschlandfunk.de

Das Städtchen Aliano war der Hauptort der Verbannung des Intellektuellen Levi. In seinem Buch nennt er es Gagliano... Eboli liegt direkt an der Bahnstrecke Potenza-Battipaglia: https://sutterer.eu/2021/grotte_ed_eremiti/stages/61_foggia→cosenza.html

Bild

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 31. Dez 2020, 01:58

Pünktlich zum Jahresende wurde meine Planung für diese Pilgerreise heute an Silvester fertig. Wenn es klappt, wäre es mit 1.200 km meine viertlängste Tour; nach 2008 Staufen - Santiago de Compostela (2.035 km), 2011 Arles - Santiago de Compostela (1.520 km) und 2017 Einsiedeln - Wittenberg/Berlin (1.320 km). Ja, es wurde immer weniger. C’est la vie. Besonders 2017 hab' ich mein Ziel von 1.517 km verfehlt :-)

Wahrscheinlich war das dann mit 72 Tagen aber meine letzte sehr lange Tour. Vielleicht schreib' ich vorher auch noch auf, was ich mir bei der Planung so gedacht habe und welche Rolle San Francesco, Pietro da Morrone, Federico II und Gioacchino da Fiore dabei spielen...

Bild

https://sutterer.eu/2021/grotte_ed_eremiti/index.html

Ich wünsche allen hier im Forum heute Abend einen Guten Rutsch ins Neue Jahr und für 2021 Gesundheit und wiederkehrende Normalität...

Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 31. Dez 2020, 11:56

Hab' grad mit meiner in Kalabrien lebenden ältesten Tochter telefoniert und sie für Anfang Oktober zum Mitwandern in Kalabrien eingeladen. Sie wohnt noch etwas südlicher, aber nicht weit entfernt und ist mit ihrer Vespa auch schon durch Cosenza hindurchgefahren. Auf jeden Fall meinte sie, dass es um diese Jahreszeit in den Bergen Kalabriens schon ziemlich kalt werden kann. Da, wo sie jetzt wohnt, reicht am Strand vielleicht das T-Shirt, während nur wenige hundert Höhenmeter aufwärts die Daunenjacke angenehm wäre. Von Cosenza nach San Giovanni di Fiore geht es im Nationalpark Sila auf über 1.900 Meter hoch...

Bild
Gut. Immerhin gibt es dort zwei Skilifte beim Rifugio...

Abbandono rifugio Monte Botte Donato (CS)] YouTube link 1:37
Oh jeh...

Alla scoperta della Sila | Calabria YouTube link 9:47

Trekking sul Monte Botte Donato - Sulla cima più alta della Sila - Calabria YouTube link 6:56

Mario
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 31. Dez 2020, 22:45

Pietro da Morrone (papa Celestino V) Mönch, Einsiedler, Papst
* um 1215 in Sant'Angelo Limosano bei Campobasso in den Abruzzen in Italien, † 19. Mai 1296 im Castello di Fumone bei Rom

»Mit zwölf Jahren trat der ohne Schulbildung aufgewachsene Bauernsohn Peter Angelerio ins Benediktinerkloster Santa Maria di Faifoli in Montagno bei Campobasso ein. Schon 1231 beschloss er, ein Leben als Einsiedler zu führen; ab 1235 lebte er in den Bergen an der Stelle der späteren Abtei Santo Spirito del Morrone bei Sulmona, nun nannte er sich Pietro de Morrone, 1246 zog er in die Einsiedelei Santo Spirito a Majella bei Roccamorice. Viele Gleichgesinnte folgten ihm und bildeten die Urzelle des Cölestinerordens, den Peter nach dem Vorbild der Zisterzienser organisierte. Er erwies sich als fähiger Leiter der Gemeinschaft und erwirkte viele Schenkungen, er erbaute eine Kirche, wurde Abt weiterer Klöster und gab seinem Orden eine straffe Organisation; der Orden breitete sich aus bis nach Rom und Apulien. Im Winter 1273/74 ging Peter zu Fuß nach Frankreich, um vor dem Zweiten Konzil von Lyon bei Papst Gregor X. die Anerkennung seiner Ordensgemeinschaft zu erbitten. Auf der Rückreise hatte Peter eine Vision, aufgrund der er die Kirche Santa Maria di Collemaggio in L'Aquila errichten ließ.

Trotz seiner Popularität - von mehreren wunderbaren Heilungen wird berichtet - blieb Peter ein unpolitischer, einfacher Bauernsohn mit starkem Hang zum Mystizismus. 1286 verzichtete er auf die Würden als Abt und Prior und lebte wieder als einfacher Eremit; dennoch hatte sich sein Ruf der Heiligkeit und des wirkungsvollen Organisators in der vatikanischen Kurie und am Königshof in Neapel verbreitet.

