::: Caminho Histórico Rota Vicentina • Grândola → Santiago do Cacém → Cabo de São Vicente :::

Durch Portugal nach Santiago
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Mario d'Abruzzo
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Re: ::: Caminho Histórico Rota Vicentina • Santiago do Cacém → Cabo de São Vicente :::

Beitrag von Mario d'Abruzzo » 27. Jan 2020, 10:29

SPIEGEL-Reporter Alexander Smoltczyk arbeitet und lebt seit 2018 in Lissabon. Sein SPIEGEL+ Artikel ist seit dem 20.01.2020 online:

Das sind die schönsten verschwiegenen Ecken von Lissabon

Zitat (Quelle): »Jedes Haus hat sein Gesicht, und alle diese Gesichter sind in Würde gealtert. So kommt es einem jedenfalls vor. Dabei hat Lissabon moderne Architektur zu bieten, die einen Berliner vor Neid in Depression fallen lässt. Deutlich sehenswerter als die plumpe Kathedrale Sé ist die Dachkonstruktion des Ostbahnhofs, des "Estação do Oriente", entworfen von Santiago Calatrava. [...] Dort liegt, als wäre er in Paris, der Blumenplatz, "Praça das Flores", und ist zu jeder Tageszeit wert, sich auf einer Bank niederzulassen und darüber nachzudenken, was es mit einer Stadt macht, wenn sie seit Jahrhunderten von Kriegszerstörungen verschont geblieben ist.«

Bild
Der Ostbahnhof "Estação do Oriente" Urheber: W.Rebel [CC BY (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)]

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Re: ::: Caminho Histórico Rota Vicentina • Santiago do Cacém → Cabo de São Vicente :::

Beitrag von Mario d'Abruzzo » 28. Jan 2020, 23:10

Jetzt hab' ich für den letzten Tag mit dem Adam außer dem sicher touristischen Cabo da Roca noch ein ziemlich abgeschiedenes Plätzchen in den Bergen entdeckt, die Ermida do Senhor do Horto vereint mit dem Convento dos Capuchos auf dem Páteo do Tanque. Mit Google lässt sich außer Fotos auf Pinterest kaum dazu etwas finden.

Ermida do Senhor do Horto, das klingt für mich ziemlich romantisch. Mit Adam ins Paradies...

Parques de Sintra • Monte da Lua

Zitat (Quelle): »Convent of the Capuchos

A Franciscan convent built in direct contact with nature and in keeping with a philosophy of extreme architectural and decorative simplicity. The Capuchos Convent is extremely small in size, being notable for the great poverty of its construction. It is also known as the “Cork convent” because of the extensive use of cork in the protection and decoration of its tiny spaces. Its rustic appearance and great austerity are indissociable from the surrounding vegetation, since the building is completely integrated into the natural environment, to the extent that enormous granite boulders have been incorporated into its construction


Das Klösterchen wird noch bis Mitte 2020 renoviert und kann gerade nicht besucht werden. Aber die Umgebung lädt zum verweilen ein.

Bild
Urheber: Mário (Lobo) GuedesFoto von Parque Natural Sintra Cascais - Trilho Convento dos Capuchos » Anta de Adrenunes » Santuário N.Senhora Panha

Hier noch eins von mehreren 360°Fotos: https://goo.gl/maps/htR9XBy1VWsyMmoC6

Bild

Mal durchlesen, ob ich überhaupt so fahren darf...

Edit: Okay, vom Bahnhof in Sintra aus fährt ein Shuttle...

Edit: Oder von Westen her 3 km Fußweg. Das müsste mein Knie mit Orthese doch Mitte April erlauben...

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 4. Feb 2020, 00:05

Alentejo – Kulturlandschaft der Korkeiche

Ein Lust auf Natur machender Bericht mit vielen Fotos über das Alentejo und die Korkeichenwälder. Der Verfasser hat sich während der typischen Erntezeit des Korkes zwischen Mai und August während einer Rundreise informiert.

