Pilgern 2020 in Deutschland?

Pilgerwege in Deutschland, Österreich und der Schweiz
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Gertrud
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Gertrud » 27. Aug 2020, 19:52

Hallo Gerhard,
Oh nein, das darf doch nicht wahr sein.

Schon wieder bist Du auf "meinem" Westweg unterwegs wenn ich nicht da bin. Das gibt es doch nicht. Letzten Sommer hat es nicht geklappt, und nun schon wieder nicht. Besonders liebe ich die "Kalte Herberge", da war ich doch tatsächlich schon 5x, sie hat es mir angetan, aber auch die Wilhelmshöhe oder schlaft Ihr im Cafe Silberberg? Ach ich träume schon wieder. Der Westweg, der hat was. Den muss man gehen um dies zu verstehen.
Aber jetzt geht's ins schwäbische und ich freu mich riesig.

Herzliche Grüße aus Achern
Gertrud

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Gertrud
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Gertrud » 27. Aug 2020, 20:04

[/quote]
Waasss? Und ich dachte, du bist längst im Valle Maira 8-) (Schaust du auch immer den beiden zu? Inzwischen sind sie schon bei Tappa 8, hach ja).

Ab Rothenburg kann ich dir leider nicht weiterhelfen, ich bin erst in Rottenburg losgegangen und dann weiter ins Kinzigtal und das hauptsächlich im Winter, sodass ich meistens in den Pensionen und Gasthäusern am Weg übernachtet habe. Aber die Via Beuronensis geh ich dieses Jahr sicher auch noch ein Stück. Ich hab meinen ganzen Urlaub noch, yepeee 8-)

Schick dir liebe Grüße,
Andrea
[/quote]

Ach Andrea,
Valle Maira! Vier Bücher habe ich mir Anfang des Jahres gekauft und gelesen. Das Herz blutet noch immer, aber mich hat wegen Corona der Mut verlassen. 2021 vielleicht? Obwohl ich da eigentlich nach Santiago de Compostela pilgern will wegen dem hl. Jahr. Ich weiß nicht, mal schauen. So vieles habe ich ausgearbeitet für Südtirol/Italien und wieder verworfen, bin wohl ein Hasenfuß.

Übrigens Kinzigtal, da warst Du aber ganz schön in meiner Nähe. Kinzigtäler Jakobusweg bis wohin?
Liebe Grüße
Gertrud

Sehe gerade, dass das mit dem Zitat nicht geklappt hat, aber was soll`s. Ist auch so verständlich oder?

Shabanna
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Shabanna » 27. Aug 2020, 20:33

Gertrud hat geschrieben:
27. Aug 2020, 20:04

Übrigens Kinzigtal, da warst Du aber ganz schön in meiner Nähe. Kinzigtäler Jakobusweg bis wohin?
Bis Bleibach bin ich gekommen! Wollte eigentlich immer mal da weiterlaufen, mal sehen, wann das klappt.

Im Moment teste ich grad noch so ein bissle meinen Fuß. Hatte eine OP in München und so langsam lauf ich wieder zur Bestform auf :D

Wünsch dir einen tollen Weg! Stehst du schon in den Startlöchern?

LG,
Andrea

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Gertrud
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Gertrud » 27. Aug 2020, 20:48

Hab von Deiner Fußoperation gelesen, wünsche Dir alles, alles Gute.
Am 08.09. geht's los, Fahrtkarte gebucht und die ersten zwei Unterkünfte. Dann mal schauen...

Bleibach? Überlege gerade ob ich da auch durchgekommen bin auf meinem Weg von zuhause in die Schweiz. Vermutlich auf der Strecke von Elzach nach Freiburg. Erinnere mich nicht mehr, diese Etappen waren geprägt von furchtbaren Fußschmerzen. Aber landschaftlich wunderschön. Von Freiburg ging es dann nach Basel, Bern, Solothurn etc.
Es ist immer wieder schön, in Erinnerungen zu schwelgen. Ganz besonders jetzt, wo die Möglichkeiten doch stark eingeschränkt sind.

Sollte ich tatsächlich bis an den Bodensee laufen, werde ich mich bei Dir melden. Bei Deiner Pilgerherberge komme ich zwar nicht durch, aber vielleicht besteht doch die Möglichkeit auf ein kurzes Treffen irgendwo, wäre schön.
Liebe Grüße Gertrud

Shabanna
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Shabanna » 27. Aug 2020, 21:30

Danke für die guten Wünsche! Meine Füße waren ja schon immer problembehaftet, aber als ich jetzt nach der OP lange hier rumlag und zeitweise bisschen verzweifelt war, wurde mir klar, dass sie mich immer dorthin getragen haben, wo ich hinwollte. Und wo wollte ich nicht überall hin! Wow, was hab ich Kilometer runtergerissen seit 2009.

