Camino Primitivo im Oktober?

Der "erste" Jakobsweg von Oviedo in Richtung Santiago
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Lunablau
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Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Lunablau » 7. Aug 2019, 21:30

Liebe Mitpilger,

also erstmal muss ich sagen, dass ich mich UNGLAUBLICH freue, dass es dieses Forum wieder gibt!!!! Also vielen Dank an den oder die Betreiber!!!! Das ist wirklich ganz toll. Ich war hier lange registriert, bis das Forum plötzlich verschwunden war.

Ich bin im Mai/Juni 2017 meinen ersten Camino gegangen, den Frances, und hatte mir den auch bewusst ausgesucht aufgrund der guten Infrastruktur usw. und fand das als Camino-Neuling auch wirklich gut. Seitdem schwirrt mir der Camino Primitivo im Kopf bzw. eher im Herz herum, ich habe damals Pilger getroffen, die vom Primitivo auf den Hauptweg stießen und natürlich sehr geschockt waren. Was sie über den Primitivo erzählt haben, hat mich fasziniert.

Wie auch immer. Ich möchte im Herbst einen weiteren Camino gehen, am Liebsten den Primitivo, habe jetzt nur das Problem, dass ich wahrscheinlich erst Anfang Oktober gehen könnte. Meine Frage an die Primitivo-Erfahrenen: Muss ich mit wirklich sehr schlechten Wetterbedingungen rechnen? Ich habe kein Problem damit, wenn es öfters regnet und würde mich auch auf kühlere Temperaturen einstellen... Natürlich kann mir niemand sagen, wie das Wetter tatsächlich sein wird, das ist schon klar... Ich habe einen super (teuren!!!) Regenponcho, der auf dem Frances praktisch überflüssig war damals... Die Frage ist halt, wie ungemütlich es im Oktober werden kann und ob einem das am Ende die Lust verderben kann. Momentan sind die Temperaturen in Deutschland ja noch angenehm, da kann man sich nicht so gut vorstellen, wie es ist zu frieren...

Die Alternative wäre der Camino Portugues, sicherlich besser bezüglich Wetter. Nur habe ich eher Lust auf Berge und stelle mir die Landschaft am Primitivo einfach toll vor. Und habe Angst, dass der portugiesische Weg vielleicht etwas "langweilig" sein könnte (aber da lasse ich mich gerne eines Besseren belehren! Es hat ja eh jeder Camino seinen Reiz.), ich stelle mir den portugiesichen Weg ein bisschen wie den Weg nach Fisterra und Muxia vor, landschaftlich. Vielleicht stimmt das ja gar nicht...

Also ich freue mich über eure Meinungen!
Viele Grüße
Diana

Shabanna
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Shabanna » 8. Aug 2019, 08:57

Hey Diana,

ich bin den Primitivo letztes Jahr im Oktober gegangen und hatte eine geniale Zeit dort! Die Landschaft ist wirklich ein Traum und im Oktober war grad die richtige Menge an Pilgern unterwegs - grade so viele, dass man Teil einer Pilgerfamilie war, aber auch wieder so wenige, dass man überall locker ein Bett bekommen hat. Das Wetter war bei mir weitgehend wunderschön sonnig und trocken, wenn es auch abends dann doch schnell kühl wurde und es z. B. auf der Hospitales-Route oben rum dichten Nebel hatte. Es gab auch ein paar wenige Regentage, aber da muss man halt durch - warum sich dadurch die Laune verderben lassen?

Ich gehöre übrigens auch zu den Pilgern, die in Melide auf den Hauptweg stießen und völlig schockiert am Abend in einer Bar saßen und sich vorkamen wie Aliens ... :D

Den Portugues bin ich dieses Jahr im März/April gegangen. Hatte auch was, aber gehört jetzt nicht zu meinen Highlights (ausgenommen die Variante Espiritual). Aufm Portugues waren halt auch sehr sehr viele unterwegs, die zum ersten Mal pilgern. Nicht, dass mich das stört, aber das ist dann halt insgesamt eine ganz andere Pilgeratmosphäre als eben aufm Primitivo z. B.