Das besuchte Gebiet liegt zwischen Grândola und Santiago do Cacém, also sozusagen auf der Etappe 0 des Caminho Histórico Rota Vicentina. Der Eigentümer der Korkeichenwälder Luiz Diaz bewirtschaftet das Landgut »Herdade das Barradas da Serra« in fünfter Generation. Unter diesem Namen kann man mit Google Maps fündig werden. Und kann erkennen, dass dieses Landgut außer Kork auch eine Tesla-Stromzapfsäule bietet (und Übernachtungen für 110 €).

Bild

https://goo.gl/maps/YzJZXQXJPVcRB9UJ8

»Die Korkeiche ist der einzige Baum, dessen Rinde man am lebenden Stamm ernten kann, ohne dass er anschließend stirbt. Die Borke der Korkeiche wächst immer wieder nach. Die erste Ernte erfolgt ab dem fünfundzwanzigsten Jahr. Im Normalfall erholt sich der Baum von der Ernte und die Borke kann nach neun bis zehn Jahren erneut geerntet werden. Ein Baum liefert ca. 100 bis 200 Kilogramm Kork. [...] Die dickere Korkmasse bindet in der Rinde fünfmal mehr CO2 als andere Bäume.« (Quelle: Natur/ Lüdecke 2013)

Etwas beängstigend wie sich der Klimawandel jetzt schon in Südportugal auswirkt.

»Der Alentejo wird bereits jetzt als Gebiet eingestuft, das zur Gefahr läuft, zu einer Wüste zu werden. Und wenn die Durchschnittstemperatur – wie vorhergesagt – bis zum Ende des Jahrhunderts um vier bis sieben Grad ansteigt, wird es schwierig für viele Pflanzenarten zu überleben. Es wird uns extrem schwer fallen, diesen Prozess zu verhindern oder auch nur zu verlangsamen.« (Quelle: Deutschlandradio)

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 4. Feb 2020, 11:46

Rota da Serra Google Books-Link Portugal Reiseführer Michael Müller Verlag: Individuell reisen...

Ein bisschen leide ich Armer natürlich schon darunter, dass ich die Rota Vicentina nur mit dem Auto und kleinen Spaziergängen erfahren kann. Ständig gibt es neue Aspekte und jetzt sogar einen ganz sicher schönen Rundweg Rota da Serra (18,6 km • 477 m • 477 m) durch die Korkeichenwälder. Doch der Reihe nach...

Ich wollte ja mal nachschauen, wo dieses Korkeichen-Landgut Herdade das Barradas da Serra liegt. Wie der Zufall es will, natürlich genau an meiner Autostrecke von Lisboa nach Vale Seco. Etwa auf der Höhe von Grândola. Nach Grândola fährt ein Zug von Lisboa aus. Wer also seine Wanderung in Santiago do Cacém starten möchte, fährt entweder mit dem Zug von Lisboa nach Grândola und dann weiter mit dem Bus, oder direkt mit dem Bus nach Santiago do Cacém. Wer sich einen Aufenthaltstag in Grândola gönnen möchte, kann dann diese Rota da Serra laufen.

Bild

gpx-Dateikml-Datei

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 4. Feb 2020, 16:26

Das muss wohl der Blick auf den Aussichtspunkt Outeiro dos Píncaros sein. Neben der Straße ist eine Fläche zum Halten. Aber ob ich meinen OPEL Adam da stehen lassen kann, ohne dass er aufgebrochen wird? Ich müsste wohl meinen Rucksack mitnehmen, was ich eigentlich gerne vermeiden würde...

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 7. Feb 2020, 11:24

Bei meiner Übersichtsseite zur Rota Vicentina-Tour vom 28. März bis zum 21. April 2020 stand ich nun vor dem Problem, wie ich die geplante Wanderung und die (hoffentlich stattfindende) Motorreise einigermaßen übersichtlich darstellen kann.