Noch während seiner Zeit als Einsiedler wurde Peter am 5. Juli 1294 in Perugia auf Betreiben des neapolitanischen Königs Karl II. von Anjou als fast 80-jähriger zum Papst gewählt; seine Wahl beendete harte Auseinandersetzungen im nur zwölfköpfigen Kardinalskollegium und eine zweijährige Vakatur. Als ihn die Nachricht von der Wahl erreichte, wollte er mit einem Mönchsbruder in die Wildnis fliehen. "Ich schaffe es nicht, mich selbst zu retten; wie soll ich da die ganze Welt retten?", soll er ausgerufen haben. Doch seine Anhänger umlagerten seine Zelle und überzeugten ihn: es sei eine Todsünde, die Wahl auszuschlagen. Am 28. Juli 1294 zog Peter - dem Beispiel Jesu Christi folgend - auf einem Esel in L'Aquila ein, wo er in seiner Kirche Santa Maria di Collemaggio gekrönt und geweiht wurde. Viele in der Menschenmenge meinten, die Wiederkunft Christi zu erleben - oder zumindest den Einzug des "Engelpapstes": dieser sollte nach den Verheißungen des Joachim von Fiore das Zeitalter des Heiligen Geistes einleiten und die Kirche in eine Epoche der Ruhe und des Glücks führen.

Doch Coelestin besaß keinerlei Erfahrungen auf dem Gebiet der Verwaltung der Kurie und ließ sich seine Politik schon bald vom neapolitanischen König Karl II. diktieren. Unter dessen Druck musste er im Oktober 1294 seinen Amtssitz an den Königshof im Castel Nuovo nach Neapel verlegen. Auch Coelestin war wohl durch Joachim von Fiores Einteilung der Zeitalter beeinflusst: im September 1294 ernannte er zwölf neue Kardinäle und unter ihnen viele Mönche - möglicherweise wollte er das verheißene Zeitalter des Heiligen Geistes und mönchischen Lebens einleiten. Gleichzeitig breitete sich in der Kirchenleitung Chaos und Korruption aus.

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Coelestin bemerkte, dass es ihm nicht gelingen würde, die Kirche selbst zu führen. Sein Entschluss zur Abdankung wurde wohl auch durch Kardinal Benedikt Caëtani gefördert, der die Abdankungsurkunde verfasste - und als Papst Bonifatius VIII. schon nach elf Tagen Vakanz Coelestins Nachfolger wurde. Das Volk war entsetzt, als es von der Absicht des Kirchenfürsten erfuhr, sein Amt niederzulegen; vor dem päpstlichen Quartier versammelte sich eine Menschenmenge, die die Demission verhindern wollte. Coelestin verzichtete auf die Abdankung, aber sieben Tage später, am 13. Dezember 1294, war es soweit: Nachdem er die Frage nach der Möglichkeit einer Abdankung durch Erlass einer Konstitution darüber selbst beantwortet hatte, legte Coelestin vor dem Kardinalskollegium in Neapel die päpstlichen Insignien nieder, zog die prunkvollen Gewänder aus und streifte wieder seine Mönchskutte über.

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Celestino V, der Engelspapst

Bonifatius VIII. wollte den Abgedankten unter Aufsicht haben, der aber floh auf dem Weg von Neapel nach Rom erst in seine alte Mönchszelle in der Abtei Santo Spirito del Morrone bei Sulmona, dann nach Apulien, von wo aus er nach Griechenland fliehen wollte; dort wurde er gefasst, gefangen genommen und im Juni 1295 zum neuen Papst nach Anagni gebracht. Um zu verhindern, dass die Anhänger Coelestins ein Schisma auslösten, hielt Bonifatius ihn bis ans Lebensende in der Festung Castello di Fumone bei Rom gefangen.

Den Cölestinerorden gliederte Papst Gregor X. 1275 in den Benediktinerorden ein. 1785 schloss das letzte Coelestinerkloster seine Pforten.

Coelestin war - bis zum Rücktritt von Papst Benedikt XVI. im Jahr 2013 - der einzige Papst der Kirchengeschichte, der auf eigenen Entschluss auf das Amt verzichtete. 1 Manche Interpreten halten ihn für einen heiligen Narren nach dem Urbild der Narren um Christi willen, andere loben sein Beispiel als das eines Kirchenfürsten ohne Machtambitionen, manche verbinden mit dem "Engelpapst" Endzeit-Spekulationen. Dante, der italienische Dichterfürst, verdammte den Coelestin ob seines "feigen Verzichts" in die Hölle.«

Quelle: Gemeinfrei - public domain • Joachim Schäfer - Ökumenisches Heiligenlexikon
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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 1. Jan 2021, 00:13

Ringsum, ich wünsch Euch allen ein Gutes Neues Jahr! Mario
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Re: ::: Grotte ed eremiti nell'età dello Spirito Santo • Da Rimini a Monte Sant'Angelo :::

Beitrag von Monika2010 » 1. Jan 2021, 09:40

Hallo Mario,

danke, das wünsche ich Dir auch! Und das Du Deine umfangreichen Planungen durchführen kannst :)

Herzliche Grüße von Monika2010.