Bin gespannt, wofür du dich entscheidest! Das eine muss ja das andere nicht für immer ausschließen :)

LG,
Andrea

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Andrea Ilchmann
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Andrea Ilchmann » 8. Aug 2019, 21:11

Huhu!
Zur Wetterfrage kann ich nur beitragen, dass ich nix mehr glaube, was ich nicht meiner eigenen Haut gespürt habe. Ich hatte schon Schnee im Mai (auf dem Camino de San Salvador von León nach Oviedo) und gehe ganz bestimmt nie, nie, nie wieder ohne meine Merinounterhosen (in diesem Jahr im Juni war ich einmal mehr sehr, sehr dankbar für sie). Im Oktober ist vielleicht nicht mehr ganz so viel los, aber auch nur vielleicht (ich fürchte, es kommen noch mehr auf die Idee, nicht unbedingt zur Hauptpilgerzeit zu gehen :roll: )

Aber einen Tipp habe ich:
Es gibt ab Lugo eine Alternativroute am Flüsschen Mera entlang und dann entweder über Santa Eulalia de Boveda auf Straßen oder völlig herausgenommen aus der Welt durch Wälder und Wiesen (ein Traum!). In Friol gibt es ein Gästehaus, das sehr auf Pilger eingestellt ist. Am nächsten Tag trifft man ein Stück vor Sobrado dos Monxes (Herberge) auf den Camino Norte und geht entweder mit ihm nach Arzua oder man geht ab Boimorto ein bisschen anders (macht vom Weg her nicht viel aus, weil beide Routen ab dort über kleine Straßen führen) nach A Brea.

Uuuuund: Freu dich auf den Weg! Er ist klasse!

Camino Portugues: Ja, der Zentralweg ist etwa vergleichbar mit dem Camino Finisterre ... mit ebenso vielen Höhen, nur verteilt auf eine viel längere Strecke ... naja, gefühlt zumindest, aber nicht vergleichbar mit dem Primitivo, auch schön, aber ganz anders.
Pilger, die beim Gehen manchmal einfach nur Bauch und Füße sind - #Bauchfüßler eben.

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Winti46
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Winti46 » 8. Aug 2019, 21:29

Ich bin vom 4.-19. Oktober von Villaviciosa den Primitivo gelaufen bis Arzua. Meistens war das Wetter bestens wie Du auf meinen Bildern siehst: https://fernwandern2.jimdo.com/primitivo - Und den Tipp von Ilfchur betreffend dem Weg entlang dem wunderschönen Flüsschen oder Bächlein Mera kann ich nur bestätigen rerspektive beipflichten.

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Lunablau
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Lunablau » 10. Aug 2019, 08:26

Hallo Andrea, Fuchur und Winti,

ganz lieben Dank für eure Antworten!! Ich bin jetzt total erleichtert und wieder total auf den Primitivo eingestellt :-) Ich hatte wirklich eher erwartet, dass mir abgeraten wird (weil ich Ähnliches hier und da gelesen habe) und mir von Schneechaos und Daurregen berichtet wird... Aber klar, es kann alles kommen, darauf stelle ich mich ein.

@Andrea:

Dein Bericht über den Primititvo hört sich toll an!!! Ich bin auch jetzt schon davon überzeugt, dass der Weg wunderschön ist, mich zieht es einfach dahin! Man sagt ja auch, dass einen der Camino ruft, und ich glaube auch, dass einen ein bestimmter Camino ruft. Und was Du in Bezug auf die Atmosphäre auf dem Portugues sagst, kann ich mir gut vorstellen. Ist ja logisch irgendwie, weil der Weg ja gerade für Anfänger empfohlen wird. Man kann sich natürlich aus 1000 Gründen für genau einen bestimmten Camino entscheiden. Auch körperliche Gründe. Oder eben, ob man eher viele Pilger um sich haben will oder weniger. Ich fänd es gerade schön, wenn es überschaubar, aber nicht vollkommen einsam wäre. Damals haben mir die Pilger vom Primitivo erählt, dass dort ungefähr (im Mai/Anfang Juni) 40 PIlger pro Tag unterwegs waren. Und sich alle irgendwie kannten. Das kann man ja gar nicht mit dem Frances vergleichen. Wobei ich die Erfahrung auf dem Frances auch toll fand. Und irgendwann werde ich den sicher auch nochmal gehen, aber vielleicht erst in 20 Jahren, wenn ich dann hoffentlich noch fit genug bin :-) Es war z. B. auch toll, Menschen aus der GANZEN Welt zu treffen, das hat man auf den weniger bekannten Wegen bestimmt weniger, also keine Japaner, Brasilianer, Neuseeländer und Menschen aus irgendwelchen exotischen Ländern/Inseln, die ich noch nie gehört und jetzt auch schon wieder vergessen habe... Ich als Neuling wollte auch erstmal wissen, wie so was über funktioniert, wie es mir geht auf so einer langen Reise, und auch wie ich mit den Herbergen zurecht komme. Aber letztlich hatte ich kaum Probleme, eher vielleicht mit den Massen am Ende des Wegs. Denn das musst Du auch wissen (falls Du vorher nicht den Frances gegangen bist): Diese schrecklichen Massen gibt es nur (ich kann natürlich nur von dem Zeitpunkt im Mai vor zwei Jahren sprechen) auf den letzten 100 Kilometern – wenn es auf dem Weg davor durchgehend so gewesen wäre, hätte ich den Camino abgebrochen oder wäre auf einen anderen gewechselt. Ich fand es ganz am Anfang nach St.-Jean-Pied-de-Port auch sehr voll, das lag allerdings damals wohl daran, dass die Spanier alle Anfang Mai Ferien hatten. Da brach schon Panik wegen der Betten aus und ich wollte aber stur daran festhalten, NICHT zu reservieren und das habe ich auch dann auch den ganzen Camino entlang durchgezogen und es hat wunderbar geklappt!!! Ich glaube ich musste nur einmal noch bis zum nächsten Dorf weiterlaufen, weil alle Herbergen voll waren. Und in Santiago hatte ich etwas reserviert, um sicher ein Bett zu haben. Wie gesagt, die letzten Tage haben mir wirklich wenig Spaß gemacht. Nicht nur wegen der vielen Pilger, vor allem wegen der Art der PIlger und weil die Atmosphäre sich sehr verändert, viele "mal eben" aus den USA rübergeflogen waren, um die letzten 100 Kilometer zu gehen, da ist man als "anständiger Pilger" :-) wie ich, der wirklich jeden Meter gegangen war, wirklich aggressiv und genervt und auch traurig irgendwie. Aber gut, das muss ich hier niemandem erklären denke ich :-) Und außerdem ging es hier ja um den Primitivo und den nicht den Frances, pardon!


@Ilfuchur:

Ja, das mit dem Wetter ist mir klar... Ich stelle mich auf alles ein, hoffe aber auf wunderbares Herbstwetter :-))) Und danke für den Tipp mit den Merinounterhosen, kratzen die nicht? Ich habe Merino-Tshirts, die ziehe ich aus genau dem Grund nicht so gerne an... Na ja, ich muss mich klamottentechnisch dann noch auf den Primitivo einstellen. Will ja auch nicht aus lauter Angst vor Kälte und Nässe so viel schleppen. Also meinen tollen Regenponcho nehme ich natürlich mit und dann habe ich noch so Regengamaschen bzw. Beinlinge oder wie man das nennt, fand ich praktisch, auch wenn ich sie nur einmal benutzt habe. Mit dem Schlafsack muss ich noch schauen, ob mein leichter Aldi-Schlafsack dafür reicht, aber ich denke mal schon, wenn es noch Decken zusätzlich gibt. Da kann ich ja noch mal was im anderen Thread zu schreiben, wo es um das Thema ging.
Und danke wegen dem Tipp mit der Variante ab Lugo, das werde ich mir auf jeden Fall merken!

@Winti: Deine Bilder sehen wirklich schön aus, echt schöne Landschaft!! Kannst Du den Weg ab Villaviciosa empfehlen? Im Buch von Raimund steht ja, dass der Weg bis Oviedo landschaftlich nicht so spannend. (Aber gut, ich bin ja auch durch Industriegebiete und neben Autobahnen gepilgert, dagegen ist die Strecke bestimmt viel schöner nehme ich an).

Ich glaube, es wird der Primitivo, ich werde euch bestimmt nochmal anschreiben bzw. hier posten, wenn Fragen auftauchen. Und dann auch berichten, wie es war. Oder nur, wenn das Wetter toll war, damit ich niemanden davon abhalte, im Oktober zu gehen... :-))

Liebe Grüße
Diana

Shabanna
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Shabanna » 10. Aug 2019, 14:16

Diana, das was dir die Leute vom Primitivo erzählt haben, kann ich genauso unterschreiben. Und klar war Melide ein Schock, den man erst mal verkraften musste ;) Aber ich kannte den Frances und wusste insofern in etwa, was auf mich zukommt. Und irgendwie habe ich mich auch darauf gefreut.