Ich hab' das jetzt so gelöst, dass die Tour mit dem Mietwagen grau und die offizielle Wanderroute orange im Text dargestellt wird. Wer sich also nur für die Daten des Wanderweges interessiert (GPS-Track, Entfernung, Höhenmeter) orientiert sich an den Angaben in oranger Farbe; wer sich mehr für die täglichen Fotos der tatsächlichen Motortour interessiert, für den gelten die grauen Werte; wobei da dann die Highlights des Tages auf der Übersichtsseite natürlich zeitnah eingetragen werden. Nur die Quartiere sind fixiert...

Bild

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 9. Feb 2020, 17:44

Mein Sohn ist gerade mit Grand Kangoo und Surfbrett in Süwestportugal auf Wellensuche. Diese Bild hat er mir heute geschickt.

Bild

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 10. Feb 2020, 11:30

Quartiere auf der ROTA VICENTINA

Im Wanderführer von www.rotavicentina.com sind keine Quartiere angegeben. In dem angekündigten und schon mehrfach verschobenen Rother Wanderführer Rota Vicentina: Portugal Süd: Küstenweg von Santiago do Cacém zum Cabo de São Vicente. 20 Etappen. Mit GPS-Daten wird das sicher besser gelöst sein. Erscheinungstermin allerdings wohl erst etwa Juni 2020...

Ich habe alle Unterkünfte schon lange gebucht und teilweise auch schon wieder geändert zwecks Optimierung. Ging sehr praktisch mit booking.com. Allerdings tat ich mich am Anfang gleich mit der ersten Übernachtung im/in Vale Seco schwer. Der vorhandene GPS-Track endete im Nirgendwo. Dann fand ich einen wunderbaren Ort, sogar direkt am Weg, wie sich erst hinterher herausstellte: Moinhos do Paneiro, ein malerischer Ort, wohl ein Agroturismo oder B&B, mit zwei alten Windmühlen. Die direkte Buchung per E-Mail gestaltete sich schwierig; trotz meiner wunderbaren Google-Portugiesisch-Mails kann nur zögernd Antwort. Vor ein paar Tage hab' ich dann entdeckt, dass die auch bei booking.com gelistet sind. Allerdings ein klein wenig teurer. Auch Abendessen ist möglich, sonst gibt es da wirklich nirgends nix zwischen die Kiefer...

https://sutterer.eu/2020/al-andalus_zwanzigzwanzig/tage/2020.04.01.html

Bild

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 12. Feb 2020, 16:25

Auch das ist Portugal...

Eine bessere Welt durch das Elektroauto?

Re: Lithium-Abbau in Portugal
Ein Dorf auf den Barrikaden


Ein Film heute Abend 19:40 Uhr auf arte.tv, bis zum 11. Mai in der arte-Mediathek.

Zitat (Quelle): »Trás-os-Montes, im äußersten Nordosten Portugals, ist ein Paradies auf Erden: hügeliges Bergland mit einer einzigartigen Natur, Bäche und Flüsse mit kristallklarem Wasser: eine jahrhundertealte, von der UNO anerkannte Kulturlandschaft mit kleinbäuerlicher Bevölkerung.
Doch seit einigen Monaten beobachten die insgesamt 150 Bewohner des Dorfs Covas do Barroso mit Schrecken, wie ihr Paradies von einem multinationalen Lithiumabbau-Konsortium namens "Savannah Ressources", mit Sitz in London, in eine "Hölle auf Erden" verwandelt wird: Riesige Lkws und Bagger fallen über die Dörfer her und bohren Löcher in die Erde.
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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 12. Feb 2020, 23:00

Convento dos Capuchos im Sintra-Cascais Natural Park

Okay, so einsam, wie ich dachte scheint es da doch nicht zu sein:

https://goo.gl/maps/eMgAYR2SuhLajLhU9

Angelockt hatte mich ja die Ermida do Senhor do Horto.

Bild

Von meinem Quartier in Colares (Sintra) sind es nur 2,9 km zu wandern. Das müsste ich ohne Rucksack und mit der Orthese schaffen. Wenigstens eine kleine Wanderung...

