Wir wandern, wir wandern .....

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Gerhard.1
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Re: Wir wandern, wir wandern .....

Beitrag von Gerhard.1 » 11. Okt 2019, 21:55

Wir gehen wieder Westweg wandern,
und fangen ihn vom End her an,
das Erstquartier ist dann in Kandern,
sorum haben wir's nie getan.

Am zweiten Tag geht's hoch zum Blauen
und damit schon ans Eingemachte,
wir werden langsam uns aufbauen,
in uns horchen --- steigen sachte.

Es geht dann ständig rauf und runter,
die Gipfel stehen dicht an dicht
wir bleiben, hoff' ich, trotzdem munter,
auch wenn uns sehr viel Schweiß ausbricht.

Der schönste Berg ist wohl der Belchen
mit einer tollen Rundumsicht,
da freuen sich dann unsere Kehlchen,
wenn's badisch Bier durch diese zischt.

Nun steht der höchste Berg bereit,
mit seinen Fünfzehnhundert Metern,
für uns wird's danach "höchste" Zeit,
zum Abschied - ohne zu jammern oder zedern.

Ein letzter Blick zum Titisee,
den Feldberg sehn wir etwas länger,
vielleicht tun Herz und Füße weh,
doch wir sind gerne Fuß-Gänger.

Wandertermin: 15.-20.10.19

Euch allen ein frohes und sonniges WE,
das wir am Chiemsee bei Verwandten verbringen werden.
LG Gerhard
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Re: Wir wandern, wir wandern .....

Beitrag von Legionär » 11. Okt 2019, 22:20

Lob des Wanderns

Der Wanderer bleibt gern gesund,
denn er bewegt die Füße,
und nimmt er mit den eig'nen Hund,
freut sich auch seine Süße.

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Gerhard.1
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Re: Wir wandern, wir wandern .....

Beitrag von Gerhard.1 » 21. Okt 2019, 21:58

Hallo und Juhu,
vorbei sind Wanderslast und -ruh,
von Lörrach bis Feldberg war es sehr schön,
der Weg aber mühsam und gar nicht bequem.

Doch das war uns sehr wohl bewusst
und hat uns keinesfalls gerußt,
wir waren darauf eingestellt
und hatten klein're Etappen gewählt.

Fünf Tage waren wir unterwegs,
12 km +/- waren es stets,
zum Blauen hoch war Sonnenschein,
danach holte uns Regen und Donner ein.

Zweimal kamen wir nassfüßig an,
im Haldenhof und Wieden sodann.

Vom Belchen bot sich uns schlechte Sicht,
der Feldberg dagegen war sonnig und licht,
es wimmelte sonntags nur so von Menschen,
auch am Titisee, wo uns're Tour tat enden.

Wandern und pilgern ist immer sehr schön,
freuen uns schon darauf, wieder zu gehn.


Gerhard, el Jubilado :)
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Gerhard.1
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Re: Wir wandern, wir wandern .....

Beitrag von Gerhard.1 » 6. Dez 2019, 13:12

Kendlesbronna (1761)


Mit diesem alten schwäbischen Begriff werden viele auf Anhieb nichts anfagen können, lässt sich aber klären:

Wir hatten in Baiersbronn im Murgtal, der Ort liegt zwischen Rastatt und Freudenstadt im nördl. Schwarzwald, ein Hotelzimmer für 3 Nächte gebucht und von da aus kleinere Wanderungen unternommen, eine davon nach Freudenstadt und zurück. Der Weg ist interessant und abwechslungsreich, führt mal rechts-, mal linksseitig entlang des Forbachs, wobei wir aber, nach Passage des großen und weithin sichtbaren Baiersbronner Kartonwerkes, auf den halbrechts steil nach oben führenden Höhenpfad wechselten, der wunderschöne Ausblicke ins Tal und die gegenüber liegende Seite bietet. Man kommt dann auch an der 1951 erbauten kleinen, achteckigen Michaelskirche vorbei, in der sich sehr gerne Hochzeitspaare das Jawort geben und trauen lassen. An solch markanten Stellen sind stets Hinweistafeln installiert, die wir gerne gelesen haben.

Knapp 200 m davor steht die Infotafel zum Kendlesbronna mit folgendem netten Gedicht von Wilhelm Günter (1915-2002), Heimatforscher, und mit zusätzlichen Informationen zur damaligen Zeit:
--------------------------------------------------------

D’r Kendlesbronnen

Für die Gurgel, Magen, Darm
hat Pfarrer Kneipp mit Charme
eine Trinkkur ausgedacht!
Reines Wasser hat viel Macht!
Würzig ist’s und kühl und klar,
half es einst den Ammen gar.
Trinke drum von diesem Nass
- “Kendlesbronnen” - das macht Spaß!


Wir stehen vor dem Felsenbrunnen. Auch ihm wird eine gesundheitsfördernde Wirkung zugeschrieben. Einst entdeckten Wöchnerinnen die heilsame Kraft des kleinen Brünnleins, die ihre Geburt erleichterte und für reichlich Muttermilch sorgte. Vom ganzen Dorf, ja sogar von Baiersbronn und Freudenstadt kamen, wenn Nachwuchs unterwegs war, die Frauen oder deren Angehörige, um in Flaschen und Krügen das köstliche Nass zu holen. Seit dieser Zeit heißt die kleine Quelle am Berg, die diesen Brunnen speist, Kendlesbronnen.


Alles klar?

Auf dem Weiterweg erfährt man noch viel Wissenswertes aus dem harten Leben der Bewohner früherer Zeiten und hat abschließend die Wahl, entweder 276 unregelmäßige Treppenstufen den Hang hochzusteigen, oder einen entsprechend steilen Umweg von zusätzlichen 200 m zu laufen, ehe man den größten Marktplatz Deutschland in Freudenstadt erreicht. Hin und zurück sind es 15 km Fußweg.

Abends, nach Einbruch der Dunkelheit, nahmen wir dann auch an einem Fackellauf auf teilweise sehr engen und abenteuerlichen Naturstein-Pfaden durch den Wald über ca. 4 km teil, waren aber nach Abschluss alle vom Hotelchef zum Glühwein-Umtrunk eingeladen. Ja, so schön kann Wandern in der Heimat sein!

Sonnige Grüße
Gerhard
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