Es war dann auch etwas ganz Besonderes, den Rest vom Frances zu gehen mit dem Wissen, die Primitivo-Pilger sind alle irgendwo in der Nähe und da, wenn ich sie bräuchte. Obwohl wir am Ende über zwei oder drei Etappen verstreut waren und natürlich auch nicht alle gemeinsam in Santiago ankamen, waren wir weit über Santiago hinaus eine Art "verschworene Gemeinschaft", so unterschiedlich wie wir alle waren. Schwer zu beschreiben, aber einfach wunderschön und bestimmt nicht eins zu eins reproduzierbar. Aber: Der Primitivo (in der Nebensaison) liefert die Rahmenbedingungen. Für die Magie muss dann natürlich jeder Pilger selbst was tun.

Ich fand den Primitivo schon körperlich anstrengend (ich hab die "ganz normalen" Etappen gemacht, die kann man teilweise auch noch kürzen). Aber dadurch, dass das ganze Drumherum dort so entspannt war, empfand ich den Weg insgesamt gar nicht als schwierig. Irgendwie liegt ein großer Friede über dem Primitivo.

Die Hospitales-Route bin ich ab Campiello gegangen, danach war ich tot. Aber es war ein angenehmes Tot-sein :D Ich würde beim nächsten Mal allerdings auf keinen Fall in Berducedo bleiben. Ich würd in die wunderschöne Herberge Miguelin nach La Mesa weitergehen. In Montefurado gibt's leider noch immer keine Herberge. Wir alle hatten einstimmig beschlossen, dass wir da eine aufmachen würden. Das wäre für viele Pilger genau der passende Ort und Zeitpunkt. Übrigens soll auch die Strecke über Pola de Allande sehr schön sein.

Ich habe letztes Jahr ziemlich spontan für ein paar Euronen einen der letzten Direktflüge mit Volotea von München nach Oviedo gebucht (Volotea fliegt nur bis 15.10.2019). Würd ich jederzeit wieder so machen. Den Flug gibt's auch dieses Jahr wieder, allerdings (momentan) nicht mehr ganz so günstig. Kaum ausm Flughafen raus stand quasi direkt davor schon der Bus nach Oviedo. Ich weiß nicht, woher du kommst, aber ausm Süden Deutschlands ist das eine wirklich gute Option.

Ich wünsch dir ganz viel Spaß bei deinen weiteren Planungen! Halt uns auf dem Laufenden ...

LG,
Andrea

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Winti46
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Winti46 » 11. Aug 2019, 13:05

Einige kleine Ergänzungen:
Ausrüstung: Ich war mit meiner normalen Pilgerausrüstung unterwegs, d.h. mit Zwiebeltechnik und Schlafsack meru ultralight -6 bis +11 Grad. Das passte wunderbar.
Villaviciosa-Oviedo: Der Weg ist vielleicht nicht so spannend wie der übrige Primitivo aber auch irgendwie reizvoll (so richtig zum Einlaufen mit sehr viel Grün). In Villaviciosa kann man beim Plaza Manuel Alonso abzweigen und bis Amandi durch den grossen Park laufen. Auch sehr schön ist Kirche San Salvador von 893 in Valdedios und das Kloster daneben sowie der weitere Weg über die Alto de Campa bis nach Pedrosa. Am zweiten Tag kreuzt man die Autobahnen in der Nähe von El Berron aber läuft nie an dieser entlang, sondern kommt an kleinen Orten vorbei und dazwischen hat es auch wieder Wanderwege. Wenn Du zum Palast von Meres kommst, so habe keine Hemmungen hinzugehen (vielleicht ist er offen und darfst Dich umsehen). Erst ab Colloto, etwa 5km vor Oviedo wird es vorstädtisch. Vom Flughafen Asturias (Oviedo/Aviles/Gijon) nach Villaviciosa gibt es etwa stündliche Busverbindungen mit kurzem Umsteigen in Gijon.
Hospitales Route: Ich habe in Borres übernachtet. Die Herberge Santa María war ganz ordentlich und neu gibt es ja nun auch eine zweite Herberge (Route 3km weniger gegenüber Übernachtung in Campiello).
Mera-Bóveda: Ich lief dem Flüsschen Mera noch ca. 750m weiter entlang als damals im Outdoor von 2014 beschrieben und bin erst in A Mera auf dem Strässchen direkt nach O Vera gelaufen. Bei der Kirche Santa Eulalia de Bóveda und dem römischen Wasserheiligtum (leider 2017 geschlossen und nicht zugänglich; ich hoffe, dass man es inzwischen wieder besichtigen kann) teilen sich die Wege entweder über Friol oder wieder zur traditionellen Variante. Zu dieser bin ich nicht wie im damaligen Outdoor beschrieben auf Umwegen über Landstrassen, sondern kürzer auf kleinen Strassen und Wegen auf der Ruta Turistica „El viejo Lugo agrario“ direkt zum Weiler Cabanas und über das Flüsschen Mera zur Kirche de San Miguel de Bacurin (romanisch mit islamischen und speziellen Kragenelementen 12.Jh.) und dem Pazo de Bacurin gelaufen, wo ich kurz darauf wieder auf den markierten Primitivo gestossen bin. Die Herberge in der Gegend von Castrelo/Guntin/San Román erreichte ich so nach total etwa 23km ab der Kathedrale Lugo.