Bild

Geplant dazu ist Mittwoch, der 15. April; da wollte ich mit dem Wagen aber auch noch zum Cabo da Roca, dem wirklich westlichsten Punkt des europäischen Festlandes... Edit: Dann mach' ich das Cabo schon am Vortag und bleibe dort zum Sonnenuntergang...

Dann hab' ich heute noch einen Gourmet-Tipp für Lisboa bekommen, das vietnamesische Restaurant BOA-BAO. Kennt das zufällig jemand? Es liegt auch ziemlich günstig zu meiner Unterkunft in Lisboa Ende März.

Bild

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 13. Feb 2020, 20:29

Nach dem Spaziergang zum Convento dos Capuchos geht es am 16. April auf die Heimreise. Die Fahrt mit dem Zug von Lisboa nach Bordeaux wird sich etwas hinziehen, weil mir drei Besuche an Orten, die mit dem 'portugiesischen Schindler', Generalkonsul Aristides de Sousa Mendes in Bordeaux des Kriegsjahres 1940 verknüpft sind, wichtig erscheinen.

Bild
Quelle: https://sutterer.eu/2020/al-andalus_zwanzigzwanzig/index.html

De Sousa Mendes wird auch der 'portugiesische Wallenberg' genannt. Zur Übersicht schreibe ich hier mal alle Namen von Persönlichkeiten auf, die im II. Weltkrieg tausende Menschen vor den Massenmördern Nazideutschlands gerettet haben:

Oskar Schindler 1908 - 1974 • Deutscher Industrieller
Raoul Wallenberg 1912 - ???? • Schwedischer Diplomat
Aristides de Sousa Mendes 1885 -1954 • Portugiesischer Diplomat

Und natürlich darf hier nicht fehlen
Berthold Beitz 1913 - 2013 • Deutscher Manager
Kürzlich zeigte Das Erste die Verfilmung seines Lebens mit Sven Eric Bechtold als Berthold Beitz und Edgar Selge als Golo Mann in Das Geheimnis der Freiheit... In der ARD-Mediathek leider nur noch bis morgen, 14.02.2020 verfügbar.

Bild
Quelle: ARD-Mediathek

In Vilar Formoso, dem portugiesischen Grenzbahnhof, an dem die Flüchtenden im neutralen Portugal dann endlich in Sicherheit waren, besteige ich dann nachts um halb drei den Liegewagen nach Hendaye; zuvor möchte ich noch das Museum der Friedensgrenze Fronteira da Paz besuchen.

Vilar Formoso_Fronteira da Paz Vimeo-Video Link Dauer: 02:00

Zitat (Quelle): »Das Museum wird neben dem Bahnhof von Vilar Formoso in 2 ehemaligen Lagerhäusern beherbergt. Es besteht aus 6 Ausstellungen: „Menschen wie wir“, „Der Anfang des Alptraums“, „Die Reise“, „Vilar Formoso – Die Friedensgrenze“, „Durch Portugal“ und „Die Abreise“.«

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 14. Feb 2020, 18:16

Ein Traum in Portugal
Alfredos gute Erde

Wieder so ein Artikel über das engagierte Landleben im Alentejo. Ein Sehnsuchtsort...

»Weil der portugiesische Landwirt Alfredo Cunhal Sendim die Grenzen der Natur im Alentejo achtet, gibt ihm die trockene Region eine Vielfalt an Gemüse, Obst und Fleisch. Der Weg dahin führte über Geduld, Mut und die Erkenntnis, nicht alles allein bewerkstelligen zu müssen.
[...]
Wer den Weg auf seinen Hof findet, staunt, was er aus dem einst verfallenen Anwesen auf einem kleinen Hügel, dem „Monte“, gemacht hat: In der Mitte, am höchsten Punkt, hat er einen Teich mit einem Steg und Schilf angelegt, an einem Ende wachsen Kräuter und blühen Blumen.
[...]
Als er gegen 10 Uhr selbst nach Montemor-o-Novo hinüberfährt, wo sein Wein wächst, huscht eine unterarmlange Eidechse über die Straße. „Die hab ich ja lange nicht gesehen“, sagt Alfredo erfreut. Ein gutes Zeichen.«