Und dass ich denen verdammt nochmal ganz schön dankbar dafür bin.

Wenn du in der Nähe bist, melde dich!

LG,
Andrea

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Gerhard.1
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Gerhard.1 » 28. Aug 2020, 00:00

Gertrud hat geschrieben:
27. Aug 2020, 19:52
Hallo Gerhard,
Oh nein, das darf doch nicht wahr sein.

Schon wieder bist Du auf "meinem" Westweg unterwegs wenn ich nicht da bin. Das gibt es doch nicht. Letzten Sommer hat es nicht geklappt, und nun schon wieder nicht. Besonders liebe ich die "Kalte Herberge", da war ich doch tatsächlich schon 5x, sie hat es mir angetan, aber auch die Wilhelmshöhe oder schlaft Ihr im Cafe Silberberg? Ach ich träume schon wieder. Der Westweg, der hat was. Den muss man gehen um dies zu verstehen.
Aber jetzt geht's ins schwäbische und ich freu mich riesig.

Herzliche Grüße aus Achern
Gertrud
Ja, hallo Gertrud,

warum planst Du denn, obwohl wir uns noch gar nicht kennen, fast immer zeitgleich deine Wander- und Pilgertouren :?: :roll: Wer funkt da wohl immer dazwischen :?: ;)

Es war diesmal aber auch gar nicht einfach, Quartiere zu bekommen. Unser Lieblingshotel "Zum Kreuz" im Hohlengraben war ausgebucht, ebenso der "Schweizerhof" und jetzt sind wir statt dessen im "Thurner", "Berggasthof Brend" und in der "Schöne Aussicht" untergebracht. Die "Kalte Herberge" hatten wir früher nur einmal gebucht, ebenso das Cafe "Silberberg", während wir in der "Wilhelmshöhe" auch mehrmals übernachtet haben.
Du hast recht, der Westweg von Pforzheim nach Basel ist einfach besonders, war für uns 1988 daaas Schlüsselerlebnis und lieben ihn heute noch genauso wie beim ersten Mal. Nur wollten wir ihn endlich mal in Gegenrichtung laufen, machen das aber nicht am Stück sondern halt stücklesweise und planen das mitunter sehr spontan. Vielleicht klappt dann beim nächsten Mal mit dir zusammen ein Treff im Harkhof :?: :)

Aber genieße Du jetzt erstmal deinen Weg im Schwabenländle und wir unsere Rückwärtstour im (Sym)badischen Ländle. :o

Herzliche Grüße aus KA
Gerhard
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chrisbee
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von chrisbee » 24. Sep 2020, 22:12

Hallo zusammen,
inzwischen sollte ich meine Wanderung gen Süden wohl „Coronatour“ nennen, denn dass ich in diesem Jahr einen hiesigen Jakobsweg immer weiter wanderte, hängt natürlich mit dieser Epidemie zusammen. Im Frühjahr ging ich in Etappen von Frankfurt aus über Mainz, Worms, Mannheim, Heidelberg bis nach Baden-Baden, ab dem Malschenberg war es der Badische Jakobsweg. Ende August dann ging ich diesen Weg ab Baden-Baden weiter bis nach Breisach zur Grenze nach Frankreich. Insgesamt wurden es 440 Kilometer reine Strecke. Über den wunderbaren Badischen Jakobsweg will ich jetzt eigentlich nichts schreiben, das haben hier schon andere getan, mir hat es sehr gut gefallen über die Weinberge hin, oft am Waldsaum am Westrand des Schwarzwaldes mit der Aussicht auf die große Rheinebene und bis nach Straßburg und auf die Vogesen am Horizont und natürlich das Erlebnis dieser schönen Winzerorte usw. Viele Idyllen. Weil ich es auch jetzt wieder mit dem Camper für die Übernachtungen hielt, kann ich auch keine Hoteltips geben (allenfalls etwas zu Stellplätzen und Campingplätzen sagen). Und kaum, dass andere Wanderer unterwegs waren. Aber es gab vieles, was ich interessant fand und mir auffiel. Zweierlei möchte ich bemerken: Zum einen war ich erstaunt, wie viele Bananen und große Palmen mittlerweile an alten Häusern wuchern und wachsen. Also nicht nur in exotisch gestalteten Vorgärten oder botanischen Anlagen, sondern selbst auf alten Weingütern und vor ganz normalen Fachwerkhäusern, als wäre es irgendwie schon Italien. An Feigen, Oliven, Aprikosen und viele andere in Weinregionen hat man sich schon lange gewöhnt, aber der Anblick wuchernder Bananen hat mich schon verwundert und mein Deutschlandbild einigermaßen verändert.
Zum zweiten hat mich dieser Jakobsweg selbst etwas verwundert. Bald hinter Baden-Baden fiel mir auf der Suche nach Markierungen ziemlich bald auf, dass die Jakobswegbeschilderung selten, aber die Markierung eines „Ortenauer Weinpfades“ ständig vorkam. Tatsächlich verläuft hier auf 100 Kilometern der Badische Jakobsweg auf dem klassischen Weinwanderweg. Er folgt den Weinwegen und Bergen, es geht heftig rauf und runter - und ist unterm Strich doch auch ziemlich anstrengend. Was Pilger in früheren Jahrhunderten vermutlich nicht mitgemacht hätten. Ich vermute mal, dass Jakobspilger früher eher auf der heutigen B3 unterwegs waren, die immer in der Nähe verläuft. Wie kommen die neuen/alten Jakobswege eigentlich zustande? Inzwischen sind in Deutschland ja viele Jakobswege wieder ausgewiesen worden. Aber wie ist das mit der Historie?
Vielleicht kennt sich hier jemand aus oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Das würde mich schon mal interessieren.