copiness
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von copiness » 3. Sep 2019, 15:49

Hallo,
ich kann den anderen nur zustimmen. Der Primitivo ist wunderschön, ich war Ende September 18 da unterwegs. Die Hospitales Route bin ich nicht gegangen, weil ich Blasenprobleme hatte und deshalb nicht die lange Tagesetappe gehen wollte. Also bin ich "untenrum", was aber so auch nicht stimmt, es sind viele Höhenmeter, denn man muss dann erst runter nach Pola de Allande und tags drauf wieder hoch zum Pass Puerto del Palo, wo sich die Wegvarianten wieder treffen. Neblig war es auch, also hatten weder die auf der Hospitales noch ich viel gute Ausblicke. Als ich oben war, riss der Nebel ein wenig auf und eine Herde Pferde mit Fohlen galoppierte vorbei... Da oben tauchten auch noch andere Pilger auf und alle blieben schön zusammen, damit keiner sich im Nebel verirrt, das war echt gut so. Abwärts kam die Sonne durch und die grandiose Landschaft zeigte sich.
Also egal ob Hospitales Route oder über Pola d.A.: beides und alles schön!

Auf den Frances zu stoßen war auch für mich ein Schock, die "Primitivos" gingen da richtig unter und man war so froh, mal einem wieder zu begegnen.

Grüße, Copiness

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Pius
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Pius » 27. Sep 2019, 00:16

Hallo Diana,

ich war letztes Jahr auf dem Primitivo, allerdings nicht im Oktober.
Eine wunderschöne Tour. Trotz der Anstrengung über die Hospitales-Route (ab Campiello!) wollte ich sie nicht missen.
Unbedingt empfehlenswert: Herberge von David in Bodenaya!!! Pilgeratmosphäre vom Feinsten. Grüße ihn von mir (Rucksackabzeichen am Deckenbalken).

Buen Camino
Dieter

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Lunablau
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Re: Camino Primitivo im Oktober?

Beitrag von Lunablau » 7. Jan 2020, 18:54

Hallo zusammen,

tut mir leid, dass ich mich gar nicht mehr gemeldet habe! Danke für eure weiteren Antworten!!

Ich möchte hier nur kurz meinen Stand der Dinge geben: Und zwar bin ich den Camino Primitivo doch nicht im Oktober gegangen (aus persönlichen/organisatorischen Gründen) und ich habe jetzt ganz fest vor, ihn im April/Mai zu gehen. Wahrscheinlich werde ich Mitte/Ende April starten. Im Oktober habe ich ab und zu aus Neugierde nach dem Wetter in der Region des Primitivos geschaut und es schien mir ganz gut gewesen zu sein, also gar nicht kalt!!

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass ich jetzt endlich bald meine Fahrt organisieren und mich dann einfach nur noch freuen kann!!! Endlich wieder auf dem Camino sein!!!!

Falls Fragen auftauchen, werde ich mich hier wieder melden und sowieso werde ich den ganzen Chat mal ausdrucken und mir die Details in Ruhe durchlesen, vor allem was die Spezialrouten betrifft.

Liebe Grüße
Diana

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