Quelle: https://werde-magazin.de/alfredos-gute-erde-lebensart/

Dieses Landgut Herdade do Freixo do Meio liegt - wie kann es anders sein - ganz nah an meiner Route am 14. April. Nur 28 km Umweg. 14 km hin, 14 km zurück.... :-)

Bild

Einen schönen Freitagabend Euch allen mit Amália Rodrigues und Fado Amália! YouTube-Link 05:57

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 14. Feb 2020, 22:52

Grândola

Die Anreise zur Rota Vicentina führt von Lissabon aus über den Ort Grândola nach Santiago do Cacém.

Bild

Grândola, Vila Morena ist ein portugiesisches Kampflied, das 1974 das Ende der von António de Oliveira Salazar errichteten Diktatur in Portugal auslöste. (Diese Form der Diktatur wird in der historischen Forschung meist nicht als reiner Faschismus bezeichnet, sondern als konservativ-autoritäre Diktatur mit klerikal-faschistischen Zügen.) Der Text bezieht sich auf die Solidarität der Landarbeiter und – in Anspielung an die Prinzipien der Französischen Revolution – ihre Werte Gleichheit (igualdade) und Brüderlichkeit (fraternidade). Als geheimes Signal zum Start der Revolution wurde es in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1974 vom katholischen Rundfunksender Rádio Renascença mehrfach gesendet. Als die aufständischen Truppen daraufhin in Lissabon zu wichtigen Orten marschierten, wurden sie in den Straßen von der Bevölkerung mit roten Nelken begrüßt. Daher der Name Nelkenrevolution. Knapp 18 Stunden nach der Ausstrahlung des Liedes war die Diktatur gestürzt. Auch im Nachtzug nach Lissabon ist die Nelkenrevolution Teil der Geschichte.

Auch Amália Rodrigues hat das im Stil des Cante Alentejano, des Wechselgesangs des südportugiesischen Alentejo, komponierte Lied interpretiert.

Grândola Vila Morena por Amália Rodrigues YouTube-Link 03:17

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 15. Feb 2020, 12:35

Die Nelkenrevolution vom 25. April 1974
Histoclips • YouTube-Clip 04:04

»Am 25. April des Jahres 1974 kam es in Portugal zu einem Militäraufstand, der sogenannten Nelkenrevolution. Das Wort kommt von den Nelken, die die Demonstranten in die Gewehrläufe der Soldaten steckten.«

Zur Erläuterung: Salazar starb 1970. Sein Nachfolger war Marcelo Caetano. Caetano war es, der gestürzt wurde und damit endete das von Salazar Anfang der Dreißigerjahre errichtete autoritäre Regime des Estado Novo.

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Beitrag von Mario d'Abruzzo » 16. Feb 2020, 13:44

Okay, Grândola. Nach diesen Neuigkeiten hab' ich meine Fahrt von Lisboa nach Vale Seco geändert und um zwei Aufenthalte in Grândola und in Santiago do Cacém erweitert. Trotzdem werden es weniger Kilometer sein, weil ich die Autobahn kurz nach der großen Ponte Vasco da Gama verlassen will und auf Nationalstraßen weiterfahre.

Wie schon erwähnt, ist mein Sohn gerade an den Küsten des Alentejo und der Algarve unterwegs und obwohl diese Küste sein favorite surf spot geworden ist, schreibt er mir gestern, dass er gerne mit mir da wandern möchte. Mal schauen, wann es wieder möglich sein wird... Heute kamen noch zwei Fotos von ihm an:

Bild

Bild

Mal nachschauen, wo er da genau geknipst hat...

Bild

Hmmh, nach den Angaben der Schilder müssten es 18 km sein, mein eigener Track gibt 20 km an, aber ich übernachte vor Vila do Bispo und laufe dann eige eigene Route an der Küstenlinie entlang. Also eher 22 km die 'normale' Route...

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