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 2. Jan 2021, 11:11

Tommaso d'Aquino 1225-1274

Langsam gehen mir die Reservetage aus. Also, es ist so: Nach vielen Jahre lese ich mal wieder Sofies Welt, Jostein Gaarders Roman über die Geschichte der Philosophie. Gestern Abend hat Alberto Knox angefangen von Thomas von Aquin zu berichten. Okay, den Namen kannte ich natürlich und dass das irgendwas mit der Scholastik zu tun hat. Ein ganz wichtiger Philosoph und Theologo also, und dann auch noch in 'meinem' Jahrhundert, dem Dreizehnten :-)

Thomas stammte aus Aquino, einem Ort zwischen Neapel und Rom meint Wikipedia. Aha, da plane ich ja Anfang Oktober unterwegs zu sein...

Für den 8. Oktober wäre geplant: [Napoli → Cassino → Fontana Liri Inferiore] → Abbazia di Casamari, also Umsteigen in Cassino, bevor es noch zur Abbazia di Casamari, einem mit Joachim von Fiore verbundenem Kloster, 15 km zu wandern sind. Dicht bei Cassino Richtung Fontana Liri Inferiore befindet sich tatsächlich dieses Aquino. Mal schauen, ob ich den Rest der Pilgerreise um einen Tag schieben kann; dann würde ich von Cassino aus nach Aquino laufen und am nächsten Tag die Zugfahrt fortsetzen.

Bild

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 2. Jan 2021, 15:08

Cassino und den Montecassino hatte ich schon 2018 mal geplant. Durch die Verschiebung der Übernachtung von Napoli nach Cassino kann ich jetzt den Weg nach Aquino über den Montecassino legen und wenigstens die polnische Kriegsgräberstätte besuchen, die deutschen Gräber sind an diesem Tag zu weit weg...

Bild

Übrigens, Alberto gestern Abend; jetzt hab' ich erstmals verstanden, dass Jean Calvins Prädestinationslehre schon bei Augustinus vorkommt, der sie direkt aus der Bibel abgeleitet hat. Und Thomas von Aquins Bemühen, Glauben und naturwissenschaftliches Denken zu vereinen, fand ich ziemlich interessant...

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 2. Jan 2021, 22:24

Napoli Percorso circolare

Für die sieben Stunden Aufenthalt in Napoli hab' ich mir drei Highlights ausgedacht. Zuerst natürlich das Castel Nuovo, in dem Celestino V residierte, dann auf dem Hügel das Castel Sant'Elmo mit dem Kloster Certosa di San Martino und auf dem Rückweg eine Führung in den Untergrund; aber dafür wird die Zeit bei 9,2 km Laufstrecke wohl nicht reichen. Mal schauen, was mit dem Bus möglich sein wird...

Bild

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 3. Jan 2021, 14:08

Ich hab' ne Entdeckung gemacht, die wieder mal alles ändert. Ich hab' bestimmt den Schwarzen Gürtel der Unterkunftsstornierer. Aber dieses mal hat es sich wirklich gelohnt. Roccasecca Hello, Aquino Goodbye...

Eremo Santissima Trinità (Eremo Spirito Santo) Roccasecca - Drone YouTube-Link 2:57

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Beitrag von M@rio d'Abruzzo » 3. Jan 2021, 14:24

Tommaso ist nicht direkt in Aquino geboren, sondern im etwa 9 km entfernten Roccasecca, im Castello seiner Familie. Nun hab' ich überlegt, wie ich da hin kommen könnte und das ging halt nur ohne Cassino und ohne Aquino. Die Ruine des Castello war schnell gefunden und gleich das erste Foto erinnerte mich an die Burgen der Katharer. Also ganz klar, da muss ich vorbeischauen. Jetzt kommt es noch besser: plötzlich sehe ich auf der Karte in der Nähe von Roccasecca einen Eintrag 'Eremo Spirito Santo' und diese Einsiedelei, dieses Tal nahe Rom wirkt wie Déjà-vu aus den Abruzzen. Langsam verstehe ich, dass der spätere Celestino V nicht immer ein Greis war, sondern seine Bewegung als junger Ordengründer wirklich bis vor die Tore von Rom etablieren konnte. Hab' dann gleich zwei Übernachtungen gebucht mit Airbnb (booking.com und hotels,com hatten da nichts, und das war ein wahrer Segen, weil ich bei Airbnb immer erst zuletzt schaue.)

Comune di Roccasecca (FR) YouTube-Link 3:04

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