Grüße von chrisbee

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Gerhard.1
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Re: Pilgern 2020 in Deutschland?

Beitrag von Gerhard.1 » 25. Sep 2020, 11:21

chrisbee hat geschrieben:
24. Sep 2020, 22:12
Hallo zusammen,
inzwischen sollte ich meine Wanderung gen Süden wohl „Coronatour“ nennen, denn dass ich in diesem Jahr einen hiesigen Jakobsweg immer weiter wanderte, hängt natürlich mit dieser Epidemie zusammen. Im Frühjahr ging ich in Etappen von Frankfurt aus über Mainz, Worms, Mannheim, Heidelberg bis nach Baden-Baden, ab dem Malschenberg war es der Badische Jakobsweg. Ende August dann ging ich diesen Weg ab Baden-Baden weiter bis nach Breisach zur Grenze nach Frankreich.
(.....)
Zum zweiten hat mich dieser Jakobsweg selbst etwas verwundert. Bald hinter Baden-Baden fiel mir auf der Suche nach Markierungen ziemlich bald auf, dass die Jakobswegbeschilderung selten, aber die Markierung eines „Ortenauer Weinpfades“ ständig vorkam. Tatsächlich verläuft hier auf 100 Kilometern der Badische Jakobsweg auf dem klassischen Weinwanderweg. Er folgt den Weinwegen und Bergen, es geht heftig rauf und runter - und ist unterm Strich doch auch ziemlich anstrengend. Was Pilger in früheren Jahrhunderten vermutlich nicht mitgemacht hätten. Ich vermute mal, dass Jakobspilger früher eher auf der heutigen B3 unterwegs waren, die immer in der Nähe verläuft. Wie kommen die neuen/alten Jakobswege eigentlich zustande? Inzwischen sind in Deutschland ja viele Jakobswege wieder ausgewiesen worden. Aber wie ist das mit der Historie?
Vielleicht kennt sich hier jemand aus oder hat ähnliche Erfahrungen gemacht. Das würde mich schon mal interessieren.

Grüße von chrisbee
Hallo chrisbee,

vielleicht sind die beiden nachgenannten Links geeignet, deine Frage nach der Historie des "Badischen Jakobusweges" wenigstens ansatzweise zu beantworten. :)

https://www.kath-achertal.de/html/20200 ... ertal.html
https://badische-jakobusgesellschaft.de/

Meine Frau und ich waren im vergangenen Jahr ebenfalls auf ihm von Ettlingen bis Breisach unterwegs und haben viele freudige Momente erlebt. Es gibt etliche Jakobswege hier im badischen "Ländle", die im Bereich des herrlichen Schwarzwaldes verlaufen. Selbst der wunderschöne Westweg, der von Pforzheim über die Schwarzwaldhöhen bis nach Basel verläuft, wird teilweise als Verbindungsweg zu Jakobswegen genutzt und ist dann auch mit den bekannten stilisierten gelben Jakobsmuscheln auf blauem Grund markiert.

(Sym)badische Grüße aus KA
Gerhard
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